Zwanzig Jahre World Wide Web: Technik und Webseiten im Wandel
Nimmt man die ersten Forschungsunternehmungen als Geburtsstunde, dann ist das Internet schon fast 60 Jahre alt. Zum Durchbruch verhalf dem Netz aber die Entwicklung von HTML, HTTP und dem Hyperlink. Die Vorstellung dieser Technologien jährte sich diese Woche zum 20. Mal.
Das Internet existiert schon eine ganze Weile, erste Forschungen zur Technik wurden bereits in den 50er-Jahren unternommen. Was viele jedoch nicht wissen: Für die Massen zugänglich wurde es erst über die Techniken des World Wide Web (HTTP, URL und HTML), die am 30. April 1993 eingeführt wurden. Noch vor mehr als 20 Jahren war das Internet ein Phänomen, mit dem sich nur der Nerd-Olymp abgab. Das Netz wurde teilweise noch über die Kommandozeile bedient und erforderte Kenntnisse über Terminal-Programme, die gängige Protokolle wie FTP verwendeten. So etwas wie ein grafisches Nutzerinterface für das Web, wie wir es heute kennen, gab es schlicht nicht.
Das änderte sich, als das Kernforschungsinstitut CERN in Genf drei Schlüsseltechnologien freigab, die das Web auch dem technisch weniger versierten Nutzer öffnete: Die drei Dinge http, URL und die Auszeichnungssprache HTML. Wer sich jetzt fragt, was ausgerechnet der CERN mit dem Netz am Hut hatte: Das Internet wurde zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich von Forschern zum Austausch ihrer Forschungsergebnisse verwendet. Entwickelt wurden alle drei Technologien von Tim Berner-Lee, ein britischer Physiker und Informatiker. Nachdem er einen ersten Browser sowie das Protokoll http, einen ersten Webserver und die Seitenbeschreibungssprache HTML entwickelt hatte, stellte er auf den CERN-Server eine erste Webpräsenz mit der Adresse http://info.cern.ch ein. Die Adresse existiert noch heute, die Originalwebsite aus dem Jahr findet sich inzwischen aber unter einer anderen Adresse.
Revolutionär für die weitere Entwicklung des World Wide Web waren aber vor allem die Sprache HTML und das Konzept des Hyperlinks (URL). Eine neue Programmgattung namens "Browser" vermochte es nämlich, aus HTML-Dokumenten etwas zu rendern, was im Look & Feel annähernd dem entsprach, was man von einer Seite eines Buches kannte, wenn auch sehr rudimentär. Damit wurde es sehr einfach, Informationen im Netz zu konsumieren. Hyperlinks erlaubten es, diese HTML-Seiten untereinander zu verbinden und per Klick von Seite zu Seite zu "surfen". Damit hatte das Internet endlich ein Benutzungskonzept, das es auch technikunbewanderten Nutzer ermöglichte, sich im Netz zu bewegen. Erst diese Technologien schafften es, aus dem Nischenprodukt Internet das heutige Massenmedium zu machen.
Websiten im Wandel der Zeit:

Muss ein Tippfehler sein
Heutzutage findet man wirklich alles im Internet, sogar Schadprogramme
Word Wide Web???