Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

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Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet
Quelle: PC Games Hardware

Die Modder- und Extrem-OC-Szene ist inzwischen weit gekommen, was den Betrieb von Coffee-Lake-S-Prozessoren auf Z170- und Z270-Mainboards angeht. Inzwischen lässt sich nicht nur der Core i7-8700K, sondern auch der Core i9-9900K quasi ohne Einschränkungen betreiben. Ein Nutzer hat Intels CPU-Topmodell auf einer Z170-Platine jüngst auf über 5,0 GHz übertaktet.

Mit der Veröffentlichung von Coffee Lake -S, angeführt vom Core i7-8700K, hat Intel bekanntlich einen neuen Sockel 1151 ("1151-v2") eingeführt. Offiziell begründet hat der Chiphersteller die Entscheidung nie. Inoffiziell ist bekannt, dass die Pin-Belegung teilweise geändert wurde, um größere Ströme zuzulassen. Zumindest einige aufs Übertakten ausgelegte Z170- und Z270-Mainboards kommen grundsätzlich mit Intels neuere Prozessoren zurecht, solange man den BIOS-Versionen beibringt, mit Coffee Lake-S beziehungsweise dem Refresh umzugehen.

Coffee Lake-S auf Z170/Z270: Die aktuelle Lage

Grundsätzlich nutzt Intel bewusst Sperren auf Microcode-Ebene, um die Nutzung von 8000er- oder 9000er-CPUs auf Mainboards der 100er- und 200er-Reihen zu verhindern. Schon seit der Veröffentlichung des Core i7-8700K experimentieren vor allem Extrem-Übertakter, wie sich die Sperre umgehen lässt - teilweise mit der inoffiziellen Hilfe von Mainboard-Herstellern. Fürs Extrem-OC sind Intels aktuellen CPUs auf den alten Platinen interessant, weil auf diesen noch Windows XP läuft, das zum Beispiel in Super Pi deutlich bessere Ergebnisse liefert als Windows 7, 8.1 oder 10. Endanwender bekommen mit den Mods die Chance, ihren PC aufrüsten zu können, ohne den Unterbau auswechseln zu müssen, sofern alle Rahmenbedingungen passen - was selten der Fall sein dürfte, aus technischer Sicht spannend ist das Thema aber allemal. Wie immer gilt: Modifikationen geschehen auf eigene Gefahr. Vor allem Änderungen an der IME können Sicherheitsprobleme offenbaren.

Lesenswert: CPU-Kaufberatung 2018: AMD- und Intel-Prozessoren im Test-Vergleich

Zwei Methoden haben sich durchgesetzt, um Coffee Lake-S auf den früheren Plattformen zum Laufen zu bringen. Bei Z170-Mainboards wird der Microcode des bestehendes BIOS ausgetauscht, was jedoch Fummelarbeit mit der Intel Management Engine (IME) bedeutet. Bei Z270-Platinen werden möglichst baugleiche Z370-Modelle herangezogen und die BIOS-Versionen angeglichen (mit Aufwand bei den neueren Zusatz-Controllern). Mittlerweile sind die Modder so weit, dass PCI-Express vollumfänglich genutzt werden kann und auch Hyperthreading funktioniert. Die gängigsten Vertreter für die Modifikationen sind Asrocks Z170M OC Formula, für das es ein BIOS-Komplettpaket mit vergleichsweise einfacher Installation gibt, sowie Asus' Maximus-IX-Reihe.

Core i9-9900K mit bis zu 5,5 GHz Benchmark-stabil

Der Youtube-Nutzer Luumi hat nun ein ausführliches Video zum Core i9-9900K auf dem Asrock Z170M OC Formula veröffentlicht, in dem er die CPU auf bis zu 5,5 GHz mittels Wasserkühlung übertakten konnte - natürlich nicht 100-prozentig stabil, aber ausreichend, um Benchmarks laufen zu lassen. Das Ganze zeigt, wie viel Potenzial in der alten Plattform steckt.

