Grid Autosport im Mega-Test: Grafikkarten-Benchmarks und CPU-Kernskalierung [Test der Woche]

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Grid Autosport (maxed, mit 8x SGSSAA) (1)
Quelle: PC Games Hardware

Grid Autosport, welches die Qualitäten von Grid und Grid 2 vereinen soll, geht ab dem 27. Juni an den Start. PC Games Hardware machte die Strecken in aller Herren Länder unsicher, um Ihnen ofenfrische Benchmarks des DX11-Rennspiels zu liefern. Die gute Nachricht vorweg: Ein Hardware-Fresser ist Grid Autosport trotz der sehenswerten Grafik nicht.

Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut.

Grid Autosport: Eine Zweikern-CPU ist Pflicht Quelle: PC Games Hardware Grid Autosport: Eine Zweikern-CPU ist Pflicht Mit Grid Autosport geht die beliebte Rennspielreihe in eine neue Runde. Laut Codemasters, dem Entwickler und Publisher von Grid Autosport, ist der PC die Leitplattform: Der Hersteller verspricht bessere Texturen, feinere Schatten und schönere Reflexionen gegenüber den Konsolenportierungen. Man habe die Beschwerden der (PC-)Spieler vernommen, heißt es in einem Interview: "In der Vergangenheit dachten wir 'Oh wir können das auf Konsole nicht machen, also machen wir es gar nicht'. Heute ist unsere Reaktion 'Oh wir können das nicht auf Konsole machen, aber lasst es uns auf PC machen'", erklärt Richard Kettlewell, Senior Programmer bei Codemasters.

Die Systemanforderungen von Grid Autosport decken sich mit denen von Grid 2 und fallen mit einer Dualcore-CPU nebst DX10-Grafikkarte milde aus. Wir haben uns im Test davon überzeugt: Mit nur einem Prozessorkern, so modern dieser auch ist, startet Grid Autosport nicht. Wie die Game-Engine mit darüber hinaus zur Verfügung stehenden Kernen skaliert, welche Grafikkarten für Full High Definition oder gar Ultra HD genügen, klären wir im Folgenden. Als Basis für die Leistungsanalyse dient die Finalversion von Grid Autosport, welche wir über Steam starten.

Grid Autosport: Bessere Texturen im "Day-1-DLC"

Zwar prüfen wir den Leistungshunger des Spiels anhand der Goldversion, ein nicht unerhebliches Update fehlt jedoch. Codemasters kündigte jüngst an, zum Release am 27. Juni ein mehrere Gigabyte großes Update zu veröffentlichen, das die Grafik weiter verbessert: "Wir werden ein qualitativ hochwertiges Texturen-Paket für den PC machen, das die Autos regelrecht protzen lässt", so Kettlewell. Dessen Installationsgröße alleine soll sich auf rund 30 Gigabyte belaufen; ohne diese Texturen, d.h. bei unserer Testversion, sind es nicht einmal 10 Gigabyte, dennoch sieht Grid Autosport schon mit der aktuellen Texturqualität "Hoch" edel aus.

Das Texturpaket soll zum Release als Kostenlos-DLC erscheinen. Sofern Codemasters keine weiteren performancerelevanten Änderungen vornimmt, beeinflusst das Textur-Update die Benchmarks nur bedingt: Bessere Texturen belegen primär Speicher, ein Gut, das bei modernen Grafikkarten reichlich vorhanden ist. Wir werden Stichproben-Benchmarks durchführen, sobald das Spiel aktualisiert wurde und die "Sehr Hoch"-Texturstufe verfügbar ist.

Grid Autosport: Wiedersehen mit der Ego-Engine

Grid Autosport basiert auf Codemasters' Ego-Engine, welche bereits Grid 2, Dirt Showdown & Co. zu einer hübschen Grafik verhalf. Seit Showdown unterstützt der Renderer Forward+ sowie Global Illumination, zwei Funktionen, welche der Qualität sichtbar zu Gute kommen. Forward+ stellt eine Erweiterung klassischer Beleuchtungstechnik dar, welche mit Multisample-Kantenglättung besser zusammenarbeitet als Deferred Rendering. Global Illumination (globale Beleuchtung), welche mithilfe der DX11-Funktion Direct Compute berechnet wird, sorgt für realistische Reflexionen von Lichtstrahlen, die wiederum mit anderen Objekten wie Autos interagieren. Grid Autosport, Grid 2 und Dirt Showdown bieten außerdem weich auslaufende Schatten (Contact Hardening Shadows) sowie High Definition Ambient Occlusion (HDAO), welche Objekte verschattet. Wie Grid 2 bietet auch Grid Autosport darüber hinaus Soft Ambient Occlusion, welche die Umgebungsverdeckung mithilfe weiterer Berechnungen realistischer erscheinen lässt.

