Nvidia Geforce Mobile: Übersicht der Kepler- und Fermi-Grafikeinheiten
Sowohl AMD als auch Nvidia haben ihr Mobil-Portfolio mit Grafikeinheiten der 28-Nanometer-Generation aufgefüllt - nicht ersetzt. Da Nvidias derzeitige Aufstellung besondere Verwirrung stiftet, wirft PC Games Hardware einen Blick auf die mobilen Geforces.
Mobile Grafikeinheiten stellen viele Anwender vor Rätsel, da ihre Spezifikation nicht derart in Stein gemeißelt ist wie bei den Desktop-Kollegen – nicht umsonst behandelt PC Games Hardware den "GPU-Dschungel" regelmäßig im Print-Heft. Mit der Eingliederung aktueller 28-Nanometer-Chips in das bestehende Portfolio ist es wieder soweit: Nvidias Geforce-Mobile-Programm offenbart erst auf den zweiten oder dritten Blick, welche Hardware sich hinter welcher Modellbezeichnung verbirgt. Was basiert auf Fermi und was auf Kepler? PC Games Hardware wirft Licht ins Dickicht. Die Basis dafür bilden die offiziellen Angaben auf der Nvidia-Webseite und etwas Hirnschmalz.
Geforce Mobile: Kepler vs. Fermi
Vor etwas weniger als zwei Jahren debütierte Nvidias Fermi-Architektur mit der Geforce GTX 480M im Mobilsektor. Die komplette Fermi-Serie wird mit einer Strukturbreite von 40 Nanometern gefertigt. Das Geforce-Mobile-Topmodell hörte bis vor Kurzem auf den Namen Geforce GTX 580M und erlebte im Rahmen der Umstellung auf eine GF600M-Nomenklatur den Aufstieg zur Geforce GTX 675M – mit unveränderter Hardware auf Fermi-Basis in 40-nm-Fertigung. Dieses Rebranding haben auch weitere Fermi-Mobilchips hinter sich. Als wenn das nicht genug der Verwirrung wäre, füllt Nvidia das gehobene Mittelfeld nun mit Kepler-Grafikeinheiten auf. Diese GPUs basieren im Kern auf dem neuen GK104 (Geforce GTX 680) und laufen mit modernen 28-Nanometer-Strukturen vom Fließband. Das bringt Ihnen als Anwender in erster Linie eine längere Akkulaufzeit.
Die Geforce GTX 660M ist das schnellste Kepler-Modell und verfügt über 384 Shader-ALUs gemäß neuer Architektur: Nvidia hat beim Wechsel von Fermi auf Kepler die Rechenkraft pro ALU gesenkt, um die Leistungsaufnahme zu reduzieren und eine größere Anzahl dieser Rechenwerke unterzubringen. Dieser Punkt hat großes Gewicht: Begehen Sie nicht den Fehler, die GTX 660M wegen ihrer 384 ALUs mit der GTX 675M oder GTX 580M mit ebenfalls 384 Shadern zu vergleichen – letztere ist bei gleichem Takt deutlich mächtiger, aber auch deutlich stromdurstiger. Die GTX 675/580M entsprechen einer stark untertakteten Geforce GTX 560 Ti für den Desktop und rechnen etwa auf dem Niveau der GTX 560 (Desktop). Die Leistung der Geforce GTX 660M liegt klar darunter, auch weil sie nur über ein 128 Bit breites Speicherinterface verfügt.
Auch die Geforce GT 650M (nicht GTX!) und GT 640M sind brandneu und basieren auf der energieeffizienten Kepler-Architektur. Bei diesen Grafikeinheiten sollten Sie einen genauen Blick auf die Taktraten und den verwendeten Speicher werfen, da Nvidia den Notebook-Herstellern die Wahl lässt, ob (G)DDR3- oder schneller GDDR5-Speicher zum Einsatz kommt. Die daran hängende Speichertransferrate hat deutliche Auswirkungen auf die Endleistung, speziell wenn Sie mit Multisample-AA (MSAA) spielen. Besondere Vorsicht gilt bei der "LE"-Version der Geforce GT 640M, dieses Modell kann es wegen des langsamen Speichers vermutlich nur mit der älteren GT 630M (Fermi-Basis) aufnehmen. Apropos: Ab der Geforce GT 635M bis hinunter zur Geforce 610M (kein GTX, kein GT, kein G!) ist Fermi Programm. Ein Überblick:
Während die Kepler-SKUs im Rahmen einer aktuellen Infrastruktur (Intel Ivy Bridge) bereits mit PCI-Express 3.0 angebunden werden können, ist die DirectX-Spezifikation 11.1 ein theoretischer Punkt: Zwar sind die Kepler-Chips laut aktuellem Kenntnisstand in der Lage dazu, doch bislang fehlt aktuellen Windows-Betriebssystemen diese Funktion. DirectX 11.1 soll mit Windows 8 debütieren und anschließend auch unter Windows 7 zugänglich sein. Nvidia gibt daher vorsichtig auf der Webseite nur DX11 an.

Kann es sein, dass manche Spiele auf den Fermi Chips besser laufen als auf den Keplern? Mit MechWarrior Online zum Beispiel geht mir das so...
Gruß
Phila
Vielen Dank für diese gute Übersicht im riesigen Chaos. Man könnte zum Beispiel die Karten GFM oder GKM (oder FM/KM) nennen. PCGH ist sich sicherlich bewusst, dass das 1a Engagement in Sachen Verbraucherschutz ist. Also wenn die Kepler-Chips nicht allzu viel teuerer sind. Wenn doch, ist es halb so schlimm in Sachen Preis/Leistung und der Käufer muss sich halt oder leider intensiv informieren.
So eine Übersicht habe ich benötigt!
Da ich in absehbarer Zeit einen Laptop will mit dem ich durchaus gut zocken kann habe ich mir schon einige Gedanken gemacht. Die GT540M wäre mir mit 2GB GDDR3 Speicher zu schwach und eine GTX 670/675 wiederrum zu stark und dementsprechend teuer wird das ganze dann auch. Dabei handelt es sich dann auch noch um ne umgelabelte GTX580M/570M.. Neeee
Laut der Tabelle entpuppt sich die GT650M als eine für meine Anforderungen sehr gute Grafikkarte!
Hoffentlich bietet Dell das XPS15MLK bald mit Ivy und einer solchen Karte an. Zusammen mit einer SSD, Blu-Ray Laufwerk, Full-HD Bildschirm, beleuchteter Tastatur und UMTS wäre das Teil perfekt für mich!
Abwarten
Irgendwie finde ich das extrem durcheinander und kann mir auch ehrlichgesagt nicht wirklich ausmalen wie die Karten Leistungsmäßig drauf sind bzw ob es Sinn machen würde eher zu einer GTX 660M zu greifen weil das FPS/Watt Verhältnis warscheinlich besser ist als das einer GTX 670M.
Naja...aber ist ja bei mobilen Geräten nichts wirklich neues.
wenn man aber ein mittelklasseprodukt auch im lowend und etwas leistungsfähigeren sektor anbringt, können unnmöglich alle mit dem produkt zufrieden sein und werden wohl nicht zuschlagen. ich glaube, dass das nicht viel wirtschaftlicher ist^^