Xbox One Elite Controller im Test: Was kann das edle Eingabegerät?
150 Euro, den halben Preis einer Xbox One ruft Microsoft für den Xbox One Elite Controller auf und spendiert ihm nicht nur eine edle Optik und hochwertige Haptik. Die Luxusvariante des Xbox-One-Standard-Gamepads hat auch viel Extraausstattung zu bieten. PCGH testet, ob der Elite Controller den Spielspaß am PC wirklich veredelt und ob er den direkten Konkurrenten, das Razer Wildcat, hinter sich lässt?
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Mit dem Erfolg hatte Microsoft nicht gerechnet. Kaum hatte man mit der Auslieferung des eigentlich für eine Nische an Hardcore- und Pro-Spielern konzipierten Xbox One Elite Controller an Vorbesteller begonnen, war der Luxus-Controller bereits ausverkauft. Obwohl der Ersatz für den Standardcontroller der Xbox One mit stolzen 150 Euro zu Buche schlägt - die Konsole kostet gerade einmal das Doppelte - scheinen sich Konsolen- und PC-Spieler einiges von dem Gerät zu versprechen. Einerseits wirkt der Xbox One Elite Controller mit seiner sanft mattierten Kunststoff-Oberschale, der Anti-Rutsch-Gummierung an der Unterseite sowie der Metall-Optik der Bumper- und Trigger-Tasten äußerst edel und besonders hochwertig. Andererseits bestückt ihn Microsoft mit einer teils einmaligen und selbst beim direkten Konkurrenten, dem Razer Wildcat, nicht zu findenden Sonderausstattung, von der sich die Käufer eine bessere und optimierte Spielsteuerung, gerade bei Shootern oder Rennspielen, versprechen. Ob das 150-Euro-Luxus-Gamepad diese hohen Erwartungen wirklich erfüllen kann und ob sich Microsoft mit dem Elite die Controller-Krone vor dem gleich teuren Razer Wildcat sichern kann, erfahren Sie im nun folgenden Test.
Xbox One Elite Controller im Test: Viel Ausstattung für höchste Modularität
Quelle: PC Games Hardware
Microsoft Xbox one Elite Controller: Was kann das edle Eingabegerät? (1)
Schon beim ersten Öffnen des Kartons, mit dem der Xbox One Elite Controller geliefert wird, stellt man fest, dass es sich hier um ein Eingabegerät der Luxusklasse handelt. Wie das Razer Wildcat liefert auch Microsoft den Elite Controller mit einer keinesfalls billig wirkenden Transporttasche aus. Nimmt man das Edel-Gamepad mit der matten, nur leicht angerauten Oberseite sowie den gummierten Griffhörnern das erste Mal aus der Box, stellt man fest, dass dessen Grundform dem normalen Xbox-One-Eingabegerät entspricht. Mit zwei Analog-Sticks, einer Steuerwanne, je zwei Schultertasten (Bumper) und Trigger sowie sieben weiteren Knöpfen auf der Oberschale ist auch die Grundausstattung des Standard-Controllers vorhanden. Dreht man den Elite allerdings oder wirft einen zweiten genaueren Blick in die Transportbox, entdeckt man genau die Features, die das Gerät zu etwas Besonderem machen und die teils weder beim Razer Wilcat noch einem anderen Gamepad in dieser Form zu finden sind.
Da wären zuerst einmal die verschieden langen Tumbsticks aus Gussmetall, die dank Magnetmechanismus einfach, zur Not sogar mitten im Spiel, gewechselt werden können und von denen ein Paar über eine konvexe statt konkave Daumenauflage verfügt. Der Spieler kann also die Länge der Steuerknüppel nach eigenem Gusto und in Abhängig von der Art des Spiels frei wählen. Da Modularität respektive das Anpassen vieler Bedienelemente an die eigenen Vorzüge beim Xbox One Elite Controller generell sehr groß geschrieben wird, lässt sich das ebenfalls magnetisch haftende und konkav geformte Digitalkreuz auch gegen eine Standardvariante austauschen. Diese Luxusausstattung ist auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal des Geräts, denn der Wechsel von Steuerkreuz und Analog-Sticks ist selbst beim schärfsten Konkurrenten, dem Razer Wildcat, nicht möglich. Auf der Rückseite des Gamepads findet man weitere Extras, welche die Modularität des Elite Controllers unterstreichen. Zum einen befinden sich dort kleine grüne Schiebeschalter mit denen sich, ähnlich wie bei Razer Wildcat, der Hub der Trigger-Tasten verkürzen lässt, um beispielsweise bei Shootern schneller den Waffenabzug zu betätigen. Zum anderen verfügt das Eingabegerät über vier "Pedale", die mit den Mittel- und Ringfinger bedient werden und auf die sich mittels der umfangreichen App (mehr dazu später) ansonsten schwer erreichbare Tasten legen lassen. Auch hier hat der Spieler die Wahl, ob er alle vier der sehr direkt reagierenden Metallschalter nutzen möchte oder lediglich das lange oder kurze Pedalpaar zum Einsatz kommt.
