Fanlesstech zeigt neues Projekt: Komplett passivgekühlter Rechner mit 65-Watt-CPU und Workstation-Grafikkarte
Auch bei der Nutzung leistungsstärkerer Hardware braucht es nicht zwingend eine aktive Kühlung. Die Webseite fanlesstech.com hat ein eigenes System zusammengeschraubt, bei dem gänzlich auf eine solche verzichtet wurde. Dabei verbaute man eine 65-Watt-CPU sowie eine Workstation-Grafikkarte.
Die Webseite fanlesstech.com hat sich an ein neues Projekt gewagt. Das Ziel war ein leistungsstarker und zugleich kompakter Rechner für die Bildbearbeitung ohne aktive Kühlung. Allzu große Kompromisse sollten dabei nicht eingegangen werden, sodass abgesehen von der wenig stromhungrigen Workstation-GPU in Form der PNY Nvidia Quadro P1000 mit einer TDP von 47 Watt eine 65 Watt Intel-CPU der Core-i-8000-Generation verbaut wurde.
Konkret handelt es sich dabei um einen Intel Core i7-8700 ohne K-Suffix und damit ohne freien Multiplikator, 500 Mhz geringeren Basis-Takt aber dafür zugleich mit einer 30 Watt geringeren TDP. Dazu gesellen sich 64 GiByte Arbeitsspeicher in Form von zwei 32 GiByte G.Skill Ripjaws DDR4-2400-Modulen, ein lüfterloses 600 Watt-Netzteil von Seasonic (SSR-600TLR), eine Samsung 960 Pro NVMe-SSD mit 512 GB Speicherplatz für das Betriebssystem sowie drei weitere SSDs - davon zwei 2 TB-Modelle von Micron und eine 1 TB SSD von OWC in Form der Mercury Electra. Verbaut wurde die Hardware nicht in einem geschlossenen Gehäuse. Stattdessen entschied man sich für einen offenen Aufbau, bei dem das umgebende Konstrukt aus eigener Fertigung mehr an ein Gerüst als ein echtes Gehäuse erinnert.
Für dieses bediente man sich zum Teil bei einem Mining-Gehäuse und fertigte restliche Bauteile selbst an. Mainboard sowie die CPU und Grafikkarte wurden mittels Streacom DB4 GPU-Kühleinheiten mit großen Kühlkörpern verbunden und im finalen Build letztlich parallel zueinander aufgebaut, wobei die Kühlkörper an den Seiten nach außen zeigen. Zwischen den Aufbauten für das Mainboard und die GPU befinden sich die diversen SSDs, die auf einer 4 mm-starken Platte aus anodisierten Aluminium angebracht sind. Die Anschlüsse des rückseitigen Mainboard-I/O zeigen letztlich nach oben. Durch diese Positionierung ist es letztlich auch möglich, dass die PSU-Anschlüsse auf dem Mainboard auch nach dem Aufbau des Systems gut erreichbar sind und ein Abstecken möglich ist. Die Display-Anschlüsse der Grafikkarte zeigen wiederum nach unten, was mit der Länge des PCI-Erweiterungskabel zusammenhängt.
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Der Härtetest erfolgte letztlich via Prime95 und AIDA64 jeweils bei rund 20 Grad Umgebungstemperatur. Drei Stunden dauerte der Testlauf unter Prime95 an. Hinsichtlich der CPU wurden im Maximum 64 Grad Celsius gemessen, während die maximale VRM MOS-Temperatur bei 73 Grad lag. An einem wärmeren Tag mit rund 25 Grad Umgebungstemperatur kam die CPU auf 68 Grad. Unter AIDA64 ging es etwas hitziger zur Sache. Zwei Stunden lief der Stresstest. 73 Grad betrug die Maximaltemperatur der CPU in der ersten Stunde. Die VRM MOS-Temperatur betrug 80 Grad, während die GPU bis zu 65 Grad warm wurde. Zum vollständigen Blog-Beitrag des passivgekühlten Rechners von fanlesstech.com geht es hier.
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Also wenn das Hardwaregestell da ein Passivrechner sein soll, dann muß ich sagen: das sind aber echte Schuster.
Mein Fazit: sperrig, zu groß -> nutzlos
So schaut ein passivgekühlter Rechner heutzutage aus: Airtop2 Inferno: Compact Fanless Gaming PC Featuring a Core i7-7700K and GTX 1080 | PC Perspective
Und wer eine sorgfältig gedämmte Wasserkühlungspumpe als Teil seines passiv-/lautlos-PCs akzeptiert, der ist sowieso nur Platz und Budget limitiert.
Interessante Konstruktion und für jemand der es ganz leise wll vielleicht genau das was er suchte, ich bin bei komplett Passiven Lösungen aber immer skeptisch. Zwar haben Tests gezeigt das die Komponenten nicht zu heiss werden, jedoch sind Lüfter Heutzutage sowas von Leise das ein Semipassiver Betrieb besser wäre.
Das haut mich jetzt nicht so richtig vom Hocker. Die verbauten Teile sind doch eher low-end, und trotzdem war ein unpraktischer offener Aufbau nötig um das Projekt zu realisieren?
Schließe mich an dass ich semipassiv bzw. konstant sehr langsam drehende, hochwertige Lüfter für die bessere Lösung halte. Das ist ebenfalls unhörbar und erlaubt deutlich leistungsfähigere Komponenten.
Ich bin immer wieder begeistert von passiven Kühllösungen. Allerdings sind einige Konstrukte zu exotisch, als dass ich im Alltag damit zurechtkommen könnte.
Offener Aufbau? Ohne Staubfilter kommt mir kein PC ins Haus. Das wird nach einigen Monaten eklig.
Die beste Lösung ist ein Semipassiver PC, der erst bei hoher Last wenige Lüfter anlässt. Wenn man Low-Voltage Komponenten betreibt, einen EKL Olymp o.Ä. mit guter Passivkühlleistung und bei Netzteil und Grafikkarte auf (Semi-)passiv setzt, herrscht komplette Stille und bei hoher Last nur dezentes Säuseln von Silentlüftern. Wenn man die Lüfterkurven geschickt konfiguriert wohlgemerkt.