Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

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Radeon RX 570 und 580 Grafikkarten
Quelle: PC Games Hardware

Um den PC-Spielern selbst während eines Mining-Booms einen Zugang zu günstigen Grafikkarten zu sichern, überlegt Radeon-Gaming-Vizepräsident Scott Herkelman, ob AMD nicht selbst als Verkäufer tätig werden soll. Im Gegensatz zu Nvidias Verkauf von Founders-Edition-Karten würde AMD aber Modelle von Boardpartnern wie Sapphire in einem Web-Shop anbieten.

Aufgrund des hohen GPU-Bedarfs durch Crypto-Coin-Minern stiegen die Preise von einigen Grafikkartenmodellen in unerschwingliche - oder zumindest unvernünftige - Höhen, während die Lagerbestände bei den meisten großen Händlern auf Null fielen. Die Lage stabilisiert sich momentan mit langsamer Geschwindigkeit wieder, ein neuer Mining-Boom könnte diese Entwicklung theoretisch in kurzer Zeit wieder rückgängig machen.

Die Webseite PCGamesN hat mit Scott Herkelman, dem Vizepräsidenten von der Radeon-Gaming-Sparte AMDs, über die negativen Auswirkungen von GPU-Mining auf Gamer gesprochen. AMDs Grafikkarten, vor allem die verschiedenen Modelle der Radeon RX 570/580 und der Radeon RX Vega, dienten aufgrund ihrer relativ hohen Compute-Leistung besonders häufig als Schürfknechte, was zu einer schlechten Verfügbarkeit führte. Bei der RX Vega verschärfte die geringe Menge an möglichen Zulieferern für den HBM2-Stapelspeicher die Probleme.

Man sollte deswegen bei AMD erwägen, so Herkelman, ob man nicht Grafikkarten direkt an PC-Spieler verkaufen soll, falls es wieder zu einem globalen Mining-Boom kommt. Nvidia konnte den Preissteigerungen ein wenig besser entgegenwirken, da im eigenen Web-Shop die Grafikkarten in der Founders-Edition mit UVP vertrieben wurden. Der Radeon-Gaming-Vizepräsident habe im vergangen Jahr intensiv nachgedacht, ob AMD sich ähnlich verhalten soll. Er überlegt, ob man direkt die Produkte der Boardpartner wie Asus oder Sapphire verkaufen soll oder diesen dabei helfen soll, selber Online-Shops aufzusetzen, wo die Grafikkarten für einen fairen Preis verkauft werden. Der Hersteller möchte, dass PC-Spieler Zugang zu preislich guten Produkten haben. Durch die Tatsache, dass Herkelman nicht nur Referenzmodelle, sondern gleich verbesserte Produkte der Boardpartner verkaufen will, sollte ein noch höherer Druck auf Händler entstehen, die Preise für Radeon-Grafikkarten nicht künstlich hochzuschrauben.

Quelle: PCGamesN

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

        Mir sind die GPU-Preise erst mal egal.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

        Mir sind die GPU-Preise erst mal egal.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        AW: Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

        Zitat von DKK007
        Ich hab das Warten auf eine günstige Polariskarte aufgegeben und warte jetzt auf Navi.
        LOL, und das ändert jetzt rein praktisch was?
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

        Ich hab das Warten auf eine günstige Polariskarte aufgegeben und warte jetzt auf Navi.
      • Von IronAngel BIOS-Overclocker(in)
        AW: Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

        Zitat von Cleriker
        "Bei AMD ergibt sich allerdings eine gänzlich andere Situation: Hier schafft es AMD seit letztem August (!) nicht, Vega 10 in den ausreichenden Mengen herzustellen – und auch die schon im Sommer 2016 vorgestellten Polaris-Chips sind nach wie vor nicht in wirklich ausreichender Menge in Produktion, wenn jedes Anziehen des Mining-Booms da wochen- und monatelange Lieferschwierigkeiten auslöst. Speziell da AMD nun aber für das Jahr 2018 nicht wirklich neues im Grafikkarten-Bereich in Vorbereitung hat (und wenn, dann nicht so zeitnah wie bei nVidia), ergäbe eine Ausweitung der Chipfertigung kein größeres kalkulatorisches Risiko – was wirklich zu viel sein sollte, wird man (im Gegensatz zu nVidias Pascal-Generation) auch später noch absetzen können. So gesehen ist es arg verwunderlich, das AMD nicht mal endlich versucht, von der einwandfrei vorhandenen hohen Nachfrage entsprechend zu profitieren."

        Ich hätte kein Problem damit mir eine Vega Karte mal sofort einzubauen, sofern sie mal günstiger zu haben wäre. Ob ich sie behalten würde, steht auf einen anderen Blatt, zur Not halt weiter verkaufen.
      • Von Amigo Volt-Modder(in)
        AW: Ethereum & Co.: AMD überlegt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

        Zitat von DKK007
        Noch lässt sich anscheinend genügend verdienen, wenn man günstigen Strom hat.
        Sicher, aber wo soll das hinführen... wir verschwenden und betreiben ein Wettrüsten, einfach krank imho...

        Zitat
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