MSI: CEO verrät, warum man keine Desktops und Notebooks mit AMD-CPU anbietet
Die Auswahl an Komplett-PCs und Notebooks großer Hersteller mit AMD-Prozessoren ist überschaubar. Laut MSI-CEO Charles Chiang gibt es dafür auch Gründe. Zumindest im Fall von MSIs Produktpalette haben schlechte Vorerfahrungen und umso bessere Erfahrungen mit Intel dafür gesorgt, dass man derzeit in diesen Produktkategorien voll und ganz auf Intel setzt.
Auch wenn sich AMD bei den Verkäufen von CPUs an Endverbraucher gegenüber Intel zunehmend auf der Überholspur befindet, sieht die Lage beim Geschäft mit OEMs immer noch etwas anders aus. Zwar steigt die Auswahl an fertigen Desktop-Rechnern und Notebooks mit AMD-Prozessoren gemächlich, doch Intel dominiert hier weiterhin das Geschäft. Wirft man beispielsweise einen Blick auf das Produktportfolio von MSI, so stellt man schnell fest, dass der Hersteller voll und ganz auf Intel setzt. Im Gespräch mit tomshardware.com hat der aktuelle CEO Charles Chiang die Gründe dafür verraten.
Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit und gute Beziehung zu Intel
Drei wesentliche Punkte verhinderten laut Chiang bislang, dass AMD in den Riegen der Komplett-PCs und Notebooks von MSI vertreten ist. Ein zu geringeres Budget für Experimente, schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit und die bisherige Beziehung zu Intel seien ausschlaggebend gewesen. MSI ist laut den Aussagen von Chiang schlichtweg zu klein, um sich Experimente mit unterschiedlichen Plattformen leisten zu können. Das bisherige Line-Up an Produkten ist bereits jetzt schon recht komplex. AMD mit einzuspannen würde alles nur noch komplizierter machen, insbesondere wenn man die Nutzererfahrung optimieren wolle, was für MSI einen Fokus darstelle.
Hinzu kommen auch schlechte Vorerfahrungen mit AMD-Prozessoren. "Damals hat ihr Produkt einfach nicht gepasst und der Support war einfach nicht wirklich gut", so Chiang. Im Gegensatz dazu habe sich Intel stets als hilfreicher Partner erwiesen und dass auch inmitten der aktuellen Lieferengpässe. Schlichtweg jetzt zu AMD zu greifen, wäre in den Augen des MSI-CEO kein fairer Schritt. "Es ist sehr schwer für uns, ihnen schlichtweg zu sagen 'Hey, wir wollen nicht 100 Prozent Intel benutzen', denn sie haben und stets sehr gut unterstützt", so Chiang, der gleichzeitig darauf verweist, dass man von Intel in keiner Weise unter Druck gesetzt worden ist, um dem Unternehmen weiterhin die Treue zu halten.
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In Zukunft könne man sich bei MSI dennoch vorstellen, auch zu AMD zu greifen, wenn es um Fertigrechner und Notebooks geht. "Ich weiß, dass Ryzen und Ryzen-Mobile das Spielfeld verändern werden. Wir wägen weiterhin ab, haben aber keinen Plan oder ein genaues Datum, wann wir zu AMD greifen."
In anderen Produktsparten ist AMD auf dem Vormarsch
Etwas anders gestaltet sich die Lage in den restlichen Produktsparten von MSI. Hier biete man Intel auch die Stirn, denn die Lieferengpässe schaden dem Geschäft mit Mainboards. Die verkaufen sich aufgrund der ausbleibenden Verfügbarkeit von Low-Budget- beziehungsweise Einsteiger-Prozessoren der Pentium- und Celeron-Reihen wesentlich schlechter. Laut Chiang habe MSI einen deutlichen Schlag kassiert. "Was Mainboards betrifft, war es letztes Jahr wirklich kritisch", so der MSI-CEO. "Sie haben ein Problem mit 14nm. Also ist Intel den Schritt zurück auf 22nm gegangen und hat die eigene Roadmap ständig verändert. Wir haben kein deutliches Bild, was die Verfügbarkeit angeht." Doch nicht nur die kostengünstigen Mainboards seien betroffen. Auch bei den Hauptplatinen mit Z390-PCH laufe das Geschäft eher schleppend. "Ein neues Produkt wie der Z390-Chipsatz startet in den Verkauf und bei den dazugehörigen High-End-CPUs gibt es Lieferengpässe, denn der Desktop hat die geringste Priorität. Es ist also eine ziemliche Herausforderung." Wie Chiang verrät, fokussiert Intel die aktuellen Produktionskapazitäten vornehmlich auf den Data-Center-Markt. Danach folgt die Mobile-Sparte und erst dann seien die Desktop-Produkte an der Reihe.
Dass man zunehmend AMD-Produkte in die eigene Produktpalette aufnimmt, stimmt Intel wenig erfreut. Dem entgegne Chiang aber damit, dass er gegenüber Intel stets sagt, sobald sie ihre Liefersituation wieder in den Griff bekommen, könne man auch darüber reden, wie sich das Unternehmen die verlorenen Marktanteile zurückholen kann. Aktuell gibt es jedoch noch keinen Anlass dazu, derartige Pläne zu schmieden. Zumindest für die ersten beiden Quartale 2019 sieht MSI noch keine Entspannung. Erst ab dem dritten Quartal werde es "deutlich besser" und im Q4 werde es in Chiangs Augen keinerlei Probleme mehr geben. "Insgesamt sind die schlimmsten Zeiten für die Versorgung mit Intel-CPUs vorüber.
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Ich hätte allein aus statistischen Gründen AMD Modelle gebracht.
3 Modelle. Low-end, Mid-end, High-end.
Allein zu sehen wie sich diese Konfigurationen verkaufen gäbe doch eine interessante Erkenntnis.
Exklusiv Verträge einzelner Hersteller hin oder her, aber bei aktuellen Marktlage sehe ich das Vorhaben als sehr Naiv.
Es wirkt so als wäre das Intel i"x" Logo ein Garant für den Absatz im OEM Markt.
Der CPU Markt ist aufgeblüht, nutzt doch die Möglichkeiten!
Die Vorteile für den Endkunden waren selten so gut.
Ich weiß nich was manche für Tagträumer sind!
Was meine ich damit:
MSI könnte eine einzige Serie mit AMD auflegen und sehen wie es sich um Support und Verfügbarkeit verhält und nach einer festgesetzten Zeit entscheiden ob sich die zuvor formulierten Vorbehalte bewahrheitet haben oder nicht. Machen viele Unternehmen so und ist keine neue Erfindung.
Ein solches Verhalten wäre betriebswirtschaftlich ein sehr sinnvolles und zudem würde es neue strategische Möglichkeiten eröffnen. Das dies hier unterlassen wird verweist auf andere nicht offen gelegte Abhängigkeiten aufgrund derer ich die abgegebenen Statements zum Teil in Zweifel ziehe.
...
Ich habe im Media Markt mal gefragt warum keine Notebooks und nur wenig Desktop´s mit AMD CPUs zum Verkauf stehen. Er hat auch gesagt;
"Wir haben sehr schlechte Erfahrungen mit den Produkten durch Nutzer, einen schlechten Service seitens AMD, und die übrigen Kunden kennen übertrieben gesagt "einfach nur Intel". Und die die es besser wissen kaufen sowiso nicht in so einem Laden hier!"
Als ich den Ausspruch vom MSI CEO gelesen habe musste ich genau an das Gespräch mit dem MM Stv. Filialleiter denken.
Wieder der reinste Bullshit Thread!
Ich weiß nich was manche für Tagträumer sind!