Online-Abo
  • Login
  • Registrieren
Games World
  • Razer Wildcat im Test: Was leistet das Edel-Gamepad für 150 Euro? [Special der Woche]

    Ob sich das Razer Wildcat die Kontroller-Krone sichert, zeigt unser Test mit einem voll funktionsfähigen Vorserienmuster. Mit einer Spezialausstattung wie zusätzlichen Schulter- und Mini-Abzugstasten, einem Stoppmechanismus für die beiden Trigger oder dem Tastenwechsel mitten im Spiel geht Razers für den E-Sport konzipierter 150-Euro-Edel-Controller in den nächsten Tagen an den Verkaufsstart.

    Das Razer Wildcat ist das mittlerweile dritte sowohl am PC als auch an Microsofts Spielekonsole nutzbare Gamepad des Peripherieherstellers. Während sich das Razer Onza und Razer Sabertooth lediglich mit dem Standard-Controller der Xbox 360 messen mussten, tritt das mit rund 150 Euro bei Weitem nicht günstige Razer Wildcat jetzt (virtuell) gegen den Microsoft Elite Wireless Controller an, der ebenfalls bald zum selben Preis erscheinen wird. Zu diesem Zweck bestückt Razer das offiziell für den E-Sport konzipierte Gamepad mit einigen Extras wie einem Tastenwechsel on-the-fly, mechanischen Extratasten, einem optionalem Überzug für die Seiten der Griffhörner sowie zwei zusätzlichen, frei konfigurierbaren Aluminium-Trigger an der Unterseite.

    Razer stellte uns dafür ein sogenanntes Pre-Production-Sample zu Verfügung, das anstandslos arbeitet, bei dem aber die Verpackung, die Transporttasche sowie die grünen Gummi-Überzüge für die beiden Griffe und Analog-Sticks fehlen. Einen direkten Vergleichstest der beiden Edel-Controller können wir allerdings noch nicht machen, da uns Microsoft noch kein Testmuster des Elite Controllers hat zukommen lassen. Somit konzentrieren wir uns ganz auf Razers Wildkatze und nehmen diese, im Speziellen ihre Sonderausstattung ganz genau unter die Lupe.

    Razer Wildcat: geringfügig geänderte Grundausstattung

          

    Razer Wildcat: Razers Edel-Gamepad und schärfster Konkurrent des Microsoft Elite-Controllers im Test (1) Razer Wildcat: Razers Edel-Gamepad und schärfster Konkurrent des Microsoft Elite-Controllers im Test (1) Quelle: PC Games Hardware Bei der Größe, Form und Anordnung der Steuerelemente des Wildcat-Gamepads orientiert sich Razer stark an dem Microsoft-Konkurrenten. Allerdings fällt das Gewicht mit 260 Gramm deutlich geringer aus als beim 348 Gramm wiegenden Microsoft Elite Wireless Controller - das reguläre Xbox One Gamepad wiegt übrigens 262 Gramm. Zur Grundausstattung des Razer Wildcat gehören zwei mit Carbon verstärkte Analog-Sticks, ein aus vier Einzeltasten bestehendes Steuerkreuz, je zwei Schultertasten (Bumper) und Trigger sowie sieben weitere Knöpfe auf der Oberschale. Letztgenannte ist stärker angeraut als beim Xbox One Controller, was sich positiv auf die Haptik und somit auch die Griffigkeit auswirkt. Anders als bei Microsofts Eingabegeräten findet man am unteren Ende des Gehäuses vier weitere Knöpfe. Die stehen jedoch nicht für die Spielsteuerung, sondern zur Bedienung des an den 3,5-Millimeter-Audio-Output und -Mikrofon-Input angeschlossenen Geräts, den Wechsel zwischen zwei Profilen sowie das Mapping von Tasten bereit. Neben diesen vier Optionsknöpfen hat das Razer Wildcat noch einige Features auf Lager, die weder beim regulären Xbox One Gamepad noch bei dem bald für rund 150 Euro auf den Markt kommenden Microsoft Wireless Elite Controller zu finden sind.

