Far Cry 3 im Test: Reif für die Insel - Taugt das Urlaubsparadies? Heute im Handel
In wenigen Tagen erscheint Far Cry 3 und wir haben uns für den Gameplay-Test auf die Insel begeben. Ubisofts Sandbox-Shooter macht vieles besser als seine Vorgänger, denn Far Cry 3 setzt auf die totale spielerische Freiheit und die schnelle Reise. Allerdings hat jedes so schöne Urlaubsparadies auch kleine Schattenseiten. Seit heute ist Far Cry 3 im Handel.
Ab dem 29. November lockt Ubisoft mit einem Urlaub auf einer tropischen Südseeinsel Spieler in die freie Sandbox-Welt von Far Cry 3. Im Spiel übernimmt der Spieler die Rolle von Jason Brody, einem Mann der sich alleine am Rand der Welt wiederfindet, gestrandet auf einer mysteriösen Tropeninsel. Der geplante Urlaubstrip bietet statt Schirmchendrinks, Bikini-Contest und Südsee-Flair einen wahnsinnigen Irren namens Vaas samt seiner Schergen und wenig Zeit zum Genießen dieses warmen Fleckchens Erde. Okay, eine knapp bekleidete Einheimische ist dann doch zu finden. In diesem primitiven Paradies, wo Gesetzlosigkeit und Gewalt die einzigen Konstanten sind, entscheidet der Spieler, wie sich die Geschichte entwickelt. Angefangen von den Kämpfen, die er eingeht, bis hin zu den Feinden und Verbündeten, die er sich auf seinem Weg macht. Als Jason Brody muss sich der Spieler auf seinen Weg durch das Eiland schießen, schleichen, sprengen und hacken, während er auf eine Welt stößt, die jeglichen Sinn für Gut und Böse verloren hat.
Far Cry 3 im Gameplay-Test: Beste Aussichten am Strand
Der Shooter sieht einen Tick besser aus als sein Vorgänger. Die schrillen Charaktere wirken noch einen Tick realistischer und der Darstellung der Flora und Fauna auf der Insel mangelt es nicht an Details. Wie beim zweiten Teil hat auch Far Cry 3 detaillierte Schatten zu bieten, deren Kanten weich sind. Die Sichtweite fällt gewohnt hoch aus und auf übertriebene Tiefenunschärfe wird verzichtet - dafür gibt es Bewegungsunschärfe im Kampfgetümmel. Auch Rauch ist volumetrisch und sieht (fast) echt aus. Grafikschmankerl sind die vielen hoch aufgelösten und dank Parallax-Mapping plastisch wirkenden Texturen sowie die dynamische und aufwendig berechnete Echtzeit Beleuchtung inklusive Wettereffekte. Das absolute Grafik-Highlight jedoch ist die Wasserdarstellung. Das Pixelnass ist mit Schaumkronen, Gischt, Reflexionen, Verzerrungen und Kaustik verziert und scheint eine Geometrie zu besitzen, die sich bei Bewegungen der Spielfigur durch das Wasser verändern. Zusätzlich sind Wasserspritzer/-spuren auf dem Bildschirm zu sehen.
Far Cry 3 im Gameplay-Test: Suche nach der Freiheit
Die offene und sehr lebendige Spielwelt von Far Cry 3 fällt erfreulich groß aus und bietet viel Bewegungsfreiheit. Das liegt einerseits daran, dass ausreichend nützliche Vehikel zur Verfügung stehen. Andererseits gibt es, anders als beim Vorgänger, dank des neuen Schnellreisesystems keinen Leerlauf. Doch der Spieler kann sich auf den beiden Inseln von Rock Island nicht nur frei bewegen: Es schreibt ihm nach dem Tutorial auch niemand mehr vor, was er zu tun hat und wie er seine Zeit verbringt. In der spannenden, temporeichen, teils etwas zu linear geratenen Hauptquest beispielsweise verfolgen Sie den Wandel des Protagonisten Jason vom Waschlappen zum Profikiller. Letzteres wird großzügig mit Skript-Sequenzen garniert, zusätzlich sorgen die sehenswerte Optik, die glaubhaften Hauptfiguren, die hohe Weitsicht und der schick gerenderte virtuelle Dschungel für eine dichte Atmosphäre.
Abseits der Hauptquests zeigt sich, dass Ubisoft aus alten Fehlern gelernt hat. Schlug man sich in Far Cry 2 noch mit ständig respawnenden Gegnerpatrouillen herum, kann man bei Far Cry 3 die Spielwelt Stück für Stück von den Piraten dauerhaft zurückerobern. Das führt zu rasanten Feuergefechten mit coolen, nützlichen Takedown-Nahkampfangriffen oder Schleicheinlagen, die sinnvoll einsetzbar, aber optional sind. Dazu kommt ein motivierendes Auflevel-System, bei dem Sie Erfahrungspunkte in drei Talentbäumen verteilen. Das Crafting-System, für das man viel zu oft Wildtiere jagt, wirkt dagegen aufgesetzt. Weitere Kritik gibt es für KI-Schnitzer sowie die oft gleich aussehenden NPCs. Außerdem steht der Spieler kaum vor Entscheidungen, viele Objekte sind nicht zerstörbar und drei Speicher-Slots ohne Quicksave-Funktion, das geht gar nicht.
Meinung
Die Entwicklung von Far Cry 3 hat Ubisoft Montréal übernommen, mit Unterstützung durch Ubisoft Shanghai und Massive Entertainment, und steht ab dem 29. November im Handel. Mehr zu Far Cry 3 gibt es auf unserer Themenseite. Verpassen Sie auch nicht unsere Far-Cry-3-Benchmarks.
Quelle: PC Games Hardware
Spiel des Monats: Far Cry 3



mfg
Spiele wie Hitman und Deus Ex müssen einfach so sein. Wo liegt denn das Problem? Kurz umgewöhnen und gut ist!
Man Boy hast du nen Plan
Wie kommt ihr eigentlich darauf dass es kein Quicksave gibt?
Zumindest wenn man nicht gerade eine Mission erledigt wird mit jedem Druck auf F9 der Spielstand gesichert...
mfg
Hat einer von euch die Insane Edition und kann bestätigen das das Überlebenshandbuch so aussehen muss als ob sich einer drauf gesetzt hat oder ob nur meins so aussieht?