Asus Ares II Test: Wie schnell ist die Matrix HD 7970 GHz Edition Platinum im Doppelpack?

AMD Radeon

Asus Ares II Test: Wie schnell ist die Matrix HD 7970 GHz Edition Platinum im Doppelpack?

Raffael Vötter
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06.02.2013 15:03 Uhr
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Neu
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Asus Ares II im Test: Die auf 999 Exemplare limitierte Edel-Grafikkarte vereint zwei Radeon HD 7970 GHz Edition auf einer Platine, bietet auf 1.100/3.300 MHz erhöhte Taktraten sowie einen Hybridkühler mit Luft- und Wasser-Elementen. PC Games Hardware klärt im Test, was die Ares II leistet und welche Belastungen hinsichtlich Verbrauch, Lautstärke & Co. auf Käufer zukommen.

Asus Ares II im Test: Radeon HD 7970 GHz Edition Crossfire in einem Paket (14)Asus Ares II im Test: Radeon HD 7970 GHz Edition Crossfire in einem Paket (14) [Quelle: PC Games Hardware]Schon Ende des Jahres 2011 gewährte AMD einen Ausblick auf die Radeon HD 7990, Codename "New Zealand". Angelehnt an die zweigeteilte Inselgruppe sollte auch die HD 7990 mit zwei Tahiti-Grafikchips die Messlatte weit über die hauseigene HD 7970 setzen. Einst mit "coming soon" beworben, wurde es still um die offizielle Radeon Radeon HD 7990 - die AMD-Partner sind nun am Zug. Nachdem bereits Powercolor, Club 3D und HIS eine Radeon HD 7990 veröffentlichten, ist nun Asus mit der Ares II an der Reihe.

Der taiwanische Hersteller pflegt eine lange Tradition extremer Eigendesigns, welche nun mit der Ares II ihren vorläufigen Höhepunkt feiert. Schon der Name ist eine Kampfansage an die gesamte Konkurrenz, ist er doch dem Kriegsgott der griechischen Mythologie entliehen. Asus begnügt sich nicht damit, die Schlagkraft zweier Radeon HD 7970 GHz Edition (PCGH-Test) auf einer Platine zu vereinen, sondern verdoppelt das hauseigene Single-GPU-Flaggschiff, die Matrix Radeon HD 7970 Platinum (PCGH-Test). Vorige Multi-GPU-Designs und deren hohe Lautheit im Hinterkopf, rundet Asus das Kraftpaket mit einem Hybridkühler ab. Ob all das genügt, um Nvidias Geforce GTX 690 (PCGH-Test) auf Abstand zu halten? PC Games Hardware vergleicht die Ares II nicht nur mit Nvidias Topmodell, sondern auch mit mehreren Crossfire-Lösungen. Dabei nutzen wir selbstverständlich aktuelle Grafiktreiber von AMD (Catalyst 13.2 Beta) und Nvidia (Geforce 313.96 Beta).

Bewegte Bilder sagen mehr als 1.000 Worte: Getreu diesem Motto beginnen wir den Test mit dem Unboxing der Ares II und einem Ausflug in Quad-Crossfire-Gefilde. Was leisten vier Tahiti-XT2-GPUs mit jeweils 1,2 GHz? Das und mehr erfahren Sie in den folgenden Videos:

07:36
Dual GPU Monster Asus Ares 2: Unboxing-Video


03:37
Asus Ares II mit Quad Crossfire im Video: Overclocking und 3DMark-Werte
Für die Verwendung in unseren Foren:

