Asus Ares im Test: Dual-GPU-Grafikkarte mit bis zu 500 Watt Leistungsaufnahme
Asus Ares im Test: Ein göttlicher Name, zwei vollwertige Cypress-GPUs und drei Stromanschlüsse: Die Asus Ares ist ein wahres 3D-Monster. PC Games Hardware testet den 1.200 Euro teuren Gott unter den Grafikkarten.
Nach Göttern benannte Grafikkarten sind im Portfolio von Asus keine Neuheit: Bereits mit der Mars, einer doppelten Geforce GTX 285 mit insgesamt 4 GiByte Speicher, lieh sich der Hersteller einen Namen aus der Mythologie - Mars ist der römische Kriegsgott. Wenig überraschend schlägt Ares in die gleiche Kerbe, er ist der Sohn des Zeus und der Kriegsgott der Griechen. Die Ares wird in einer knapp 7 Kilogramm schweren Packung geliefert, darin befindet sich ein stählerner Koffer. Neben der Karte selbst enthält dieser eine ROG-Maus, zwei Stromadapter, einen HDMI-auf-DVI-Adapter und einen metallenen Case-Badge .
Quelle: PC Games Hardware
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Asus Ares: Specs
Wie bereits bekannt kombiniert die Ares zwei vollwertige Cypress-Chips auf einer Platine - so weit, so Radeon HD 5970. Im Gegensatz zu AMDs Flaggschiff setzt die Asus-Kreation auf 850/2.400 MHz und entspricht damit theoretisch einer doppelten Radeon HD 5870 - mit 2 GiByte GDDR5 pro GPU. In der Theorie liegt die Ares ergo 17 bis 20 Prozent vor einer Radeon HD 5970.
Quelle: PC Games Hardware
Asus Ares (6)
Asus Ares: Kühlung, Platine sowie Leistungsaufnahme und Lautheit
Ganze 2,16 Kilogramm bei Maßen von 29,3 x 12,0 x 5,1 Zentimetern (L x B x H) bringt die Ares auf die Waage. Die Platine trägt hinten wie vorne eine metallene Platte, auf den beiden Cypress-GPUs und der mittleren Volterra-Wandler-Reihe sitzen massive Kupferblöcke. Die Hitze der Chips leiten je vier wuchtige 8-mm-Heatpipes ab, in der Mitte sitzt ein 92-mm-Axiallüfter. Die beiden 8-Pin- und der einzelne 6-Pin-Anschluss erlauben theoretisch eine Leistungsaufnahme von 450 Watt, Messpunkte das Abgreifen der anliegenden Spannungen.
Im Leerlauf gibt sich die Asus Ares sparsam: Nur 40 Watt entsprechen einer Radeon HD 5970 und liegen unterhalb einer Geforce GTX 480. Im Spielebetrieb mit Race Driver: Grid erreicht die Karte 271 Watt. Dies liegt etwa 100 Watt (!) oberhalb einer Radeon HD 5970 und rund 30 Watt über einer Geforce GTX 480. Unter Volllast (Ozone3D Furmark) stellt die Ares einen neuen Negativrekord auf und überbietet selbst die Mars (474 Watt): Satte 489 Watt Leistungsaufnahme erfordern ein sehr starkes Netzteil - unser Corsair HX850 zeigte sich aber unbeeindruckt.
Die Geräuschkulisse im 2D-Betrieb ist prinzipiell akzeptabel, die Lüftersteuerung der Karte aber wechselt ohne ersichtlichen Grund zwischen 950 und 1.400 U/min - das sind 1,3 bis 2,3 Sone. Race Driver: Grid entlockt der Ares sehr laute 9,5 Sone und der Furmark sogar ohrenbetäubende 12,4 Sone. Immerhin lernte Asus aus den Fehlern bei der Mars, welche sich im Auslieferungszustand nach einigen Minuten aufgrund von Überhitzung herunter taktete. Bei hohen Fps produziert die Asus Ares zudem ein unüberhörbares Zirpen (zweistellige Bildraten) oder Fiepen (drei- und vierstellige Bildraten). Demgegenüber stehen die geringen Temperaturen (nur 77 Grad Celsius im Furmark) - der Lüftersteuerung täte etwas Feintuning gut, zumal die Karte sehr viel Hitze ins Gehäuse abgibt. Die Werte in der Übersicht:
| Lautstärke und Leistungsaufnahme | ||||
|---|---|---|---|---|
| Lautstärke (in Sone): | Geforce GTX 480 | Radeon HD 5870 | Radeon HD 5970 | Asus Ares |
| Leerlauf | 1,1 | 0,5 | 1,1 | 2,3 |
| Race Driver Grid | 4,9 | 3,6 | 5,5 | 9,5 |
| Furmark | 10,1 | 6,4 | 10,5 | 12,4 |
| Leistungsaufnahme (in Watt): | ||||
| Leerlauf | 49,3 | 25 | 45 | 40 |
| Race Driver Grid | 235 | 128 | 164 | 271 |
| Furmark | 304 | 186 | 337 | 489 |
| Temperatur GPU (in Grad Celsius) | ||||
| Leerlauf | 60 | 38 | 51 | 42 |
| Race Driver Grid | 91 | 68 | 80 | 65 |
| Furmark | 96 | 86 | 90 | 77 |
Quelle: PC Games Hardware
Asus Ares (7)
Asus Ares: Benchmarks und Overclocking
Über welches Potenzial die Ares verfügt, veranschaulichen ein halbes Dutzend Spiele-Benchmarks. Hier gilt es zu beachten, dass selbst in 2.560 x 1.600 auch extrem schnelle CPUs zur Bremse werden können (Anno 1404) - auf der anderen Seite aber die 2 GiByte VRAM pro GPU je nach Spiel sehr wichtig sind (Metro 2033 und Warhead). Bad Company 2 dagegen zeigt ein typisches MGPU-Problem: Die Ares kommt aus uns nicht bekannten Gründen kaum mit dem Shooter zurecht und ist deshalb wenig schneller als eine Radeon HD 5870.
Im Übertaktungstest erreichen wir mithilfe des Afterburner 1.6.1 stabile 960/2.700 MHz bei 1,30 Volt (Standard 1,175 Volt) - dies ist nicht mehr, als andere Karten mit Cypress-GPUs auch erreichen. Im 3DMark Vantage schafft die Karte so X17669 statt X14989 Punkte, der GPU-Score steigt um fast 19 Prozent. Einen noch höheren Takt quittiert die Ares mit einer Senkung der Frequenzen auf Standard-Niveau (Throttling) oder einem Freeze.
Asus Ares: Fazit
Die Ares ist ein wuchtiges Sammlerstück mit außergewöhnlicher Kühlung. Diese ist zwar sehr laut, hält die Karte aber auf angenehmen Temperaturen. Zusammen mit den justier- und auslesbaren Spannungen ist die Asus Ares daher insbesondere für Übertakter spannend - normale Zocker sollten sich aufgrund des Preises (rund 1.200 Euro), der Hitzeentwicklung und nicht zuletzt wegen der Multi-GPU-Problematik nach einem anderen Pixelbeschleuniger umsehen.
Weitere Bilder folgen im Laufe des Tages.

MFG XeonKing
Ist einfach nur darauf optimiert, glaube ich