Destiny ist ein optischer und akustischer Leckerbissen und soll 10 Jahre Spaß machen - E3-Vorschau
Es rappelt in Russland: In Destiny, Bungies neuem Online-Shooter mit Rollenspieleinschlägen, kämpfen wir gegen zahlreiche Fallen - vierarmige, mies gelaunte Außerirdische, die meinen, dass die Erde doch viel besser ihnen gehören sollte.
Auf der GDC im März gab uns Bungie einen Einblick in das Design und die Grafik von Destiny, zur E3 hatten die Entwickler eine spielbare Version mitgebracht. Die bekamen wir zuerst auf der Microsoft-Pressekonferenz von Bungie-Urgestein Joe Staten und Firmengründer Jason Jones vorgespielt. Ein paar Tage später gab's den gleichen Abschnitt beim Destiny-Ortstermin mit Design Lead Lars Bakken und sechs seiner Bungie-Kollegen. Wieder bekommen wir zu Beginn vierarmige Schergen zu Gesicht, die über verrostete Autos nahe einer riesigen Mauer stapfen: die Fallen, eine der vielen Gegnerrassen in Destiny. Sowohl die ersten Kamerafahrten als auch Musik und Geräuscheffekte erinnern uns und einige Kollegen stark an Star Wars - ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet.
Destiny - Die Optik ist famos
Weil alle der Anwesenden die erste Vorführung gesehen haben, lässt sich Bakken etwas Zeit und schwenkt genüsslich über das weite Land des alten Russland, dass eher einem Autofriedhof gleicht. Wie sich herausstellt, befinden sich Heerscharen von Autos auf einer zerstörten Autobahn - die Menschheit wurde scheinbar so schnell von ihren Feinden überrannt, dass sie sich nicht dagegen wehren konnten. In der Ferne erspähen wir einen See in einem flachen Tal, vor uns bewegt sich hohes Gras sanft im Wind, während ein Vogelschwarm aufgeregt an uns vorbeiflattert. Es wird Zeit für etwas Action: Wir nähern uns der verrosteten, aufgrund ihrer Größe an die chinesische Mauer erinnernde Barriere, die so weit reicht, wie das Auge sehen kann. Mit einer Kollegin betreten wir das mächtige Gebilde aus Stahl und Beton. Die Optik ist famos: Neben feschen Wasserspiegelungen und Funkeneffekten sind selbst kleinste Details im Visier unserer Waffe erkennbar.
Im Innern des Baus ist es stockfinster. Zeit für Ghost, unseren fliegenden KI-Begleiter, der mit einem "Solch fröhlichen Orte besuche ich ganz besonders gerne" davonschwebt, um das Licht einzuschalten. Das gelingt ihm zwar, doch er schreckt dadurch auch einige Fallen auf. Deren Erfahrungsstufe 3 liegt jedoch zwei untere unserer eigenen, und so machen wir kurzen Prozess mit den Halunken. Ein paar Kämpfe später stehen wir einem Mini-Boss gegenüber, der auf den Namen Rixis hört. Er teilt schon etwas heftiger aus: Unsere Kollegin liegt nach kurzer Zeit bewusstlos am Boden, wir bleiben zum größten Teil in Deckung, um dann umso heftiger auf ihn zu schießen beziehungsweise Blitze auf ihn zu schleudern. Erfolg! Wir beleben unsere Kollegin wieder und sehen uns dann unsere Beute an. Die ist die gleiche wie bei der letzten Präsentation, was uns hoffen lässt, dass Bungie eine schlauere Beuteverwaltung in Destiny integriert hat als etwa Blizzard in Diablo 3. Das exotische Maschinengewehr Thunderlord beziehungsweise das Scharfschützengewehr unserer Kollegin passen jedenfalls zu unserer jeweiligen Spielweise wie die Faust aufs Auge.
Auf der anderen Seite der Mauer sieht es nicht minder beeindruckend aus: Hier ragen riesige, bizarre Bauwerke fast in den Himmel hinein, während bizarr anmutende, riesige Raumschiffe über uns hinweg sausen. Gut, dass hier fünf weitere Freunde auf uns warten, teilweise schon mit Erfahrungsstufe 20 gesegnet. Deren Feuerkraft brauchen wir wenig später, denn ein Devil Walker, eine Art gedrungener Spinnenpanzer mit sechs Beinen, heizt uns gewaltig ein. Doch er hat schlussendlich dem Beschuss von sieben Verbündeten nichts gegenüberzusetzen.
Destiny - E3-Fazit
Destiny könnte der erste Mix aus SF-Action und MMO werden, der hält, was es verspricht. Tabula Rasa und Star Wars: The Old Republic waren und sind keine schlechten Spiele, doch beim ersten sind die Server schon lange abgeschaltet, während das zweite die schrumpfende Spielerschar mit einer Free-to-Play-Umstellung bekämpfte. Destiny soll nach Angaben von Bungie zwar kein reiner Shooter sein, andererseits haben wir bislang noch keine Questgeber, Händler und andere rollenspieltypische Elemente gesehen. Präsentationstechnisch gehört der Titel zum Besten, was wir dieses Jahr auf der E3 gesehen haben - sowohl optisch als auch akustisch setzt das Spiel Maßstäbe. Das sollte es auch besser, denn nach dem Willen Bungies soll die Spielwelt von Destiny mindestens zehn Jahre lang Spaß und Spannung bieten.
> All unsere Vorschau-Artikel zu den Spielen der E3 finden Sie auf unserer Themenseite.

Naja, sieht auf den ersten Eindruck optisch schon abwechslungsreich aus... zumindest was die Umgebung betrifft, wirkt das schon sehr interessant. Zum Gameplay, und wie der normale Spielablauf sein wird, kann ich ja noch nichts sagen, aber bleibe besonders da mal sehr skeptisch. Aber tolles Projekt soweit, spricht mich schon an, muß ich sagen. Hoffe, es wird kein reines Grindfest, und daß es so abwechslungsreich bleibt.
Wird man in dem Spiel in eine instanzierte Zone geworfen mit einem Handvoll zufälliger Mitspieler ?
Naja, dass ist schon ne ordentliche Aussage, auch wenn ich stark bezweifle das es überhaupt nach 5 Jahren noch so läuft wie Bungie es will.
Und wo ist das bitteschön linear? Die haben dort bisher gezeigt wie sie in die Mauer gehen, dort drinnen ein paar Mobs vernichten, einen kleinen Boss besiegen und anschließend stoßen sie draußen auf ein zufälliges Event und weitere Mitspieler joinen. Also wen das jetzt schon so linear sein soll wie Rage dann weiß ich auch nicht mehr weiter...
Außerdem kann man Rage nicht wirklich mit dem Spiel vergleichen.