Asus Ares II Test: Spezifikation

Wie bei Powercolors Radeon HD 7990 Devil 13 (PCGH-Test) handelt es sich bei Asus' Ares II um kein offizielles AMD-Produkt, sondern um ein vollständiges Eigendesign. Die riesige Custom-Platine der Ares II verfügt über drei 8-Pol-Strombuchsen, welche inklusive PCI-Express-Slot eine Leistungsaufnahme von 525 Watt erlauben - ein erstes Indiz dafür, dass die Ares II kompromisslos auf hohe Leistung getrimmt wurde. An Bord der rund 30 Zentimeter langen Platine befinden sich zwei Tahiti-XT2-Grafikchips, welche mit der Radeon HD 7970 GHz Edition debütierten. Auf der Ares II arbeitet das Duett mit einem Basistakt von 1.050 MHz und einer Boost-Frequenz auf 1.100 MHz (AMD-Vorgabe: 1.000/1.050 MHz). Der Boost-Status wird solange gehalten, wie es Auslastung und Temperaturen erlauben. Jedem Grafikchip stehen 3 GiByte Speicher zur Verfügung, womit die Ares II insgesamt 6 GiByte VRAM trägt. Letzterer arbeitet mit 3.300 MHz, was gegenüber der Referenz einem Plus von zehn Prozent entspricht und die enorme Transferrate von 316,8 GByte/s (pro GPU) ergibt. Die Spezifikation aktueller High-End-Grafikkarten im Direktvergleich:

Modell Asus Ares IIPowercolor HD 7990 Devil 13Geforce GTX 690 Geforce GTX 680 Radeon HD 7970 GHz Edition
PreisMindestens 1.000 EuroCa. 960 EuroCa. 850 EURCa. 400 EURCa. 320 EUR
Transistoren Grafikchip (Mio.) 2x 4.3132x 4.3132x 3.5403.5404.313
SP/DP-Rechenleistung (GFLOPS) 2x 4.301/1.0752x 3.788/9472x 2.810/2x 1173.090/1294.096/1.024
Pixel-/Texeldurchsatz (Mrd./s) 2x 33,6/134,42x 29,6/118,42x 29,3/2x 117,132,2/128,832,0/128,0
Takt Grafikchip-/Speicher (MHz) 1.050 (Boost: 1.100)/3.300925 (OC: 1.000)/2.750915 (Boost: 1.020)/3.0041.006 (Boost: 1.058)/3.0041.000 (Boost: 1.050)/3.000
Shader-/SIMD-/Textureinheiten 2x 2.048/32/1282x 2.048/32/1282x 1.536/2x 8/2x 128 1.536/8/128 2.048/32/128
Raster-Endstufen (ROPs) 2x 322x 322x 323232
Speicheranbindung (Bit) 2x 3842x 3842x 256256384
Speichertransferrate (GByte/s) 2x 316,82x 2642x 192192288
Übliche Speichermenge 2x 3.072 MiB2x 3.072 MiB2x 2.048 MiB 2.048 MiB 3.072
PCI-E-Stromanschlüsse 3x 8-polig 3x 8-polig 2x 8-polig 2x 6-polig 1x6- & 1x8-polig
TDP laut Hersteller K. Angabe (max. 525 Watt)K. Angabe (max. 525 Watt)300 Watt 195 Watt 210 Watt

Asus Ares II Test: Kühlung und Konnektivität

Das Kühldesign macht sich die Kraft zweier Elemente zu Nutze: Während das reichlich vorhandene Metall auf der Grafikkartenplatine von einem mittig platzierten 80-Millimeter-Axiallüfter gekühlt wird, sitzt auf jedem einzelnen Grafikchip ein kompakter Wasserkühler. Zwei Schläuche führen an der Oberseite der Karte das erwärmte Wasser an einen Single-Radiator, welcher mit maximal zwei 120-Millimeter-Lüftern bestückt werden kann. Zwischen den GPUs sitzt wie von anderen Dual-Radeons bekannt ein PLX-Brückenchip, welcher die Grafikprozessoren koppelt. Jener PEX8747 ist PCI-Express-3.0-tauglich und stellt den Grafikchips damit zur internen Kommunikation die höchstmögliche Transferrate zur Verfügung. Der Brückenchip wird, wie auch der Speicher und die Spannungswandler, von einer massiven Basisplatte bedeckt.

Wer das nötige Großgeld übrig hat, darf zwei Ares II im Quad-Crossfire betreiben, der dafür nötige Konnektor ist an der Oberseite der Ares II vorhanden. Die gewonnene Rechenleistung lässt sich auf bis zu sechs Displays im Eyefinity-Betrieb nutzen: Vier ausgewachsene Displayports und zwei DVI-Ausgänge warten an der Slotblende der Ares II auf ihren Einsatz. Von den DVI-Ports ist standardmäßig nur einer Dual-Link-fähig: Ein kleiner Schalter neben dem Crossfire-Konnektor wechselt bei seinem Kollegen von Single- auf Dual-Link.

