HD 9970 erst 2014? Tahiti angeblich noch bis Mitte 2014 auf dem Markt
Erst vor wenigen Tagen wurden Gerüchte laut, dass die kommende Grafikkarten-Generation in Form der HD 9970 bereits in Produktion sei. Ein Bericht der schwedischen Webseite Sweclockers offenbart nun einen Widerspruch zu diesen Gerüchten. AMD plane angeblich Tahiti-Grafikkarten noch bis Mitte 2014 weiterlaufen zu lassen.
Lang ist es her seit die AMD Radeon HD 7970 auf den Markt gebracht wurde. Anfang 2012 veröffentlichte AMD die erste Grafikkarte auf Basis der Tahiti-Architektur. Knapp eineinhalb Jahre später fragen sich Presse und Nutzer, wann denn nun endlich die neue Generation an Grafikkarten kommen wird. Die zwischenzeitlich aufgetauchten 8000er-Grafikkarten entpuppten such als brühwarme OEM-Neuauflage, der bekannten 7000er-Serie. Erst zuletzt machte ein Gerücht die Runde, dass die AMD Radeon HD 9970 schon in Produktion sei, was auf eine baldige Veröffentlichung hoffen lies. Dummerweise könnte nun ein Bericht der schwedischen Webseite Sweclockers einen Strich durch die Rechnung machen.
Angeblich wolle AMD noch bis Mitte 2014 an Tahiti-Grafikkarten festhalten. Im Klartext bedeutet dies, dass bis dahin auch keine neue Generation veröffentlicht wird. Die Lebensspanne von Tahiti werde dann über zwei Jahre betragen, was im PC-Hardware-Sektor eine lange Zeit sein kann. Damals startete die Radeon HD 7970 weit über 500 Euro. Mittlerweile ist die mit etwas höheren Taktraten versehene GHz-Edition der HD 7970 ab 350 Euro zu haben.
Hintergrund: HD 9970
Bei der kommenden Desktop-GPU-Generation soll eine neue Architektur zum Einsatz kommen, die auf GCN (Graphics Core Next) aufbaut und in 20-nm-Strukturbreite gefertigt wird. Auch sind schon erste technische Details bekannt, die das GPU-Flagschiff betreffen. So soll demnach der neue High-End-Chip mit 4.096 Stream-Prozessoren aufwarten können (Tahiti verfügte über 2.048 Stream-Prozessoren), welche in 32 Einheiten untergliedert sind. Weiter soll auch die Zahl der Textureinheiten gewachsen sein, welche sich nun im Vergleich zur HD 7970 mit 256 Texture-Units verdoppelt. Der schnelle GDDR5-Speicher soll 4 GiB groß und über ein 512 Bit breiten Bus angebunden sein. Außerdem ist die Anzahl der ROPs auf 64 gewachsen. Jede Compute Unit soll über vier Engines verfügen. Diese Asynchronous Compute Engines sorgen für eine asynchrone Ausführung der Befehle, um die Stream-Prozessoren noch besser auslasten zu können.
Quelle: Sweclockers

, Intel kaschiert die Architektur- und Fertigungsentwicklungszeiten in dem sie beides versetzt einführen), bei Waschmachienen (entgegen obiger Behauptungen) sogar deutlich schlechter (oder hat schon mal jemand (s)eine 5 Jahre alte Waschmachine gegen ein doppelt so leistungsfähiges Modell getauscht?
) und insgesamt sind es wohl eher die Anwendungen/Anwender, die bremsen. Denn es gibt für zu große Teile des Marktes einfach keinen Grund, das bereits vorhandende Produkt auszutauschen. Stattdessen hört man überall "reicht doch noch".
Fairerweise muss man aber sagen: Bei CPUs ist es auch nicht viel besser (AMD gibt APU-Refreshes halt einen neuen Codenamen
Warum braucht man unbedingt Wachstum? Aus einem einzigen Grund: Weil Aktionäre aus einem mir völlig schleierhaften Grund (Gier???) erwarten, dass ein Unternehmen jedes Jahr mehr Gewinn als im Vorjahr macht, was ja die Definition von Wachstum wäre. Aber wozu oder für wen das gut sein sollte, AUßER für die Geldbeutel der Aktionäre ist mir nicht klar....
Mit Aktionären im speziellen hat das nichts zu tun, dass ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. (Fast) Alle wollen immer mehr von (fast) allem, ohne Rücksicht auf Verluste. Das Ergebnis ist eine Situation, in der man weder als Person noch Unternehmen verharren kann, ohne den Anschluss zu verlieren. Auch normal laufende Unternehmen steigern zwar ihre Gewinne, aber nur sehr selten ihre Gewinnspanne. D.h. die zusätzlichen Einnahmen werden von steigenden Preisen der Zulieferer, steigenden Löhnen des Personals, steigenden Investitionen für eine vergleichbar schnelle Entwicklung und einem Angleich der Aktionärs-Ausschüttungen wieder aufgefressen. Und letzterer stabilisiert nur die gehobene Position von Eigentümern gegenüber Arbeiternehmern, aber er verändert den relativen Abstand nicht.
Das kann man zwar (mit durchaus guten Gründen) auch kritisieren - aber bitte nicht hier. Wer grundlegende Kapitalismuskritik äußern möchte, macht dafür bitte einen Thread im passenden Unterforum auf.
Ontopic hier ist:
AMDs kommende Grafikkartengeneration und die Zeit bis dahin.
Wollte ja erstmal auf die neuen AMD-Karten warten, die ja evtl. im Oktober kommen sollen.
