Radeon R9 295 X2 im Test: Wasser, Marsch! Erstmals in der Geschichte setzt ein Grafikkarten-Referenzdesign auf eine Hybridkühlung, welche sich nicht nur Luft-, sondern auch Wasserkraft zunutze macht. Ihr ist es zu verdanken, dass AMD zwei übertaktete 290X-Grafikkarten mit bis zu 560 Watt Leistungsaufnahme vereinen kann. Kostenpunkt: rund 1.300 Euro. PC Games Hardware prüft, ob die Radeon R9 295 X2 diese stolze Summe wert ist.
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Radeon R9 295 X2 im Test: Fazit
Mit der Radeon HD 7990 nahm sich AMD erstmals die Kritik an den lauten Referenzdesigns zu Herzen und lieferte eine Dual-GPU-Grafikkarte mit akzeptabler Lautstärke ab. Die neue Radeon R9 295 X2 folgt dem damals eingeschlagenen Pfad und kann im Gegensatz zur Vorgängerin ihre hohe Leistung fast immer aufrechterhalten. Der Schritt von reiner Luftkühlung zu einer Hybridlösung erweist sich als goldrichtig, um der enormen Abwärme des kompromisslosen Designs Herr zu werden - Asus hat es vor einiger Zeit mit der Ares II vorgemacht. So positiv diese Entwicklung ist, der Preis hat es in sich: Zwar verlangt AMD nicht die 2.999 US-Dollar, mit denen Nvidia die Geforce GTX Titan Z an den Mann bringen möchte, die von AMD aufgerufenen 1.300 Euro schränken den potenziellen Käuferkreis jedoch auf eine überschaubare Zahl ein. Für diese Summe erhalten Sie auch zwei gelungene Herstellerdesigns der Radeon R9 290X (etwa Sapphires Tri-X) und haben anschließend noch genügend Budget für einen Kurztrip nach Hawaii - zumindest für den Hinflug ...
Doch selbst wer das nötige Großgeld für eine Radeon R9 295 X2 investieren möchte, sei gewarnt: Planen Sie am besten noch das Budget für ein neues Netzteil ein. AMD gibt an, dass der Stromwandler 50 Ampere bereitstellen muss, was theoretisch 600 Watt entspricht. Im PCGH-Testlabor gerieten mehrere Netzteile an ihre Grenzen, sobald die R9 295 X2 unter Volllast rechnete. Orientieren Sie sich ruhig an AMDs Empfehlung, einem Bequiet Power Zone mit 1.000 Watt, mit diesem Gerät hatten auch wir keinerlei Probleme. Die PCI-E-Spezifikation, welche pro 8-Pol-Stecker eine maximale Leistungaufnahme von 150 Watt vorsieht, wird in jedem Fall "überfahren". Die damit verbundenen Langzeitwirkungen (Defekte auf Zeit) sind noch nicht abzusehen.
Weitere Messwerte der Radeon R9 295 X2, darunter auch Extrem-Aufbauten mit drei Ultra-HD-Displays und bis zu vier Grafikchips, bereiten wir aktuell für die PCGH 06/2014 vor, welche ab Anfang Mai im Handel liegt.
Update vom 9. April: Wir haben ein Statement vom Hersteller Enermax eingeholt, welches sich der Netzteilproblematik annimmt und sich auch auf die Probleme mit unserem üblichen Test-Netzteil, ein Enermax Platimax mit 850 Watt, bezieht. Das Folgende ist ein Zitat:
Wer hochleistungsfähige Grafikkarten wie die neue AMD Radeon R9 295 X2 oder gar Dual-SLI-Systeme betreibt, muss bei Multi-Rail-Netzteilen die Last unbedingt auf mehrere 12-Volt-Leitungen verteilen. Das Platimax 850 Watt beispielsweise bietet bis zu 30 Ampere auf einer Schiene. Wenn die Grafikkarte nun die Nennleistung um bis zu 20% überzieht (wie im Fall der Radeon R9 295 X2), löst die Überstromsicherung (OCP) aus und das Netzteil schaltet ab. Die sogenannten OCP-Trigger-Range, also der Auslösebereich für die Überstromsicherung, liegt beim Platimax 850 Watt bei 35 bis 45 Ampere. Schließt man die beiden PCI-Stecker der Grafikkarte nun aber an zwei unterschiedlichen 12-Volt-Schienen an, kann das Netzteil ohne Probleme mindestens 60 Ampere liefern. Die Last richtig zu verteilen, ist aber nicht immer ganz einfach, denn die einzelnen Kabelstränge beziehungsweise Buchsen gehören zu unterschiedlichen 12-Volt-Schienen. Bei Enermax-Netzteilen findet man die Angaben zur Aufteilung der Schienen direkt auf dem Netzteil sowie im Benutzerhandbuch. Darüber hinaus stellen wir den Nutzern auf unserer Seite Grafiken bereit, die bei der Einrichtung von Multi-GPU-Konfigurationen helfen. Wer ganz sicher gehen möchte, dass er sein System richtig verkabelt, kann sich auch an unsere kostenlose Servicehotline 0800-363629 wenden.

wenn man High-End kauft und kostet 3500€, dagegen sind die 1300€ rückblickend für diese Dual-GPU ein Schnäppchen gewesen.
Hmm, schön schön. Aber Strom wird ja auch nur gebraucht nach bedarf, musste man doch auch er wehen.
Feine Karte, könnte meine nächste werden, endlich 4K für lau.
Wenn du neben einem Umspannwerk wohnst