Asus Ares II im Test: Radeon HD 7970 GHz Edition Crossfire in einem Paket (7)Asus Ares II im Test: Radeon HD 7970 GHz Edition Crossfire in einem Paket (7) [Quelle: PC Games Hardware]

Asus Ares II Test: Lautheit & Leistungsaufnahme

Lautstärke-Messstand der PC Games HardwareLautstärke-Messstand der PC Games Hardware [Quelle: PC Games Hardware]Wir testen die Ares II wie gehabt im Freiluft-Aufbau. Beachten Sie, dass dies gegenüber einem schlecht belüfteten Gehäuse den Temperaturen klar zuträglich ist. Bedingt durch die geringe Radiatorfläche raten wir Interessenten und Käufern der Ares II dazu, beide Lüfter anzubringen (1x einblasend, 1x absaugend). Anschließend verrichtet das Ares-II-Kühlsystem gute Dienste: Während sich die GPUs beim Spielen knapp über 60 Grad Celsius erwärmen und somit einen Puffer für Overclocking-Versuche haben, erzeugen die drei Lüfter zusammen eine Lautheit von lediglich 2,5 Sone.

Der Axiallüfter auf der Grafikkarte ist maßgeblich für die Geräuschkulisse, er allein ist für 1,4 Sone verantwortlich und lässt sich in OC-Tools sowie dem Catalyst Control Center über die PWM-Stärke regeln. Der Ares-II-Kühler hat nur ein Problem: Im Leerlauf fällt die Lautheit nur unwesentlich geringer aus. Wir messen direkt nach dem Systemstart (inklusive installiertem Treiber) eine Lautheit von 1,6 Sone. Abhängig vom Montageplatz des Radiators und der Gehäusedämmung ist dies klar hörbar und angesichts der GPU-Temperatur um 30 Grad Celsius unnötig laut. Vorsicht beim Übertakten: Der Axiallüfter wird jenseits von 40 Prozent Drehkraft sehr laut und erzeugt ein hochfrequentes Surren.

LautstärkeAsus Ares IIHD 7990 Devil 13GTX 690GTX 590HD 6990GTX 680HD 7970
Leerlauf1,6 Sone1,9 Sone0,8 Sone2,0 Sone1,9 Sone0,9 Sone0,7 Sone
BF: Bad Company 22,5 Sone7,7 Sone4,3 Sone3,7 Sone10,2 Sone3,5 Sone5,7 - 6,1 Sone*
Leistungsaufnahme   
Leerlauf45 Watt48 Watt25 Watt54 Watt42 Watt15 Watt22 Watt
Blu-ray-Wiedergabe97 Watt107 Watt32 Watt62 Watt80 Watt20 Watt50 Watt
Dual-Monitoring89 Watt86 Watt31 Watt103 Watt79 Watt18 Watt43 Watt
BF: Bad Company 2472 Watt362 Watt274 Watt343 Watt328 Watt174 Watt195 Watt

An dieser Stelle wird klar, warum die Ares II über drei 8-Pol-Stromstecker verfügt: Die Leistungsaufnahme unter Volllast bewegt sich nahe der 500-Watt-Marke. Im PCGH VGA-Tool, das auf dem Furmark basiert, messen wir sogar eine Leistungsaufnahme von gigantischen 562 Watt - obwohl die Ares II ihren Basistakt (1.050 MHz) nicht halten kann. Angesichts dieses Verbrauchs muss man Asus ein Lob dafür aussprechen, es nicht erneut mit einem Luftkühler zu versuchen, sondern eine wartungsfreie Wasserkühlung zu installieren. Die Fps/Watt-Bilanz liegt auf dem Niveau der Powercolor Devil 13; beide haben aus Sicht der Effizienz keine Chance gegen Nvidias Geforce GTX 690.

