Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt

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Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt (7)
Quelle: PC Games Hardware

Monsterlabo ist ein Startup, das größtenteils aus ehemaligen Calyos-Mitarbeitern besteht. Das erste Produkt wurde im Rahmen der Computex 2018 ausgestellt: Das The First. Es hat einen großen Aluminiumkühlkörper, der über Heatpipes mit der CPU und der GPU verbunden wird und so bis zu 200 Watt komplett passiv abführen kann. Das reicht für einen Coffee-Lake-S-Sechs- oder Ryzen-Achtkerner und eine Geforce GTX 1060.

Vergangenes Jahr sorgte der belgische Hersteller Calyos für Schlagzeilen, als er das NSG S0 ankündigte. Das Gehäuse brachte das Konzept der passiven Hardware-Kühlung von dem HTPC- in den High-End-Bereich, indem große Kühlkörper statt nur die Gehäuseaußenwände mit dem Prozessor und der Grafikkarte verbunden wurden. Unter anderem der leitende Entwickler hat inzwischen unter Monsterlabo sein eigenes Startup gegründet und auf der Computex 2018 am Stand von Seasonic sein Erstlingswerk vorgestellt.

Das The First nutzt ein ähnliches Prinzip, fällt mit Ausmaßen von 200 × 400 × 200 mm (B×H×T) und einem Volumen von 16 Litern aber deutlich kompakter aus als das NSG S0. Das Gewicht beläuft sich auf 10 kg. Das The First ist in drei ineinander übergehende Ebenen aufgeteilt: In der untersten sitzen das Netzteil (ATX, SFX, SFX-L), eine 3,5-Zoll-Festplatte und bis zu drei 2,5-Zoll-Laufwerke. Darüber wird ein Mini-ITX-Mainboard an einer Seite montiert, sodass der PEG-PCI-Express-x16-Steckplatz vertikal sitzt. Die Grafikkarte (max. 27 cm) wird mit der GPU zur benachbarten Seitenwand schauend ohne Riser-Kabel eingesteckt. Jeweils sechs Heatpipes führen die Abwärme der GPU und der CPU zum großen Aluminiumkühlkörper ab (Die Technik mit Kapillaren gibt es hier nicht.

Der Radiator ist oben offen, damit die erwärmte Luft nach dem Kaminprinzip herausströmen kann. Die Lamellen sind dazu extra breit gefächert. Der Hersteller überlegt, größere Standfüße anzubringen, um die Luftzufuhr von unten zu verbessern. Passiv soll das The First eine Abwärme von insgesamt 200 Watt abführen können, wobei das vor allem bei Passivgehäusen immer auch von der Umgebungstemperatur abhängt. Bei der Grafikkarte sei laut Monsterlabo eine Geforce GTX 1060/6G drin, beim Prozessor müsste noch ein Core i7-8700K aus Intels Coffee-Lake-S-Familie oder ein Ryzen 7 2700 beziehungsweise Ryzen 5 2600X ins thermische Budget passen, wenn das Mainboard die TDPs nicht überreizt - der Ryzen 7 2700X mit einer GTX 1060 könnte schon zu viel des Guten sein. Wer die Kühlleistung auf 300 Watt verbessern möchte, kann unter dem Kühlkörper einen langsam drehenden 120 oder 140 mm großen Lüfter anbringen.

Die Halterungssysteme sind universal ausgelegt, sodass eine breite Anzahl an verschiedenen Modellen passen soll. Für kommende Generationen sollen gegebenenfalls Upgrade-Kits angeboten werden. Einen konkreten Veröffentlichungstermin und einen Preis gibt es aktuell noch nicht.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt

        Das Gehäuse ist vor allem für voll-passive PCs konzipiert. Da gibt es dann auch keinen Netzteillüfter.
        Allerdings fordern Hersteller von Passiv-Netzteilen die Montage mit nach oben gerichteter Öffnung, nicht um 90° gedreht und die Grafikkarten-Spannungswandler tun mir jetzt schon leid.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt

        Das Gehäuse ist vor allem für voll-passive PCs konzipiert. Da gibt es dann auch keinen Netzteillüfter.
        Allerdings fordern Hersteller von Passiv-Netzteilen die Montage mit nach oben gerichteter Öffnung, nicht um 90° gedreht und die Grafikkarten-Spannungswandler tun mir jetzt schon leid.
      • Von Kitsune-Senpai Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt

        Interessante Konzept - aber besser wäre, statt dem extra Gehäuselüfter, das Netzteil so auszurichten, das es mit seinem Lüfter den Geäuselüfter ersetzt.

        Vorallem, da der Gehäuselüfter praktisch direkt auf dem Gehäuse des Netzteils aufliegt & so nur miserabel Frischluft bekommt.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        AW: Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt

        Wäre dann die Frage,

        denn eine GTX1070 FE bei der der Chip über das Gehäuse gekühlt wird, hat nur eine TDP von 115W ohne Board, Speichercontroller usw.. Damit müsste ja noch ein I7, oder R7 gehen.

        Selbst eine GTX1080 müsste mit einer 65W CPU und leichtem undervolting gepaart werden können. Da der Chip nur 150W hat.

        Also, ab einen I7 8700 @UV, oder einen R7 2700@UV rein, dazu eine GTX1080FE@UV und fertig wäre der potente Passivrechner. Aber wofür...
        Dann lieber ein Dr. Zaber Sentry, oder ein DAN A4 mit optimierter Hardware, bietet mehr Leistung und ist kompakter.
      • Von Evandure PC-Selbstbauer(in)
        AW: Monsterlabo The First: Gehäuse mit Passivkühlung für bis zu 200 Watt

        Man kann auch mit einem Intel boxed Kühler 500W abführen. Die Frage ist nur bei welchem Δϑ.
        Die Aussage mit den 200W finde ich ohne Temperaturangaben also recht sinnlos.
        Edit: klar, über Erfahrungswerte kann man dann ca. abschätzen welche Hardware möglich ist. Wurde ja im Artikel auch gemacht.
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