Aber bis Q2 2k14 warte ich sicher nicht
Auch wenn das jetzt schon ne ideologische Grundsatzdiskusion wird, würde ich DIR als Kaufmann gerne eine Frage stellen:
Warum braucht man unbedingt Wachstum? Aus einem einzigen Grund: Weil Aktionäre aus einem mir völlig schleierhaften Grund (Gier???) erwarten, dass ein Unternehmen jedes Jahr mehr Gewinn als im Vorjahr macht, was ja die Definition von Wachstum wäre. Aber wozu oder für wen das gut sein sollte, AUßER für die Geldbeutel der Aktionäre ist mir nicht klar....
Angenommen ein Unternehmen wie ABC oder XYZ verkauft im Jahr 100.000.000 bzw. 10.000.000 Einheiten eines Produkts und machen damit einen Gewinn von meinetwegen 5 Milliarden Euro. Die Teile ich auf meine 1000 Aktionäre auf, dann bekommt halt jeder 5.000.000€. Im nächsten Jahr verkaufen beide Unternehmen 10% mehr Ware für 10% mehr Gewinn, dann bekommt jeder Aktionär eben ein paar Euro mehr, das Unternehmen "wächst" alles ist gut. Im nächsten Jahr geht es wieder genauso, alles gut. Dann aber, im dritten Jahr, verkauft das Unternehmen nur noch soviel wie im Vorjahr, durch geänderte Produktionskosten reduziert sich aber der Gewinn um 5%: DAS UNTERNEHMEN STATT AM ABGRUND, KEINE HOFFNUNG MEHR, DIE AKTIE STÜRZT AB, DIE AKTIONÄRE SIND SAUER, DER WERT DES UNTERNEHMENS STÜRZT INS BODENLOSE. Nur Warum? Es wird immer noch mehr verkauft als 2 Jahre vorher, der Gewinn liegt im Vergleich dazu auch noch 15% über dem Wert, mit dem vor 2 Jahren alle glücklich und REICH!!!! geworden sind.
Worauf ich hinaus will: Warum ist die jährliche Steigerung des Gewinns der Indikator für die Gesundheit eines Unternehmens? Wenn ich jedes Jahr die gleiche Menge für gleiche Geld verkaufe, addiert sich jedes Jahr der Gewinn zu dem vom Vorjahr, usw, eigentlich alles Paletti. Ich habe einen stabilen Absatz und jedes Jahr Betrag X übrig, den ich investieren und an meine Aktionäre auszahlen kann. Laut Marktwirtschaft ist es aber schlecht, weil ein paar Leute, die nicht einmal zum Erfolg des Unternehmens beitragen, nicht noch mehr Geld herausbekommen...
Und jetzt mal ganz realistisch gesehen: Wohin geht denn das Wachstum? Wer soll denn die immer mehr produzierten Güter eigentlich kaufen? Weil irgendwann ist erstens eine Sättigung vorhanden und zweitens auch die Kaufkraft der Leute erschöpft bzw schlichtweg der Platz alle. Wenn da nämlich 5 Autos zwischen 100 CPUs und 70 Waschmaschinen stehen, ist erstens der Eigentümer völlig überschuldet und kann zweitens trotzdem nur mit einem Auto gleichzeitig fahren und Platz hat er in seinen 3 Villen, ja auch die Baubranche muss wachsen!!!! auch keinen mehr. Dann kauft er nix mehr, anderen gehts genauso >>>> Die Unternehmen sind am Abgrund, weil kein Wachstum mehr vorhanden ist.
Findet den Fehler im System...
Einsparungen werden gemacht, wenn sich eben NUR noch die gleiche Menge an Produkt verkaufen lässt, aber der Gewinn nicht steigt. Diese Idee mit der jährlichen Gewinnsteigerung ist genauso dämlich wie des Kommunismus, nur dass sich da eben etwas eher gezeigt hat, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. Und so wirds mit dieser Einstellung auch dem Kapitalismus irgendwann ergehen, siehe vorheriger Absatz...
BTW Einsparungen: Unser Werkleiter traut sich im dunkeln nicht mehr übern Hof, weil trotz permanenter Gewinnsteigerung muss unser Unternehmen noch mehr wachsen und das wird gerade auf den Schultern des Personals ausgetragen...Weil mit noch weniger Leuten noch mehr schaffen und die nächste Personalkürzung wird schon "geprüft"...
Toller Plan...
AMD Volcanic Islands "Hawaii" GPU Confirmed Through AMD's Training Course Website
Selbst die toxischen Papiere, die teilweise Ursache der letzten Wirtschaftskrise waren, werden fröhlich weiter verkauft.
Infineon und AMD sollte man differenziert betrachten, besonders weil AMD deutlich größer ist.
AMD ist eher vergleichbar mit Intel. Und Intel wird aktuell auch von der Stagnation im PC-Bereich getroffen:
Haswell-Prozessoren: OEM-CPUs wegen zu geringer Nachfrage im Einzelhandel
Für alle ist der einzige Weg permanentes Wachstum, oder man muss schmerzhafte Einsparungen machen.
Wie geschrieben, dass ist eher eine Systemfrage als ein individuelles Problem.
Ich bin Kaufmann im EH, braune und weiße Ware. Dort haben wir eigentlich Produktzyklen von 12 Monaten, die haben sich auch bewährt.
Dadurch wird immer wieder ein Anreiz beim Kunden ausgelöst regelmäßig neu zu kaufen.
Genau das fehlt bei den dGPUs wenn wir eigentlich 24 Monatszyklen haben, einen Refresh jetzt nicht mit eingerechnet, der aktuell bei AMD auch fehlt.