Fractal Design Define C: Das neue Modell der Define-Serie im Test
Mit dem Define C erweitert Fractal Design das Portfolio mit einem kompakten sowie gedämmten Midi-Tower, der mit einer gemeinsamen Kammer für das Netzteil und Laufwerke sowie einer Befestigung für drei SSDs/2,5-Zoll-HDD auf der Rückseite der Mainboard-Halterung interessante Ausstattungsmerkmale auf Lager hat. Doch wie steht es mit der Kühlung und der Geräuschkulisse der mitgelieferten Lüfter? Das klärt unser ausführlicher Test.
Auf dieser Seite
- 1 Fractal Design Define C - durchschnittliche Ausstattung trotz Besonderheiten
- 2 Fractal Design Define C - problemfreier Hardware-Einbau trotz kompaktem Innenraum
- 3 Fractal Design Define C - Luft- und Wasserkühlung möglich
- 4 Fractal Design Define C - tolle Leistung mit sehr leiser und sehr guter Kühlung
- 5 Fractal Design Define C - gelungene Synthese aus zweckmäßiger Ausstattung und sehr guter Leistung
In der Define-Serie des schwedischen Herstellers Fractal Design finden sich sowohl kleine, Micro-ATX/Mini-ITX-kompatible Hardware-Behausungen als auch Gehäuse im Midi- und Big-Tower-Format. Ein bei den PCGH-Lesern immer noch sehr beliebtes Modell ist beispielsweise das schon seit Ende November 2015 verfügbare und von uns hier getestete Fractal Design Define R5, welches eine umfangreiche, funktionale Ausstattung mit einer guten Kühlung bei niedriger Lautheit (2,5/2,7 Sone bei 12 Volt) kombiniert. Ein deutlich kleinerer Vertreter der Define-Reihe ist dagegen das von uns ebenfalls schon vor rund vier Monaten ins Testlabor zitierte Fractal Design Nano S. Auch der kleine Bruder des Fractal Design Define S machte im Test mit einem funktionalen Innenraum-Design, viel Platz für Lüfter oder Radiatoren sowie einer durch die Dämmung bedingten geringe Geräuschkulisse auf sich aufmerksam. Mit dem brandneuen, ab heute erhältlichen Fractal Design Define C präsentiert man jetzt eine Neuentwicklung, die einerseits deutlich kompakter ausfällt als das Midi-Modell Define R5/Define S, denn es passen nur reguläre ATX-Platinen hinein. Andererseits hat man sich bei der Innenraumgestaltung von dem erstmalig zum Einsatz kommenden Kombi-Kammer für Netzteile und Laufwerke abgesehen sichtbar vom Define Nano S inspirieren lassen. Ob dieses Konzept aufgeht und Fractal Design mit dem jüngsten Zuwachs der Define-Serie wieder ein Gehäuse auf den Markt bringt, das über innovative Features verfügt und! die Hardware sehr gut und vor allem geräuschlos kühlt, ermittelt unser Test.
Fractal Design Define C - durchschnittliche Ausstattung trotz Besonderheiten
Quelle: PC Games Hardware
Fractal Design Define C: das neue Modell der Define-Serie im Test (1)
Die erste Besonderheit, die man in dem mit rund 37 Litern kompakt geratenen Innenraum des Fractal Design Define C entdeckt, ist eine Kammer, die sich am Boden des lediglich mit regulären ATX-Mainboards bestückbaren Gehäuses befindet. Anders als bei vielen anderen Midi-Towern wird unter dieser Abdeckung jedoch nicht nur das Netzteil montiert, es ist dort auch ein Festplattenkäfig zu finden, der zwei 3,5/2,5-Zoll-Laufwerke aufnimmt, die dank einer dicken Gummihalterung sehr gut entkoppelt werden. Wer diese, ausbaubare und alternativ gegen einen 120-mm-Lüfter austauschbare Halterung nicht nutzen möchte, findet auf der Rückseite der Mainboard-Halterung eine weitere Befestigung für drei 2,5-Zoll-Laufwerke, die ebenfalls entfernbar ist. Gerade letztgenannte Konstruktion sorgt dafür, dass man trotz des begrenzten Platzes ins Fractal Design Define C eine Vielzahl von Lüftern aber auch Wakü-Radiatoren einbauen kann.