Asus Ares II Test: Multi-GPU-Nebenwirkungen

Treue Leser der PC Games Hardware wissen längst um die Probleme, welche jeder modernen Multi-GPU-Lösung innewohnen. Damit sind weder die hohe Leistungsaufnahme durch die multiplen Grafikchips noch die dadurch entstehende Lautstärke gemeint, sondern Probleme auf Software-Ebene: Damit eine Dual-GPU-Grafikkarte wie Asus' Ares II und Nvidias Geforce GTX 690 ordnungsgemäß funktionieren, muss im Grafiktreiber ein Profil hinterlegt sein. Ein solches stellt sicher, dass die Zusammenarbeit beider Grafikchips stattfindet und beide möglichst gleichmäßig mit Arbeit versorgt werden. Das passiert zum Start eines neuen Spiels oftmals mit einer Verzögerung, verkörpert durch einen neuen Treiber oder ein Profil-Update seitens AMD und Nvidia.

Arbeiten die beiden Pixelschubser erst einmal zusammen, kommt ein größeres Problem zum Vorschein. Was landläufig "Mikroruckeln" genannt wird, beschreibt eine unregelmäßige Ausgabe der einzelnen Bilder (Frames). Die Grafikchips berechnen beim für Multi-GPU-Systeme genutzten Alternate Frame Rendering abwechselnd (alternierend) die anfallenden Bilder. Da der Aufwand pro Frame gerade in hektischen Situationen schwankt, ist es eher Regel denn Ausnahme, dass ein Grafikchip früher fertig ist als sein Kollege. Ohne weitere Maßnahmen geben die GPUs ihre Bilder (annähernd) gleichzeitig aus. Die Folge: Es werden zwei Fps ausgegeben, welche sich aufgrund des engen Zeitfensters anfühlen wie eines. Nun folgt eine Pause bis zum nächsten Bild(pärchen) und das menschliche Auge sieht trotz der auch von Tools bestätigten hohen Bildrate ein Ruckeln. Das Mikroruckeln wurde von PC Games Hardware regelmäßig thematisiert und gemessen, zuletzt in der PCGH 01/2013. Der folgende Vergleich visualiert das Problem (blau = lange Zeit zwischen zwei Einzelbildern):

Frametime-Vergleich
before
after

Nvidia betont seit einiger Zeit, dass man sowohl in der Hard- als auch in der Software Maßnahmen integriert habe, welche der unregelmäßigen Bildausgabe entgegenwirken. Tatsächlich haben wir beim Test der Geforce GTX 690 eine fühl- und messbare Symptomlinderung festgestellt. Das Mikroruckeln ist bei üblichen Bildraten jenseits der 40-Fps-Marke in vielen Spielen relativ dezent. Fällt die Framerate jedoch in den 30er-Bereich, etwa wegen hochwertiger Bildglättung, leidet auch eine Geforce GTX 690 konsequent und störend unter Mikroruckeln.

Asus' Ares II unterstreicht die Vorstellung der alten Radeon HD 6990: AMD hat offensichtlich keine Maßnahmen ergriffen, um das Mikroruckeln zu mindern. Beim Test der Ares II fiel uns in fast jedem Spiel Mikroruckeln auch jenseits von 40 Fps auf, in den meisten Fällen übersteigt das die Ausmaße der GTX 690. Beachten Sie daher unsere Anmerkungen hinsichtlich des Stutterings (Stottern): "slight" bedeutet geringes Mikroruckeln, "moderate" gemäßigtes, aber eindeutig fühlbares Mikroruckeln und "heavy" lässt ernsthafte Zweifel an der ausgegebenen Bildrate aufkommen. Gegen das Problem gehen Sie am besten durch Nutzung einer Solo-GPU vor, alternativ begrenzen Sie die Bildrate mithilfe eines Frame Rate Limiters.