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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        AW: Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

        Hmm ob das mit meinem Z270Pro4 auch geht? Würd da gerne einen 8700k drauf schnallen
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        AW: Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

        Hmm ob das mit meinem Z270Pro4 auch geht? Würd da gerne einen 8700k drauf schnallen
      • Von schon-alles-vergeben PC-Selbstbauer(in)
        AW: Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

        würde mich mal interessieren ob das mit den EVGA MB auch geht
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        AW: Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

        Zitat von PCGH_Torsten
        Kannst du deine IME-Modifikation im Detail beschreiben? Die bekannte Abschaltmöglichkeit der IME greift eigentlich erst lange nach der bei CFL-mods kritischen Boot-Phase.
        Doch, einfach per HAP Bit. Also klassisch über ME-Cleaner oder noch einfacher, in FIT unter ME Kernel gibts nen Parameter reserved, damit kann man auch das Bit setzen.
        Mir ist bekannt, dass es Probleme gibt bei Gigabyte Boards mit Dual Bios, denn damit man kann zwar ins Bios booten aber nicht ins OS.

        Aber das deaktivieren bringt halt auch Nachteile, ich würde daher einfach mit ME 11.7 arbeiten.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Sobald ich die ganze Theorie endlich mal erfolgreich in die Praxis umgesetzt bekomme. Leider habe ich weder ein MIXA noch ein mofo MOCF zur Verfügung und meine Versuche der letzten Wochen (!) entsprechende Modifkationen an anderen Boards durchzuführen, haben zwar sehr viele UEFI-Variatinen produziert, aber keinerlei CFL-Funktion.
        Welche Boards haste denn am Start? Dann kann ich mal in der Datenbank schauen, ob schon einer nen passendes Mod Bios erstellt hat.
        Leider hilft dir das dann aber auch wenig beim nachvollziehen. Wenn du Fragen hast, kannste mir auch ne PN schreiben.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

        Zitat von olletsag
        Da bei diesem Modell der Core auf dem Chipsatz liegt, ist auch unbekannt was der Core im z170 zu sichern hat und was im z370/390 (da kann es eine weitere Entwicklungsstufe geben, die Prozessabhängig sein kann). Leider ist dies unbekannt und der Fortschritt wird uns nicht mitgeteilt. Aber vielleicht sogar ein Thema für einen Artikel?
        Der Z270 ist physisch identisch zum Z370, an der Aufgabenverteilung im laufenden Betrieb hat sich gar nichts geändert. Auch wird dieser Teil der IME überhaupt nicht angerührt – der im Rahmen dieser Mods kritische Abschnitt ist die primäre Boot-Umgebung, die die CPU initialisiert. Oder eben nicht, wenn die CPU-PCH-Kombination nicht auf Intels Whitelist steht. Dieser Mechanismus muss überwunden oder umgangen werden, die ganzen high-level-Funktionen der IME laufen unverändert und unmanipuliert weiter. Ein Sicherheitsproblem resultiert aber daraus, dass bislang niemand einen Weg für entsprechende Umbaumaßnahmen an den neuesten IME-Versionen gefunden hat. Man muss deswegen zwangsläufig ältere Varianten nutzen, von denen Sicherheitslücken im high-level-Teil bekannt sind, ohne dass man die Updates gegen diese Lücken einspielen könnte. Da darunter aber keine aus der Ferne ausnutzbaren Lücken sind, hält sich das Risiko für Privatanwender in Grenzen. Sehr viele technisch ungebildete Nutzer, die nie ein UEFI-Update machen, sind mit noch älteren IMEs unterwegs.

        Und ja, das ist ein Thema für einen Artikel.
        Sobald ich die ganze Theorie endlich mal erfolgreich in die Praxis umgesetzt bekomme. Leider habe ich weder ein MIXA noch ein mofo MOCF zur Verfügung und meine Versuche der letzten Wochen (!) entsprechende Modifkationen an anderen Boards durchzuführen, haben zwar sehr viele UEFI-Variatinen produziert, aber keinerlei CFL-Funktion.

        Zitat von IICARUS
        Kenne die Seite wo es gut beschrieben wird, ist mir daher auch bekannt. Aber dennoch ist es für mich ein Bastelprojekt womit ich nicht unbedingt Produktiv damit arbeiten würde. Das ganze bezog sich darauf da nicht abzusehen wäre wie das System auf langer Sicht laufen würde. War aber schon interessant das es mit meinem OCF Board was angeblich nicht mehr mit 1151-2 laufen würde trotzdem zum laufen zu bekommen wäre.
        Der Leitlack-Pin-Mod sorgt nur für die phyische Erkennung der CPU im Sockel. Er steht in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Betrieb. Langzeiggefahren aufgrund der höheren Stromdichte bei 6- und 8-Kernern können aber natürlich nicht ausgeschlossen werden, es handelt sich klar um einen Betrieb jenseits der Intel-Spezifikationen.