Fractal Design Define C: Deckelkonstruktion im Detail
Die nächste Besonderheit ist die Deckelkonstruktion des Fractal Design Define C, die in ähnlicher Form auch beim Defiine (Nano) S und Define R5 zu finden ist. Wer hier zwei 140/120-mm-Lüfter oder einen 240 mm Radiator einbauen möchte kann die Deckelplatte aus Kunststoff entfernen, damit hier ein Luftaustausch stattfindet. Der dafür bestens geeignete magnetische Staubfilter wird mitgeliefert, ein ausziehbarer Staubschutz am Boden sowie ein abnehmbares Modell für die Front befinden sich ebenfalls im Lieferumfang. Die weitere Ausstattung entspricht mit einem Kabelführungssystem inklusive Klettverschlüssen, einem verschiebbarer Hecklüfter, großzügigen Aussparung für Kabeldurchführungen sowie zwei USB-3.0- und Audio-Anschlüssen allerdings dem Standard, den man bei einem Midi-Tower der Preisklasse um 100 Euro erwartet. Da aber beispielsweise Dinge wie ein Montageplatz für ein 5,25-Zoll-(Slim-)Laufwerk, eine Lüftersteuerung (manuell oder per PMW), ein SATA-Hot-Swap-System, ein externes HDD-Dock oder ein Mainboard-Schlitten fehlen, liegt die Wertungsnote für die Ausstattung nur bei 2,93.
Fractal Design Define C: Laufwerkshalterung im Detail
Fractal Design Define C - problemfreier Hardware-Einbau trotz kompaktem Innenraum
Quelle: PC Games Hardware
Fractal Design Define C: das neue Modell der Define-Serie im Test (3)
Wie bereits erwähnt beträgt das Innenraumvolumen des Fractal Design Define nur rund 37 Liter, trotzdem gibt es beim Einbau der Hardware und Lüfter respektive Radiatoren von (Kompakt)Wasserkühlungen kaum Problem. Einzig Platinen im Extended-ATX- oder XL-ATX-Format passen nicht ins Innere des Gehäuses, da diese entweder die Kabeldurchführungen blockieren respektive an die Kammer am unteren Ende stoßen. Für Grafikarten und Turmkühler gibt es zwar auch Längen- respektive Höheneinschränkungen, die fallen allerdings mit 335 mm für die GPU ohne Frontlüfter (315 mm mit Frontlüfter) und 168 mm (Version mit Fenster) für den Kühler großzügig aus. So können nur sehr lange und mit speziellen, wuchtigen Kühlkonstruktionen ausgestattetet 3D-Beschleuniger Ärger machen könnten. Eine weitere Erleichterung beim Einbau von Komponenten bringen die optimal platzierten Kabeldurchlässe sowie die Befestigung der Strippen mithilfe der Klettverschlüsse des Kabelführungssystems. Dazu kommt das oben beschriebene Innenraumdesign bei den viel Platz zur Verfügung steht, weil die Laufwerkshalterungen in der Netzteilkammer verschwinden und eine weitere Laufwerksbefestigung in der Aussparung auf der Rückseite des7 14Mainboard-Trays angebracht ist. Scharfe Kanten oder Schnitzer bei der Fertigung konnten wir ebenfalls nicht entdecken, lediglich die Verwindungssteifheit ist nicht optimal.