Asus Ares II Test: Spieleleistung

Da Asus' Ares II ein limitiertes Produkt für Grafik-Enthusiasten darstellt, behandeln wir diese Grafikkarte dementsprechend: Die Benchmarks finden allesamt in der Pixel-Königsklasse mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten statt. Wie gehabt testen wir durchweg mit hoher Filterqualität im Grafiktreiber (HQ-AF), mindestens 4x Multisample-AA und in Einzelfällen sogar mit Supersampling (TES V: Skyrim, The Witcher 2). Alle Details zu den PCGH-Benchmarks entnehmen Sie dem Artikel Grafikkarten-Benchmarks 2012/2013: Battlefield 3, Skyrim, Crysis 2, Max Payne 3 und sieben weitere Top-Titel geprüft. Das PCGH-VGA-Testsystem in der Kürze:

• Intel Core i7-3770K @ 4,5 GHz (vier Kerne plus SMT; ohne Turbo)
• MSI Z77A-GD80 (Intel Z77-Chipsatz, SLI- und Crossfire-tauglich)
• 2 x 4 GiByte DDR3-1866; 9-9-9-21-1T
• Corsair HX850 (850 Watt, 80-Plus Silber)
• Geforce 313.96 Beta - HQ
• Catalyst 13.2 Beta 3 - HQ
• Windows 7 Ultimate x64 SP1 inklusive Patches

Die Zahlen vermitteln eindeutig, dass Asus mit der Ares II die derzeit schnellste Grafikkarte erschaffen hat. Skaliert Crossfire am Optimum, liefert die Ares II bis zu zweimal so viele Fps wie eine einzelne Radeon HD 7970 GHz Edition. Die enorme Rohleistung und der große Grafikspeicher machen sich vor allem in extremen Einstellungen bezahlt. Einzig das omnipräsente Mikroruckeln, welches in den meisten Fällen stärker ausgeprägt ist als bei Nvidias SLI-Lösungen (wie der Geforce GTX 690) dämpft den Spaß.

Die starke Kühlung lädt zum Übertakten ein. Unser Testmuster der Ares II stemmt 1.200/3.600 MHz nebst Powertune Limit auf +20 Prozent ohne Murren, womit die Leistung bestenfalls um zehn Prozent ansteigt. 1.250 MHz Kerntakt verweigert das Sample selbst mit 1,3 Volt, lediglich kurze Spielszenen sind stabil möglich.

Ares II OC - Crysis Downsampling

Asus Ares II Test: Fazit

Die Ares II gehört zu den stromdurstigsten Grafikkarten überhaupt, bietet zum Ausgleich jedoch die mit Abstand höchste Spiele- und Rechenleistung - weder andere Radeon-HD-7990-Grafikkarten noch Nvidias Geforce GTX 690 haben eine Chance gegen Asus' Prestige-Grafikkarte. Davon abgesehen: Das bestechende Merkmal der Ares II ist ihr Kühlsystem, das dank Wasserkraft nicht nur niedrige Temperaturen erreicht, sondern - für eine Grafikkarte am Rande des Machbaren - relativ leise arbeitet. Interessenten sollten vor dem Kauf jedoch sicherstellen, dass der Ares-II-Radiator im Gehäuse Platz zum Atmen hat.

Das Mikroruckeln, ein Phänomen das die gefühlte Bildrate senkt, betrifft zwar alle Multi-GPU-Setups, ist bei AMDs Crossfire jedoch (derzeit) ausgeprägter als bei Nvidias SLI. Somit leidet auch die Ares II unter suboptimaler Bildverteilung, sprich: Die Bildrate fühlt sich in nahezu jedem Fall niedriger an, als es die angezeigten Fps-Zahlen suggerieren. Nvidias Geforce GTX 690 leidet zwar ebenfalls an Mikroruckeln, allerdings sind Nvidias Bemühungen dagegen eindeutig mess- und vor allem fühlbar. Solange Sie mit einer Geforce GTX 690 oberhalb von 40 Fps unterwegs sind, ist das AFR-Ruckeln in vielen Spielen gemäßigt - aber nicht abwesend. Fällt die Bildrate in den 30er-Bereich, kapituliert auch Nvidias Frame-Sortierung. Sowohl bei Crossfire als auch bei SLI helfen VSync oder ein szenenabhängiges Framelimit gegen das Mikroruckeln.