    Vergleich: Razer Wildcat und Xbox One (Standard-)Controller

    before
    after

    Razer Wildcat: sehr nützliche, Razer-exklusive Extras

          

    Zur umfangreichen Sonderausstattung des Razer Wildcat gehören zuerst einmal die grünen, aus Gummi gefertigten Überzüge für die Griffhörner (bei unserem Muster nicht dabei) und Analog-Sticks sowie die zwei optional an der Unterseite des Geräts anschraubbaren Pedal-Trigger. Die erstgenannte Dreingabe verstärkt auf dem Papier die Griffigkeit der beiden Seitenteile in den Handinnenfläche respektive den Halt der Daumen auf den Mini-Sticks und somit die Ergonomie. Die aus Aluminium gefertigten Mini-Abzüge (M3/M4) lassen sich im Gegenzug genauso frei konfigurieren wie die gerade von Spieler mit längeren Zeigefingen optimal erreichbaren Bumper-Tasten (M1/M2) an der Vorderseite des Geräts. Dabei ist die Umbelegung bzw. das Remapping von Standardtasten (A, X, Y, B), der Trigger (RT/LT) oder der großen Bumper (RB/LB) auf die vier Zusatzknöpfe direkt im Spiel möglich. Dieser Vorgang gestaltet sich mit Ausnahme des etwas zu schwachen Vibrations-Feedbacks zum Abschluss der Mapping-Prozedur sehr einfach.

    Razer Wildcat: Razers Edel-Gamepad und schärfster Konkurrent des Microsoft Elite-Controllers im Test (8) Razer Wildcat: Razers Edel-Gamepad und schärfster Konkurrent des Microsoft Elite-Controllers im Test (8) Quelle: PC Games Hardware Eine weitere Besonderheit des Razer Wildcat sind die zwei mechanischen Schieberegler auf der Unterseite. Mit denen kann der Spieler den Federweg der Trigger verändern und so einen sehr weichen oder harten Anschlag für die Abzüge auswählen. Will man beispielsweise bei einem Shooter oder Action-Titel schnell feuern, ohne einen langen Abzugsweg zu haben, legt man den Stoppmechanismus ein, indem der Regler nach links geschoben wird. Ist hingegen der maximal mögliche Federweg gefragt, um die Schussfrequenz besser kontrollieren oder beispielsweise im Rennspiel Gas und Bremse sehr gut dosieren zu können, wird der Stopper wieder deaktiviert. Rein mathematisch betrachtet wählt der Nutzer zwischen einer Neigung von 18 oder 5 Grad. Gerade dieses durchdachte Feature und Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich die Reaktion und der Weg der Trigger an die Art des Spiels oder beim E-Sport an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt, findet man bei keinem anderen Gamepad.

    10:33
    Razer Wildcat: Edel-Gamepad für PC und Xbox One im Test-Video

    Razer Wildcat: Sonderausstattung, die auch in der Praxis überzeugt

          

    Wie wir im praktischen Einsatz mit Project Cars feststellten, ist die Sonderausstattung des Razer Wildcat sehr nützlich. Bei dem Rennspiel kann der virtuelle Rennfahrer beispielsweise die für die manuelle Schaltung vorgesehenen Tasten "A" und "X" auf die mit den Zeigefinger besser erreichbaren zusätzlichen Bumper (M1/M2) oder gar auf die an die Unterseite montierten Mini-Abzüge (M3/M4) legen. Bei unseren Runden auf der Pixel-Piste überzeugt uns das edle Eingabegerät aber nicht nur mit seinen Zusatzfunktionen. Die Analog-Sticks reagieren direkt, ohne jegliche Verzögerung und setzen so unsere Lenkbewegungen optimal um. Dazu kommt, dass der Widerstand der Mini-Knüppel gut zwischen zu gering und zu hoch austariert ist.

    Die beiden Trigger ermöglichen ebenfalls ein gefühlvolles und präzises Gas geben und Bremsen. Auch hier ist der Widerstand sehr gut ausbalanciert. An der Rumble-Funktion gibt es auch nichts auszusetzen. Sie vermittelt Unebenheiten auf der Piste, durchdrehende Reifen, Vibrationen des Lenkrads und das Überfahren der Kerbs kräftig und gut spürbar, geht aber nicht übertrieben zu Werke. Mit seiner sehr guten Ergonomie, die Razer ohne große Experimente von der Microsoft-Vorlage übernimmt, eignet sich die Wildkatze auch bestens für den Langzeiteinsatz. Wer dabei das Edel-Pad am PC drahtlos nutzen will, benötigt einen Bluetooth-Empfänger, das 3 Meter lange USB-Kabel lässt dem Spieler allerdings auch viel Freiheit. Unter Windows 10 wird das Razer Wildcat direkt erkannt, PC-Spieler mit Windows 8.1 oder Windows 7 benötigen den Standardtreiber für die PC-Variante des Microsofts Xbox One Controllers.