Fractal Design Define C - Luft- und Wasserkühlung möglich
Quelle: PC Games Hardware
Fractal Design Define C: das neue Modell der Define-Serie im Test (4)
Selbst wenn der Deckel des Fractal Design C geschlossen bleibt, sodass die möglichen Montageplatze für zwei 140/120-mm-Lüfter respektive einen 240/120-mm-Radiator nicht zur Verfügung stehen, kann man in dem kompakten Midi-Tower noch vier Lüfter unterbringen. Dabei wird der 120-mm-Hecklüfter mitgeliefert, einer von zwei möglichen 120-mm-Modellen ist ebenfalls schon an der Front vormontiert. Alternativ lassen sich an der Innenseite der gedämmten Front mit ihren seitlichen Lufteinlässe zwei 140-mm-Propeller oder ein 280/240-mm-Radiator anbringen. Bei Verzicht auf die Festplattenhalterung in der Netzteilkammer kann man anstelle des 120-mm-Lüfters auch einen Wärmtauscher mit 360 mm Länge anbringen. Die Alternativlösung zum Hecklüfter wäre beispielsweise ein 120-mm-Radiator einer Kompaktwasserkühlung. Hier sollte man aber den Deckel auf jeden Fall mit zwei Propellern bestücken, die zusätzlich zu den Frontlüftern ausreichend Frischluft ins Innere des Define C blasen.
Fractal Design Define C - tolle Leistung mit sehr leiser und sehr guter Kühlung
Unsere Skepsis dass Fractal Design dem Define C mit je einem 120-mm-Lüfter im Heck sowie an der Front zu wenig Propeller für eine sehr gute Kühlung mitgibt, ist nach den Temperaturmessungen überhaupt nicht gerechtfertigt. Wie immer heizen wir unsere Testhardware (Core i7-4790, Evga Geforce GTX 1060 Superclocked mit 56 % Lüfterdrehzahl, 8 GiByte DDR3-1600-RAM, Thermalright AXP-100 mit Standard-Lüftersteuerung und Seasonic Platinum Fanless 400 Watt) mithilfe eines Witcher-3-Savegames (UHD, maximale Details außer Hairworks) über eine Stunde bei Raumtemperatur auf - der Deckel bleibt dabei geschlossen. Obwohl der Innenraum des Define C nicht übermäßig groß ausfällt und nur je ein Propeller für die Frischluftzufuhr respektive die Abfuhr verbrauchter Luft zuständig ist, fallen die Temperaturen von CPU und GPU mit 65° C und 68° C sehr niedrig aus. Letztgenanntes gilt auch für die gemessenen Temperaturen an den CPU-Spannungswandlern (49° C) sowie im Innenraum (33 ° C).
Wer allerdings glaubt die sehr guten Kühlungswerte werden durch eine hohe Lüfterlautheit erkauft, liegt erneut falsch. Beim Define C verrichtet die Gehäusedämmung ihren Dienst mit Bravour, das ist das eindeutige Ergebnis unserer Lautheitsmessung mit 12 Volt und 5 Volt Lüfterspannung in einem Abstand von 50 Zentimetern (frontal/schräg vorne im 45-Grad-Winkel). Bereits bei voller Drehzahl (12 Volt) beträgt die Lautheit nur 1,7/1,9 Sone. Bei der Spannungsreduktion der Lüfter auf 5 Volt sind sogar nur 1,1 Sone zu hören, das ist sehr leise und kann fast nur noch durch ein passiv gekühlte Hardware-Gehäuse-Kombination geschlagen werden. Wer sich für den Kauf des Fractal Desgin Define C entscheidet braucht nur dann wirklich Lüfter zukaufen oder eine WaKü nutzen, wenn CPU und GPU stark übertaktet sind oder sehr leistungsstarke High-Komponenten zum Einsatz kommen.
Bildergalerie
Fractal Design Define C - gelungene Synthese aus zweckmäßiger Ausstattung und sehr guter Leistung
Die Kritik, dass die Ausstattung des Fractal Design Define C zwar funktional aber längst nicht optimal ist, entkräftet der Midi-Tower mit einer sehr guten Kühlung bei einer sehr angenehmen Betriebslautstärke. Da die Ausstattung in unserem Wertungsschema nur 20 Prozent, die Leistung jedoch mit 60 Prozent gewertet wird, verdient sich das Fractal Design Define C die Eins vorm Komma und somit eine Gesamtnote von "sehr gut minus" (1,51, siehe Testtabelle unten). Da dieses empfehlenswerte Produkt auch noch für unter 100 Euro zu haben ist, hat es sich auch unseren Preis-Leistungs-Tipp verdient. Wer ein solide ausgestattetes, Gehäuse mit kompaktem Innenraum und Top-Leistung sucht, ist hier genau richtig.