Unterm Strich hat Asus mit der Ares II das Beste aus der aktuellen Technologie herausgeholt: Die derzeit schnellste Single-GPU sorgt im Duett für Höchstleistung, die Kühlung ist angemessen stark und relativ leise. Hinzu gesellen sich psychologisch wertvolle Boni wie die Tatsache, dass es bei der Ares II um eine auf 999 Exemplare limitierte Grafikkarte handelt. Somit gilt für die Ares II das gleiche Fazit wie für die Mars II (PCGH-Test): Bei dieser auf 999 Exemplare limitierten Grafikkarte handelt es sich um eine marktreife Machbarkeitsstudie, die nutzbare Technologiespitze, ein Sammlerobjekt mit Praxisnutzen. Die Ares II Grafikkarte ist nicht an "normale" Enthusiasten gerichtet, sondern an all jene, die etwas Extraordinäres besitzen möchten.

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Weder ein Preis noch ein Liefertermin für die Ares II sind derzeit bekannt, Asus schweigt sich aus. Interessenten müssen sich folglich noch eine Weile gedulden und behalten am besten den PCGH-Preisvergleich im Auge, denn dort ist Asus' Ares II bereits aufgeführt - und verfehlt nur knapp die "elitäre" Summe von 1.337 Euro.

ASUS ARES2-6GD5, 2x Radeon HD 7970, 2x 3GB GDDR5, 2x DVI, 4x DisplayPort (90YV03H0-M0NA00)ASUS ARES2-6GD5, 2x Radeon HD 7970, 2x 3GB GDDR5, 2x DVI, 4x DisplayPort (90YV03H0-M0NA00) - Geizhals Preisentwicklung

 
Software-Overclocker(in)
14.02.2013 19:43 Uhr
Wieso fertigt ihr eigentlich solche Tests zu Multi-GPU-System an


Multi-GPU kann man doch gar nicht mit normalen Benchmarks bewerten!

Da müssen Yes/No-Benchmarks her!
Also FPS auf 45/60/90/100/120 limitieren und einfach gucken, welche Games (mit SGSSAA/ Triple-Mon/ 4K-Rendering/ gemoddete Settings) ohne Framedrops geschafft werden können!

Alles andere geht doch total an der Realität vorbei! (die Microruckler würden die Performance zunichte machen)
PCGH-Community-Veteran(in)
11.02.2013 17:10 Uhr
Dann wüßte ich gerne mal, wie es mit Mikrorucklern bei 4 GPUs aussieht.
BIOS-Overclocker(in)
11.02.2013 00:57 Uhr
Soweit ich weiß, kann man folgendes:

- Quad-Crossfire ist immer möglich, egal ob mit zwei Dual-GPU-Karten oder mit 4 Single-GPU-Karten.

- Quad-SLI geht nur mit zwei Dual-GPU-Karten. Wenn man Single-GPU-Karten aus dem grünen Lager verwendet, dann ist bei Triple-SLI Sense.
PCGH-Community-Veteran(in)
10.02.2013 23:35 Uhr
Hab mich in den letzten Tag noch ein wenig zu dem Thema informiert und die Lösung erscheint mir eigentlich ziemlich einfach, da Treiberseitig mit ein paar Zeieln Code zu bewältigen:
Man muß doch die zweite GPU nur dazu zwischen, das Bild genau in der Halbzeit zwischen den beiden Bildern der GPU1 aus zu geben. Nicht perfekt, aber um den Zeitpunkt zu bestimmen, nimmt man die letzten beiden Frames der GPU1.
Also wenn man ein Spiel startet, könnte das wie folgt aussehen:
GPU1---------GPU2-GPU1----------GPU1-----GPU2-----GPU1-----GPU2...
Wie zu sehen ist, liegt das erste Bild der GPU2 so dicht beim zweiten Bild der GPU1, das es nicht wahrgenommen wird. Das erste Bild der GPU1 ist aber schon so lange her, das es zum Mikroruckler kommt.
Da man nun die Zeit kennt, die zwischen Bild 1 und Bild 2 von GPU1 liegt und absehbar ist, das GPU2 nicht rechtzeitig mit seinem zweiten Bild fertig werden würde, um es genau zwischen Bild 2 und Bild 3 von GPU1 ausgeben zu können, läßt GPU2 dieses Bild aus, und beginnt dann rechtzeitig genug mit der Berechnung des nächsten, um (s)ein zweites Bild zwischen Bild 3 und Bild 4 von GPU1 zu liefern. Da permanent der zeitliche Abstand zwischen den Bildern gemessen wird, kann jederzeit angepaßt werden. Aber es bedeutet das man am Anfang zumindest einen heftigen Mikroruckler hat.
Das war zumindest meine Idee.