Microsoft Xbox One Elite Controller: Ober- und Unterseite
Passend zur Möglichkeit, diese Sondertasten, aber auch alle anderen Knöpfe per Anwendung nach eigenem Gusto belegen zu können, verfügt der Elite über einen Speicher für zwei Profile sowie einen Schiebschalter auf der Oberseite zum Wechsel zwischen den beiden Voreinstellungen. Zwei AA- Batterien sowie ein stoffummanteltes, ca. 2,50 Meter langes Kabel runden die exzellent und sehr funktionale Ausstattung des Elite Controllers ab. In der Summe der Features hat Microsofts Edel-Gamepad hier bei gleichem Preis klar mehr zu bieten als der Razer Wildcat.
Xbox One Elite Controller im Test: Sehr gut konfigurierbarer Handschmeichler
Quelle: PC Games Hardware
Microsoft Xbox one Elite Controller: Was kann das edle Eingabegerät? (11)
Obwohl Microsoft die Grundform des Standard-Controllers bei der Edel-Variante übernimmt, fällt dessen Ergonomie noch besser aus. Das liegt einerseits an der matten und fein angerauten Oberseite, die sich auch bei leicht verschwitzten Fingern noch sehr griffig anfühlt. Andererseits bieten die mit einer Anti-Rutsch-Gummierung versehenen Griffhörner den Handinnenflächen auch dann noch guten Halt, wenn sich hier nach längerer Benutzung Schweiß gebildet hat. Des Weiteren ist der Xbox One Elite Controller überhaupt nicht kopflastig, auch das kommt der Ergonomie spürbar zu gute. Dazu kommt die Möglichkeit, die Höhe der Analogsticks in Anhängigkeit zur Daumenlänge und -haltung des Spielers wählen zu können. Das beugt der Ermüdung der Daumen bei langen Spielsessions vor. Aus ergonomischer Sicht sind auch die Pedaltasten an der Unterseite extrem gut gestaltet. Man erreicht diese optimal mit den für die Bedienung vorgesehenen Mittel- oder Ringfingern, ohne dabei zu verkrampften. Mit etwas Eingewöhnung und Übung klappt sogar die koordinierte Nutzung beider Fingerpaare. Das alles macht den Xbox One Elite Controller zu einem echten Handschmeichler, der Razers Wildkatze in puncto Ergonomie in nichts nachsteht. Darüber hinaus geben die vier frei belegbaren Knöpfe auf der Rückseite dem Spieler die Möglichkeit, den Ring- und Mittelfinger einzusetzen. Beim Razer Wildcat stehen dagegen nur zwei anbringbare Mini-Trigger für die Mittelfinger bereit, während für die Nutzung der beiden Mini-Bumper an der Front nur für die Zeigefinger vorgesehen sind.
Ein weiteres Plus bei der Erreichbarkeit der Tasten ergibt sich natürlich auch durch die freie Konfigurierbarkeit der Knöpfe per App. Für unseren Praxistest mit Project Cars beispielsweise legten wir die für das manuelle Schalten vorgesehenen Buttons 'B" (Hochschalten) und "A" (Runterschalten) einfach auf die ohne Einsatz des Daumens erreichbaren P3- und P1-Taste auf der Rückseite. Diese Umbelegung geht mithilfe der speziell für den Xbox One Elite Controller entwickelten Anwendung genauso einfach von statten wie Modifikation der Reaktion/des Ansprechverhaltens der Mini-Steuerknüppel und der Trigger. Selbst die Stärke der Vibration der Abzüge sowie der Griffhörner lässt sich separat einstellen. Auch hier beeindruckt das Gerät wieder mit seinen vielen Konfigurationsmöglichkeiten sowie der einfachen Profilverwaltung. Anders als beim Razer Wildcat, bei dem die Tasten on-the-fly, falls nötig auch mitten im Spiel, hardwareseitig umbelegt werden können, ist beim Elite Controller die alternative Tastenbelegung nur mit der App möglich. Für den Konsolenspieler mag das kein Problem darstellen, der PC-Spieler muss sich die nur mit Windows 10 nutzbare Software jedoch erst aus dem Microsoft-Store herunterladen und installieren. Für Nutzer vorheriger Windows-Versionen steht die Konfigurations-App leider nicht zur Verfügung und an unserem Testrechner wurde der Elite Controller auch noch nicht erkannt. Hier muss Microsoft noch nachbessern, was bestimmt noch erfolgen wird.
