Intel Coffee Lake-S: Core i3-8100 läuft auf B150-Mainboard
Ein chinesischer Nutzer hat offenbar einen Core i3-8100 aus Intels Prozessorgeneration Coffee Lake-S auf einem alten B150-Mainboard zum Laufen bekommen, das eigentlich maximal Kaby Lake-S unterstützt. Nötig sei dafür eine BIOS-Modifikation gewesen. Ein Modder soll es derweil erstmals geschafft haben, die PCI-Express-3.0-Funktionalität der CPU zu nutzen.
Schon Anfang Dezember gab es die ersten glaubwürdigen Berichte aus dem chinesischen Forum tieba.baidu.com, laut denen es ein Nutzer geschafft haben soll, einen Core i3-8350K auf einem MSI Z170A Xpower Gaming Titanium zum Laufen zu bringen. Intel sieht den Betrieb der Coffee-Lake-S-Prozessoren ausschließlich auf Mainboards mit 300er-PCHs vor, momentan also einzig auf Z370-Modellen. Grund dafür sind Änderungen an der Pin-Belegung, während der Sockel physisch unverändert bleibt. Modder versuchen über angepasste BIOS-Versionen, die neueren Coffee-Lake-S-CPUs auf älteren 100er- und 200er-Mainboards zu betreiben.
Im Forum von tieba.baidu.com wurden innerhalb der letzten Tage weitere Erfolge vermeldet. Die CPUs sollen noch längst nicht einwandfrei auf den alten Platinen laufen, bisher seien unter anderem die PCI-Express-3.0-Funktionalität, der Uncore-Bereich und die integrierte Grafikeinheit nicht nutzbar. Inzwischen funktioniere immerhin PCI-Express 3.0, womit sich beispielsweise eine Grafikkarte betreiben lasse. Die Modder hätten zudem festgestellt, dass sie gar nicht an der Intel Management Engine (IME) herumspielen, sondern nur den Microcode im BIOS modifizieren müssten. Probleme bereite weiterhin die "Northbridge", also der Uncore-Bereich, an dem unter anderem der Speicher-Controller hängt.
Als jüngstes Resultat habe ein Nutzer einen Core i3-8100 als bislang günstigste Coffee-Lake-S-CPU erfolgreich auf einem B150M Pro4S zum Laufen gebracht - belegt mit einem Foto der UEFI-Übersicht, in der die CPU und das Mainboard genannt werden. Unkommentiert wurde zudem ein Bild gepostet, das den Betrieb eines Core i7-8700 auf einem Einsteiger-200er-Mainboard, womöglich einem B250-Modell, beweisen soll.

In Anbetracht der nachher folgenden und nicht immer kompatiblen Revisionen des 775 war der Wechsel vom 771 sogar noch lächerlicher.
Nein, 771 hatte die Plastiknasen an einer anderen Stelle
Soweit mit bekannt ist musste man an der 771er CPU nur einen Pin abkleben, damit ein 775er Board startet.
Die Situation ist absolut identisch mit Sockel 775 und 771
Naja, wen überrascht das?
Der Sockel war/ist ja der selbe... Vielleicht hätte Intel die 8xxx auf den alten Mainboards zum laufen gebracht, per BIOS-Update aber vielleicht liegt es auch an der Leistungsaufnahme oder was auch immer.
Intel war ja noch nie bekannt dafür so verbraucherfreundlich mit ihren Produkten zu sein