Dann stieß ich auf Sieg gegen Mikroruckler mit Crossfire? AMD unterstützt offiziell Radeon Pro

Mikroruckler auf Multi-GPU-Systemen sind nicht nur uncool, sondern geradezu ätzend. Während Nvidia mit adaptive VSync bereits eine akzeptable Lösung anbietet, standen Crossfire-Nutzer mit AMD-Karten bisher allein im Regen. Doch nun naht Besserung!
Wie wir in unserem Artikel "Die schnellste Grafikkarte der Welt: HIS 7970 X2, PowerColor 7990 Devil 13 oder EVGA GTX 690?" unlängst berichtet und natürlich auch ausführlich mit Testergebnissen belegt hatten, gestattet es das neue Tool "Radeon Pro" mit Hilfe diverser Tweaks, einen fast idealen Framratenverlauf zu erzeugen. Nach den ersten Tests hatten wir uns zudem bereitst mit dem AMD-Team in Verbindung gesetzt und unsere Ergebnisse übermittelt. Auf unsere damalige Frage hin, ob es seitens AMD einen offiziellen Support für das Tool und die Macher geben wird, bekamen wir nun von einem Insider, der sich mit dem Treiber-Team in Toronto in Verbindung gesetzt hatte, die entsprechende Antwort:We’re very happy with the Radeon Pro tool, and supportive of its developer. We recently donated hardware, game keys and documentation to assist in this project’s continued development.
Das Ergebnis ist wirklich geradezu frappierend, so dass wir die Ergebnisse unseres Tests gern noch einmal auch an dieser Stelle in einem kleinen Auszug wiederholen. Betrachtet man die Frameraten und die von uns gemessenen Zeiten, die jeweils 1 Frame für die Erstellung benötigt, sieht sogar die adaptive VSync von Nvidia reichlich alt aus
Vielleicht sollte PadeonPro daher zukünftig immer zum Test dazugehören?

Außerdem würde mich interessieren, ob die Mikroruckleroder deren AUffälligkeit mit der Anzahl an GPUs nicht abnimmt, denn statistisch wird es immer unwahrscheinlicher, das alle GPUs beinahe zeitgleich ihre Bilder ausgeben, je mehr GPUs beteiligt sind. Was geht eigentlich? SLI mit 3 GPUs und Crossfire mit 4, richtig? Oder kann man auch 4 Ares II zusammenschalten, so das man 8 GPUs nutzt?
PCGH-Community-Veteran(in)
08.02.2013 08:34 Uhr
Zitat aus dem Fazit:
Sowohl bei Crossfire als auch bei SLI helfen VSync oder ein szenenabhängiges Framelimit gegen das Mikroruckeln.
Da hab ich nur eine Frage: Wie stelle ich ein "szenenabhängiges Framelimit" ein?

Ich zwar noch eine zweite Frage, aber die bezieht sich weniger auf den Artikel: Warum schaffte 3Dfx es damals ohne Microruckler und AMD/ATI und NVidia schaffens heute nicht, obwohl NVidia 3Dfx ja aufgekauft hat?
Eigentlich müßte jeder auf AMD/ATI und NVidia rumhacken und sich als 3Dfx-Fanboy outen, denn sogesehen sind AMD/ATI und NVidia einfach gleich schlecht.
Ich glaube, ich sollte meine Voodoo2 wieder hervorzaubern und Glide installieren...

/edit: Ich weiß schon, warum es (technisch) nicht so wie bei 3Dfx funktioniert, ich frage mich aber, warum man nicht andere Wege geht, um das Microruckeln zu vermeiden.

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