Xbox One Elite Controller im Test: Besser spielen dank optimaler Kontrolle und Präzision
Quelle: PC Games Hardware
Microsoft Xbox one Elite Controller: Was kann das edle Eingabegerät? (4)
Wer 150 Euro in Microsofts Edel-Pad investiert, verspricht sich wahrscheinlich auch eine noch bessere Leistung respektive Präzision bei der Spielsteuerung als beim Standardmodell - und wird nicht enttäuscht. Die Trigger reagieren im Test mit Project Cars absolut direkt und ihr Ansprechverhalten lässt sich sogar per Software auf den eigenen Präferenzen anpassen. Selbiges gilt auch für die modularen Analogsticks, mit denen sich unsere Polygonkarosse bei dem Rennspiel optimal lenken lässt. Des Weiteren fallen die Druckpunkte aller Standardtasten gefühlt noch besser und vor allem knackiger aus als beim regulären Xbox-One-Eingabegerät. Besonders gefallen haben uns die sofort ansprechenden Schultertasten (Bumper) und Pedalknöpfe auf der Rückseite sowie die sehr definiert und genau reagierende Steuerwanne als Steuerkreuzersatz. Insgesamt kann man schon sagen, dass die Kombination aus perfekt reagierenden Triggern und Mini-Steuerknüppeln sowie leichtgängigen, aber sehr direkten Tastendruckpunkte dafür sorgen, dass wir mit dem Xbox One Elite Controller besser als mit jedem anderen erhältlichen Gamepad spielen konnten. Dieser Eindruck ist aber längst nicht nur der Verdienst der anstandslosen Leistung. Auch die Ergonomie und die Modifikationsmöglichkeiten machen den Elite Controller zu einem Eingabegerät, dass dem hohen Preis und den damit verbundenen Erwartungen des Käufers gerecht wird.
Xbox One Elite Controller im Test: Fazit
Die teils einmalige und durchdachte Ausstattung, die hochwertigen Optik und Haptik, die tolle Ergonomie und nicht zuletzt auch die beeindruckende Leistung machen den Microsoft Xbox One Elite Controller zu einem Eingabegerät der Extraklasse. Die Erwartung, mit diesem Edel-Pad noch eine wenig besser, präziser, aber auch komfortabler spielen zu können - egal ob am PC oder der Konsole - wird nicht enttäuscht. Ob das einen Ausnahmepreis von 150 Euro rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden. Die aktuell eingeschränkte Verfügbarkeit deutet allerdings darauf hin, dass Microsoft hier nicht nur mit der Preispolitik richtig liegt. Auch das Konzept, ein Gamepad mit Profi-Ausstattung anzubieten, das sich auch für den Gelegenheitsspieler bestens eignet, scheint bei den PC- und Konsolenspielern anzukommen. Es mag subjektiv klingen, aber mit diesem tollen und funktionalen Fünf-Sterne-Deluxe-Controller lässt es sich wirklich besser spielen als mit dem Standardmodell.
Obwohl wir auch Razers Wildcat im vorangegangenen Test mit der Höchstnote von fünf Sternen respektive "Sehr gut" bewerteten, ist es vor allen die Spezialausstattung mir der sich der Xbox Elite im direkten Vergleich die Controller-Krone sichert. Bei der Ergonomie und Leistung liegen die gleich teuren Eingabegeräte gleichauf und ob man die Zusatztasten nun per App oder direkt per Knopfdruck in der Hardware umprogrammieren will, das muss der Spieler letztendlich selbst entscheiden. Features wie der Wechsel von Steuerkreuz und Analogsticks sowie die hilfreichen Pedaltasten gibt es nur bei Microsofts absolut empfehlenswertem Edel-Controller.

Die Software "Zubehör" für den Elite Controller funktioniert nicht. Zwei Controller getestet (Amazon, Microsoft). Stundenlang mit dem MS Support telefoniert. "Zubehör" meldet "Upgrade erforderlich". Es ist aber alles up to date. Auch mehrmals vom MS Support festgestellt. Controller funktioniert perfekt. Nur die Zubehör "Zubehör" funktioniert nicht. Kann den Elite nicht konfigurieren. Nicht ein bisschen. So eine S*****e! Und bei MS hat keiner auch nur die blasseste Ahnung!
Über Ebay-Kleinanzeigen hatte ich den gestern für 60 euro ersteigert. Sehr schönes teil. Bei fifa muss ich mich noch dran gewöhnen im gegensatz zu Logitech Rumblepad 2 Cordeless. Denke für Rennsport ist der bestimmt ganz gut.
Wenn er mal mit Play & Charge Kit für 100€ zu haben ist schlag ich dann glaube ich zu und hoffe dass die ganze Erfahrungen nicht nur falsche Hoffnungen aufgebaut haben
Übrigens danke Paladin das hatte ich vergessen zu erwähnen.
Was man noch zu den positiven Dingen zählen kann: Wenn man die längsten der mitgelieferten Sticks nutzt, hat man höhere Präzision beispielsweise bei Renngames (bei RC Fernsteuerungen macht man die Knüppel auch länger, um präziser steuern zu können).
Also 200€.
Normaler Weise müsste der jetzt 20 Jahre halten.
Wenn er mal mit Play & Charge Kit für 100€ zu haben ist schlag ich dann glaube ich zu und hoffe dass die ganze Erfahrungen nicht nur falsche Hoffnungen aufgebaut haben