Grid Autosport: Das Testprozedere

Treue Leser wissen, dass PC Games Hardware nach Möglichkeit nicht die nächstbeste Szene für Benchmarks verwendet, sondern sich länger mit den Spielen auseinandersetzt. Zwar bietet Grid Autosport in guter alter Codemasters-Tradition eine integrierte Benchmarkszene. Diese nutzen wir auch – allerdings nicht die Standardstrecke. Mithilfe der integrierten Benchmarkfunktion und dem Tool Fraps fuhren wir in stundenlanger Kleinarbeit jeden Schauplatz und jede einzelne Route ab – teilweise gibt es sechs davon –, um die forderndste Strecke zu finden. Tests mit veränderten Wetterbedingungen und Tageszeiten schlugen fehl, wie bei Grid 2 haben die Befehle in der Konfigurationsdatei keine Wirkung. Für alle Neugierigen haben wir einen Benchmark vorbereitet, welcher alle Schauplätze abbildet. Aus Platzgründen verzichten wir auf jede einzelne Route, sondern zeigen nur die jeweils erste:

Streckenbenchmark

Zwar gewinnt der herbstlich angehauchte Schauplatz Mont Tremblant die Auszeichnung "malerischste Rennstrecke", am Ende qualifizierte sich jedoch die US-Metropole Chicago und hier speziell die erste Route für die Benchmarks, hier sind die niedrigsten Bildraten zu verzeichnen. Die 20-sekündige PCGH-Testszene mit 12 Fahrzeugen wird mithilfe der integrierten Benchmarkfunktion dynamisch von der KI abgefahren und sieht wie folgt aus:

Wie immer nutzen wir für die Benchmarks die jeweils neuesten Grafiktreiber von AMD und Nvidia, namentlich den Catalyst 14.6 Beta V1.0 und den Geforce 340.43 Beta, und deaktivieren alle Texturfilteroptimierungen. Außerdem modifizieren wir in der hardware_settings_config.xml von Grid Autosport den Eintrag "anisotropic min" von 4 auf 16, damit das Spiel alle bedürftigen Texturen mit dem Anisotropiegrad 16:1 filtert. Neben ausgewählten Referenzkarten besteht die Grafikkartenauswahl wie schon bei The Elder Scrolls Online, Stalker: The Lost Alpha, WoW und weiteren Spielen aus typischen Herstellerkarten mit werkseitiger Übertaktung. Die Taktraten während der Grid-Autosport-Benchmarks lauten:

Grafikkartenmodell Taktraten in den Benchmarks
MSI Radeon R9 290X Gaming ~1.030/2.500 MHz
Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC ~1.000/2.600 MHz
MSI Radeon R9 280X Gaming ~1.020/3.000 MHz
Sapphire Radeon R9 280 Dual-X ~940/2.500 MHz
HIS R7 260X iPower IceQ X² ~1.100/3.250 MHz
   
Gainward GTX 780 Ti Phantom ~1.097/3.500 MHz
Palit GTX 780 Super Jetstream ~1.110/3.100 MHz
Gigabyte GTX 770 Windforce 3x OC ~1.241/3.506 MHz
Asus GTX 760 Direct CU II OC ~1.150/3.004 MHz
MSI MSI GTX 750 Ti Gaming ~1.189/2.700 MHz

Grid Autosport: Grafikkarten-Ergebnisse

Vergleicht man die Werte in Grid Autosport (Chicago) mit denen von Grid 2 zum Launch (Barcelona), fallen die grundsätzlich niedrigeren Bildraten ins Auge. Während Nvidias Geforce GTX Titan mit damaligen Treibern auf der forderndsten Grid-2-Route fast 100 Fps erreicht, kämpft die gleiche Grafikkarte in Grid Autosport mit der 80-Fps-Marke. Ähnliche Unterschiede offenbaren sich auch beim Blick auf die Geforce GTX 460 und Radeon HD 6870: Beide Modelle hatten schon mit Grid 2 zu kämpfen und kommen nun in Full-HD nebst 4x MSAA/16:1 AF nicht mal in die Nähe von 30 Fps.

Wer Grid Autosport in Full HD mit allen Details flüssig genießen möchte, sollte mindestens eine übertaktete Geforce GTX 760, Radeon R9 270X oder ein vergleichbar starkes Modell (etwa eine GTX 670 oder HD 7950) sein Eigen nennen. Die Basis dieser Aussage ist unsere Beobachtung, dass die Ego-Engine bei weniger als 40 Fps relativ träge auf Eingaben reagiert, sodass man möglichst über dieser Marke bleiben sollte. Erreicht eine Grafikkarte in unserer Testszene, welche vor allem am Start mit vielen Autos im Bild fordernd ist, 40+ Fps, ist im weiteren Spielverlauf alles im grünen Bereich.