| Gehäuse | Define C |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Fractal Design (www.fractal-design.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | Noch nicht gelistet |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis (getestete Version) | Ca. € 95,-/gut bis sehr gut (Seitenfenster, Dämmung) |
| Version ohne Fenster/mit Dammung | Ca. € 90,-/nicht vorhanden |
| Ausstattung (20 %) | 2,93 |
| Plätze für Laufwerke | 2 x 3,5/2,5 Zoll, 3 x 2,5 Zoll |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Sieben |
| Handbuch | Sehr ausführlich |
| Lüfterplätze | Deckel: 2 x 140/120 mm, Front: 2 x 140 oder 3 x 120 mm, Heck: 1x 120 mm, Seite: -, Boden: 1 x 120 mm |
| Vorhandene Lüfter | 1 x 120 mm (Front), 1 x 120 mm (Heck) |
| Frontanschlüsse | 2 x USB 3.0, Audio |
| Besonderheiten | Dämmung enthalten, Seitenfenster, SSD-Montage auf Rückseite der Mainboard-Halterung, magnetischer Staubschutz für den Deckel, Kammer für Netzteil und 3,5/2,5-Zoll-Laufwerke, Staubschutz Front mit Druckmechanismus, Staubschutz am Boden, Kabeführungssystem (Klettverschlüsse) |
| Eigenschaften (20 %) | 1,76 |
| Material (nicht gewertet) | Stahl und Kunststoff |
| Gewicht (Lieferumfang) | 9,5 kg |
| Abmessungen (H x B x T) | 44,0 x 21,0 x 39,9 cm |
| Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler | 33,5/16,8 cm |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten | |
| /Verwindungssteifheit | Gut/sehr gut/gut |
| Zusammenbau * | Gut (Viel Platz auch für den Radiator-Einbau, da die drei 2,5-Zoll-Laufwerke auf der Rückseite der Platinenhalterung montiert werden. HDD-Käfig befindet sich in der Netzteilkammer) |
| Besonderheiten beim Zusammenbau | Laufwerkshalterung auf der Rückseite demontierbar, Hecklüfter für WaKü verschiebbar, Aussparung hinter dem Sockel, Aussparung für Kabeldurchführungen, Kabelmangement auf der Rückseite, sehr gute Entkoppelung der HDDs |
| Praxisprobleme | Keine Probleme |
| Kompatibilitätstest | Extended und XL-ATX passen nicht |
| Leistung (60 %) | 1,00 |
| Temperatur CPU/GPU | 65/68 Grad Celsius |
| Temperatur HDD/CPU-Spannungswandler/Innenraum Gehäuse | 35,5/49,0/33,0 Grad Celsius |
| Lautheit der Lüfter 12 V/Lüftersteuerung max. frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) | 1,7/1,9 Sonne |
| Lautheit der Lüfter 5 V/Lüftersteuerung min. frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) | 1,0/1,1 Sone |
| FAZIT | 1,51 |
| + Sehr niedrige Temperaturen von CPU/GPU/Wandler | |
| + Lautheit der Lüfter bei 12/5 Volt | |
| + Ausstattung: keine Lüftersteuerung/Nur Standard ATX-Platine |


Aber der Standard 120´er Lüfter ist vernietet. Der mußte den rausbohren. Eigentlich ein Unding für ein Gehäuse in der Preisklasse. Vor allem wenn man die Option anbietet das andere Lüfter verbaut werden können.
Ansonsten sieht es schick und edel aus. Wenn ich den Rechner habe werde ich noch später Feedback geben wie es mir sonst so gefällt.
Edit: Die Temperaturen könnten besser sein. Gut das ich vorne 2*140´er Lüfter verbaut habe sonst wären die nämlich noch höher.
Alles in allem gefällt mir aber wie immer die Schlichtheit und das minimalistische Design von Fractal
Edit: Naja so laut wie 1,1 Sone nun sind... ob nun gedämmt der Wert oder nicht
Alles in allem nichts, was man nicht schon mal gesehen hätte.
Auch wenn der Test gut verfasst ist, so hat das Case auf mich leider null Anziehungskraft.