    Razer Wildcat im Fazit

          

    Ob die nützlichen Sonderfunktionen des Razer Wildcat den mittlerweile auf 150 Euro nach unten korrigierten Preis rechtfertigen, das muss der Käufer selbst entscheiden. Ob die Wildkatze im Vergleich mit dem Microsoft Elite Wireless Controller die Nase vorn hat, wird sich herausstellen, wenn uns auch hier ein Muster vorliegt. Für sich betrachtet ist das Razer Wildcat ein nicht nur für E-Sportler empfehlenswertes Eingabegerät, das sich mit seiner umfangreichen und funktionalen Spezialausstattung, seiner Leistung und der, wenn auch von der Konkurrenz übernommenen, optimalen Ergonomie die Note "Sehr gut", respektive unsere Fünf-Sterne-Wertung voll verdient.

      • Von Leob12 Volt-Modder(in)
        Zitat
        Gerade dieses durchdachte Feature und Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich die Reaktion und der Weg der Trigger an die Art des Spiels oder beim E-Sport an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt, findet man bei keinem anderen Gamepad.
        Hat doch der Elite-Controller auch. Zwar "nur" drei Stufen, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist die Veränderung des Triggerweges doch nicht.
        Der Elite-Controller hat 2 Tasten unten mehr, über die Funktionalität kann man streiten, aber bei dem Preis zählt halt jeder Pluspunkt.

        Bescheiden finde ich dass die Gamepads nicht mehr verschraubt sind. Das erwarte ich mir schon für den Preis.

        Auch bei den Sticks hab ich so meine Bedenken, gerade bei längeren Gamesession wenn die Fingerkuppen etwas feucht werden ob dann der Grip noch so gegeben ist.

        Aber ganz davon absehen sind 150€ für einen Controller einfach nur übertrieben.
      • Von R_Apid_Pr0 F@H-Team-Member (m/w)
        Also wer mit dem Pad E-Sport Games zockt, spielt CSGO mit nem Lenkrat
      • Von michelthemaster Software-Overclocker(in)
        Für gerade mal 50€ mehr bekommt man schon eine WiiU, deren Gamepad bedeutend mehr zu bieten hat Der Mehrwert steht hier in keinem Verhältnis zum Preis....

        Grüße

        Micha
      • Von Blackvoodoo BIOS-Overclocker(in)
        Kann mich nur der Mehrheit hier anschließen. Auch ich sehe nicht ein so viel Geld in ein Gamepad zu stecken. Auch bin ich sicher das das keinen besseren Spieler aus mir macht.
        Mein 360 Pad reicht mir am PC.
      • Von aloha84 BIOS-Overclocker(in)
        Mhhh 180 Öckern.
        Das mit dem "E-Sport" ist ja immer so eine Sache, E-Sport-Spiele am PC werden zu 99,9% mit M + T gezockt.
        Rennsims im Profibereich.....mit Lenkrad....., Beat em ups.....mit einem vernünftigen Arcadestick.
        Bei Konsolen-E-Sport hat das Teil vielleicht eine Berechtigung z.B.: bei CoD, Halo o.ä. aber am PC?
        ich weiß nicht....
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016
    PCGH Magazin 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1175267
Gamepads
Razer Wildcat im Test: Was leistet das Edel-Gamepad für 150 Euro? [Special der Woche]
Ob sich das Razer Wildcat die Kontroller-Krone sichert, zeigt unser Test mit einem voll funktionsfähigen Vorserienmuster. Mit einer Spezialausstattung wie zusätzlichen Schulter- und Mini-Abzugstasten, einem Stoppmechanismus für die beiden Trigger oder dem Tastenwechsel mitten im Spiel geht Razers für den E-Sport konzipierter 150-Euro-Edel-Controller in den nächsten Tagen an den Verkaufsstart.
http://www.pcgameshardware.de/Gamepads-Hardware-255540/Tests/Razer-Wildcat-Test-1175267/
31.10.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/10/Razer_Wildcat_Test_01-pcgh_b2teaser_169.jpg
tests