Wer Grid Autosport in Ultra HD mit allen Details flüssig spielen möchte, kommt nicht um eine stark übertaktete High-End-Grafikkarte herum. Sowohl die Radeon R9 290X als auch die Geforce GTX 780 Ti erreichen ohne Overclocking nur etwa 35 Fps auf unserer Teststrecke. Die werkseitig beschleunigten Modelle rangieren im 40-Fps-Bereich, was jedoch wie erwähnt nicht uneingeschränkt flüssig ist. Wer einen Bruchteil der Bildqualität opfern möchte, deaktiviert die erweiterte Beleuchtung nebst Global Illumination und klettert auf rund 50 Fps.

Mittlerweile eher Regel denn Ausnahme ist, dass AMDs Radeon-Grafikkarten deutlich früher ans CPU-Limit fahren als Nvidias Geforce-Aufstellung. Vergleicht man die R9 280X mit der 290 und 290X in Full HD, fällt auf, dass sie alle unterhalb von 65 Fps stecken bleiben. Erst in Ultra HD platzieren sich die Karten untereinander so, wie man es kennt. Die Geforce-Chips profitieren deutlich von den mit der R337-Treiberreihe ("Wundertreiber") eingeführten Overhead-Optimierungen und können sich klar von den AMD-Modellen absetzen. In Ultra High Definition limitiert schließlich nur noch die Grafikleistung, sodass die Platzierung aller Grafikkarten nicht mehr vom API-Overhead beeinflusst wird.

Grid Autosport: Prozessor-Kernskalierung

Apropos Overhead: Hiermit ist der Verwaltungsaufwand gemeint, der beim "Füttern" der Grafikkarte durch den Prozessor anfällt. Letzterer kommuniziert mit dem Grafiktreiber, welcher sich wiederum mit der Programmierschnittstelle – Direct3D 11 – in Verbindung setzt, die letztendlich mit dem Spiel spricht. Innerhalb dieser Kette hat Nvidia offenbar Stellschrauben zur Optimierung gefunden, welche zur besseren Nutzung des Hauptprozessors führen. Doch wie skaliert Grid Autosport respektive die aktuelle Ego-Engine eigentlich mit Prozessorkernen? Das haben wir uns anhand eines FX-8350 angesehen. Der Windows-Taskmanager unterstreicht, dass die Engine zwar mit mehr als vier Threads skaliert, allerdings keinen davon voll auslastet, da die Arbeit gleichmäßig verteilt wird. Wer einen Vierkernprozessor im PC hat, ist prinzipiell auf der sicheren Seite, während Grid Autosport auf "echten" Zweikernern wie einem Core 2 Duo nur eingeschränkt Freude bereitet.

Core Scaling

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    • Kommentare (105)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von bootzeit
        Bencht ihr nochmal mit dem HD-Texturpack ??

        Steht aktuell nicht auf der Agenda, da Stichproben keine nennenswerten Performance-Unterschiede ergaben. Eventuell wenn AMD und Nvidia in den nächsten Treiber-Release-Notes Leistungssteigerungen versprechen. Das Spiel wird indessen munter gepatcht, habe gerade von Steam ein frisches Update angeboten bekommen.

        Das Spiel wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Revision des PCGH-Grafikkarten-Testparcours die Stelle von Grid 2 einnehmen.

        MfG,
        Raff
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von bootzeit
        Bencht ihr nochmal mit dem HD-Texturpack ??

        Steht aktuell nicht auf der Agenda, da Stichproben keine nennenswerten Performance-Unterschiede ergaben. Eventuell wenn AMD und Nvidia in den nächsten Treiber-Release-Notes Leistungssteigerungen versprechen. Das Spiel wird indessen munter gepatcht, habe gerade von Steam ein frisches Update angeboten bekommen.

        Das Spiel wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Revision des PCGH-Grafikkarten-Testparcours die Stelle von Grid 2 einnehmen.

        MfG,
        Raff
      • Von bootzeit Volt-Modder(in)
        Bencht ihr nochmal mit dem HD-Texturpack ??
      • Von Rabber Freizeitschrauber(in)
        Ist es eigentlich immer noch so,dass die Online-Daten nur in den Savegames gespeichert werden? Bei Grid 2 waren die Online-Daten nur in den Savegames oder wenn man die Steam Cloud aktiviert hatte dort in den Savegames gespeichert aber nicht auf einem extra Server.Mir ist es bei Grid 2 passiert, dass ich mein System neu aufsetzten musste und die Steam Cloud deaktiviert war,das Savegame war natürlich weg aber auch meine ganzen Online-Daten.Ich musste dann Online wieder von vorne anfangen. Grid 2 ist das einzige mir bekannte Spiel welches die Online Daten nur direkt im normalen Savegame speichert.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Okay. Nichtsdestotrotz gibt es viele andere Parameter, die zu abweichenden Ergebnissen führen (siehe oben). Bitte akribisch prüfen und erst dann zweifeln, danke.

        MfG,
        Raff
      • Von FanboyOfMySelf Software-Overclocker(in)
        nö spielt keine rolle.
        Bei Grid2 hat es auch schon keine rolle gespielt.

        Egal ob win7 oder win8, die fps sind bei mir identisch in grid Autosport.
      Direkt zum Diskussionsende
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