        Zitat von DKK007
        Dafür braucht man aber keine ME, wenn direkter Zugriff auf den PC möglich ist. Platte ausbauen reicht.
        Exakt. Ehe ein Angreifer die IME ausnutzen kann, hat er eine Chance um absolut alles andere mit dem System und dessen Daten anzustellen. Das einzig bekannte theoretische Risko, das steigt: Jemand könnte einbrechen und unbemerkt eine undetektierbare Spionagesoftware in die alte IME einschleusen und es gäbe keine Möglichkeit, diese zu bemerken. Wer also eine Uran-Anreicherungsanlage im mittleren Osten betreibt, sollte lieber ein neues Mainboard kaufen. Und den Rechner in einem abgeschlossenen Panzerstahlgehäuse platzieren, denn mit einem UEFI-Flasher kann man manipulierte IMEs natürlich auch auf neuen Mainboards installieren.

        Zitat von xtrame90
        Der Chipsatz ist nicht der Sockel. Es geht um den Sockel.
        Es geht schon um den PCH respektive die zugehörige Firmware. Die Unterschiede im Sockel werden größtenteils so belassen; die kleine Änderung ist schnell gemacht. Aber Intel verhindert zusätzlich in Software, dass nicht vorgesehene Kombinationen aus CPU und PCH booten. Diese Sperre auszuhebeln ist der schwierige Teil.

        Zitat von DARPA
        Als ich damals an dem Coffeelake Mod mitgebaut habe, hab ich einfach Klebestift und Alufolie genommen. Geht genauso gut und ist auch wieder rückstandslos entfernbar.
        War damit der erste, der 12 Threads auf nem z170 gebootet hat, als alle anderen noch meinten, es geht nicht. Und anschliessend auf 5 GHz übertaktet, als alle anderen noch meinten, es geht nicht.
        Andere haben sogar wieder den guten alten Bleistift rausgeholt. Es geht ja schliesslich nur ums brücken von sktocc, also unkritisch.

        Ich hatte auch Versuche mit komplett deaktivierter IME gemacht. Ist ja ziemlich einfach, da Intel bereits nen Schalter eingebaut hat.

        Boards eignen sich theoretisch alle, je nach Hersteller gibts gewisse Einschränkungen. Asrock eignet sich definitiv am besten. Beim OCF ist es halt populär geworden, da Nick Sish himself nen Bios gebaut hatte.
        Von Vorteil ist, wenn man auf seinem Board nen PWM Controller hat, der auch bei nem passenden 300 series Board verbaut ist. Aber inzwischen ist die Community da schon sehr weit.

        Für mich war es einfach nur Spielerei.
        Kannst du deine IME-Modifikation im Detail beschreiben? Die bekannte Abschaltmöglichkeit der IME greift eigentlich erst lange nach der bei CFL-mods kritischen Boot-Phase.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        AW: Core i9-9900K: Mit Z170-Mainboard auf über 5,0 GHz übertaktet

        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Leitlack-Modifikation ist sehr einfach durchzuführen.
        Als ich damals an dem Coffeelake Mod mitgebaut habe, hab ich einfach Klebestift und Alufolie genommen. Geht genauso gut und ist auch wieder rückstandslos entfernbar.
        War damit der erste, der 12 Threads auf nem z170 gebootet hat, als alle anderen noch meinten, es geht nicht. Und anschliessend auf 5 GHz übertaktet, als alle anderen noch meinten, es geht nicht.
        Andere haben sogar wieder den guten alten Bleistift rausgeholt. Es geht ja schliesslich nur ums brücken von sktocc, also unkritisch.

        Ich hatte auch Versuche mit komplett deaktivierter IME gemacht. Ist ja ziemlich einfach, da Intel bereits nen Schalter eingebaut hat.

        Boards eignen sich theoretisch alle, je nach Hersteller gibts gewisse Einschränkungen. Asrock eignet sich definitiv am besten. Beim OCF ist es halt populär geworden, da Nick Sish himself nen Bios gebaut hatte.
        Von Vorteil ist, wenn man auf seinem Board nen PWM Controller hat, der auch bei nem passenden 300 series Board verbaut ist. Aber inzwischen ist die Community da schon sehr weit.

        Für mich war es einfach nur Spielerei.
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