Sims 4 im Hands-On-Test auf der Gamescom: Viele neue Features geplant, aber noch nicht spielbar
Bis 2014 müssen sich Fans der beliebten Lebenssimulation "Die Sims" noch bis zum vierten Teil der Reihe gedulden. Diverse neue Kreativtools sollen dann die Gestaltung der Sims und deren Häuser erleichtern und die Figuren selbst sollen echte Gefühle entwickeln können. Auf der Gamescom kann man bereits probespielen und auch wir haben dem Stand einen Besuch abgestattet.
Im Rahmen der Gamescom hat Electronic Arts offiziell den vierten Teil der Sims-Reihe vorgestellt. Am grafischen Look tut sich allerdings nichts. Der überzeichnete Comic-Stil bleibt weiterhin unverwechselbares Merkmal für alle Spiele, die das Wort "Sim" im Namen tragen. Aufwändige Schatten oder Texturen sucht man also vergeblich. Im Vordergrund steht ohnehin das Gameplay, für das es diverse Neuerung im vierten Teil geben wird.
Große Überraschungen sind aber nicht dabei. Am eigentlichen Spielkonzept ändern sich wenig, das bekannte wird "nur" weiter verbessert. Neue Kreativtools sollen die individuelle Gestaltung von Häusern und den Sims selbst vereinfachen. Im Charaktereditor können Sie in Zukunft Ihren Sim anklicken und eine beliebige Körperstelle an eine andere Position ziehen - so entstehen im Handumdrehen und stufenlos Hakennasen oder größere Brüste. Bei den Gebäuden wird es möglich sein, Räume samt Inhalt zu verschieben oder neue Räume blitzschnell zu kreieren. Im Fokus des neuen Teils sollen aber die Sims selber stehen. Echte Gefühle werden eine wichtige Rolle spielen und den Alltag der eigenen Lieblinge spürbar beeinflussen. Zornige Sims sollten sich zum Beispiel erst an einem Sandsack abreagieren oder eine eindeutige Wanddekoration könnten flirtende Pärchen in eine romantische Stimmung versetzen.
Die Sims 4: Viele neue Ideen, aber nur wenig Spielbares
Verbesserter Hausbau, neue Charaktererstellung und echte Gefühle klingen für Fans der Simulation wie Musik in den Ohren und so zieht es sie in Scharen zum EA-Stand auf der Gamescom. Drei Stunden und mehr sollten Sie auch hier für einen Besuch einplanen. Auffällig ist, dass es einer der wenigen Stände der Messe ist, der überwiegend von weiblichem Publikum aller Altersklassen besucht wird. Wie bei allen EA-Ständen werden Sie nach absolvierter Wartezeit zunächst mit knapp 20 Minuten Videomaterial versorgt. Wirklich interessant ist aber nur der letzte Trailer, der Ihnen alle wichtigen Informationen über die neuen Funktionen von Sims 4 gibt und kurz anreißt, was Sie für das anschließende Anspielen wissen müssen. Dann dürfen Sie selber Hand anlegen, allerdings ist in der aktuellen Gamescom-Preview nur der Charaktereditor spielbar - kein Hausbau, kein Spielen mit den Sims oder Sprung auf die Umgebungskarte. Und selbst der Editor ist im Umfang deutlich abgespeckt. Mehrere Regler wie die Altersmodifikation sind ausgegraut. Das angekündigte Modellieren der Figuren klappt dafür ausgezeichnet und geht einfach von der Hand. Mit der Maus navigieren Sie intuitiv über den gesamten Körper Ihrer Sims-Figur und mit wenigen Klicks verwandelt sich unser Couch-Surfer in einen Fitness-Freak. Die Auswahl der Kleidungsstücke beschränkt sich wieder auf wenige Teile und so kommt die versprochene Vielfalt der Sims noch nicht wirklich zur Geltung.
Das Verändern der Körperteile ist überraschend präzise und erinnert fast an rudimentäres 3D-Design. Nase, Augen, Arme oder Bauch lassen sich einfach anklicken und in die gewünschte Richtung ziehen - selbst die Pupillen der Augen lassen sich verändern. Zum Abschluss können Sie Ihre Figuren noch fotografieren und sich das Bild per Email zukommen lassen. Das Resultat unseres Besuchs finden Sie im Aufmacher. So ist der Sims-4-Stand der Gamescom eine der wenigen Anlaufstellen, von der Sie in jedem Fall ein Souvenir mit nach Hause nehmen können. Ansonsten ist der Umfang des spielbaren Inhalts eher überschaubar und nur etwas für echte Fans und Spieler, die ohnehin am liebsten Ihre Zeit im Charaktereditor verbringen - alle anderen reicht das Angebotene kaum, um die Spielzeit von 20 Minuten wirklich sinnvoll zu füllen.

Das ist zwar toll, aber die 650€ (oder so) für die Steam-Titel habe ich leider nicht