CPU-Kaufberatung 2026: Weitere Informationen zu Prozessoren
Wir geben Ihnen Basiswissen zu CPUs an die Hand.
Inhaltsverzeichnis
Die eigentliche Kaufberatung für Gaming-CPUs ist nun beendet. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen noch weitere Tipps geben und wichtige CPU-Begriffe erklären, auf die Sie bei der Suche nach Ihrer Wunsch-CPU mit Sicherheit stoßen werden. Wir sprechen unter anderem über wichtige Begriffe bei Ryzen- und Core-CPUs, aber auch über Kategorien, in die aktuelle Prozessoren eingeteilt werden.
Warnungen und Ratschläge
Grundsätzlich sollten Sie keine Desktop-CPU mit weniger als vier Kernen kaufen, außer für sehr einfache Büro-Rechner, denn viele Spiele verweigern inzwischen den Start mit nur zwei Kernen, auch mit SMT. Ähnliches gilt bei CPUs mit einer sehr hohen Kernzahl, wie etwa Intels Xeons oder AMDs Ryzen-Threadripper-Prozessoren. Alltagsprogramme kommen meist bei einer hohen Kernzahl durcheinander und auch das normale "User-Windows" kommt damit nicht ganz so gut zurecht, auch wenn man gegenteiliges vermuten würde. AMD bietet hier aber mit dem Ryzen-Master-Tool eine recht einfache Möglichkeit, die Kernanzahl und vieles mehr an seine Bedürfnisse anzupassen. Grundsätzlich raten wir auch vom Kauf älterer Core-Modelle (alles bis zur 7000er-Reihe) und AMDs FX-Prozessoren ab. Diese CPUs mögen rein faktisch noch genügend Leistung an den Tag legen, jedoch sind die verwendeten Architekturen meistens veraltet und entsprechende Hardware (Mainboards, DDR3-Riegel etc.) ist nur noch schwer/gebraucht zu bekommen. Zudem sind diese Prozessoren aus heutiger Sicht sehr ineffizient.
Kategorien: AMD-Prozessoren
Zwar gibt es noch mehr Kategorien, für den normalen Käufer sind aber vor allem diese bei AMD interessant:
- Epyc-CPUs sind für den Server-Bereich gedachte HEDT-Prozessoren. AMD richtet seine CPU-Entwicklung maßgeblich auf diesen Markt aus und skaliert dann nach unten.
- Ryzen-Threadripper-CPUs sind Mehrkern-Monster, die sich mit ihrer hohen Anzahl von Rechenherzen an Enthusiasten richten. Hier wird zwischen den X-Varianten für anspruchsvolle (Heim-)Anwender und WX-Varianten für Profis unterschieden.
- Ryzen-CPUs mit X(T)-Endung weisen die höchsten Basis- sowie Boost-Frequenzen auf und lassen sich dank XFR2 sowie Precision Boost Overdrive (ab der 2000er-Reihe) etwas höher takten.
- Ryzen-CPUs ohne X-Suffix sind günstiger im Preis und reichen für die meisten Heimanwender und Zocker. Sie verfügen bei der 2000er-Reihe nicht über XFR2 und Precision Boost Overdrive, ab der 3000er-Reihe allerdings schon.
- Ryzen-Prozessoren mit G-Suffix stellen APUs mit einer integrierten Grafikeinheit dar, ideal für Medien-PCs oder kleine Heim-Server. Sie können zudem leicht übertaktet werden.
- Athlon-Prozessoren mit G(E)-Suffix sind die kleinsten Zen-basierten Ableger. Sie eignen sich am besten für Arbeitsrechner oder kleine Medien-PCs. Sie sind das Gegenstück zu Intels Pentium- und Celeron-Prozessoren.
Begriffe: Ryzen-CPUs
- Extended Frequency Range (XFR): Lässt die Taktraten einzelner Kerne bei guter Kühlung über die normalen Grenzen hinaus steigern. Das ist ein automatisiertes Übertakten ohne Eingreifen des Nutzers und basiert auf der Kühlleistung des Systems.
- Precision Boost Overdrive (PBO): Nutzer können die vom Mainboard zur Verfügung gestellten Spannungen lockern, um die Ryzen-CPUs automatisiert höher takten zu lassen - laut AMD gilt das als OC.
- Radeon-Vega-IGP: AMD-CPUs mit einem G-Suffix im Namen besitzen eine integrierte Grafikeinheit auf Basis der Vega-Architektur und können eine kleine Grafikkarte ersetzen. IGPs auf Basis von Navi werden erst mit der nächsten Generation erwartet.
- Radeon-RDNA2-IGP: Zen 4 kommt ab Werk mit RDNA2, einer Weiterentwicklung der Vega-Architektur, die vor allem effizienter läuft.
Kategorien: Intel-Prozessoren
Natürlich gibt es auch bei Intel unzählige CPU-Kategorien, für den normalen Endkunden sind jedoch nur diese wichtig:
- Core-CPUs mit K-Suffix sind für Enthusiasten gedacht, sie lassen sich durch einen freien Multiplikator und weitere Feinheiten besser übertakten. Die Verwendung eines Z-Boards wird in der Regel für Übertakter vorausgesetzt.
- Core-CPUs ohne K-Suffix sind für den Mainstream gedacht und können nicht übertaktet werden. Sie bilden die Mehrzahl der Core-Prozessoren von Intel und sind kaum langsamer als die K-Versionen.
- Core-CPUs mit F-Suffix sind baugleich mit ihren nicht-F-Varianten, hier wurde jedoch die integrierte Grafikeinheit deaktiviert. Das hat keinen Einfluss auf die Leistung oder den Stromverbrauch.
- Xeon-CPUs sind für Server bzw. Workstations gedacht und bieten viele Kerne samt vieler Threads für anspruchsvolle oder viele parallele Aufgaben.
- Pentium-CPUs sind inzwischen Intels Einsteiger- bzw. Low-End-Prozessoren und das Gegenstück zu AMDs Athlon. Sie eignen sich bestens für kleine Medienrechner. Dazu gesellen sich auch die Celeron-Prozessoren.
Begriffe: Core-CPUs
- Smart Cache: Eine CPU besitzt mehrere verschieden große Caches (L1 bis L3, selten einen L4). Der Smart Cache ist meist der letzte und größte Cache, den sich alle Kerne einer CPU teilen können. Eine integrierte Grafikeinheit darf ebenfalls auf diesen Smart Cache zugreifen.
- Turbo Boost Max: Diese Technologie findet den schnellsten Kern eines Prozessors und weist wichtige Aufgaben diesem einen Kern zu. Danach kann der Kern noch ein Stück über den eigentlichen Turbo takten, was die Single-Thread-Leistung noch ein Stück weiter erhöht. Wie gut Turbo Boost Max funktioniert, hängt von einigen Faktoren, wie Prozessortemperatur und der Anzahl der aktiven CPU-Kerne ab.
- Velocity Boost: Ist der Prozessor kühler als 70 °C und lassen es die Energie-Limits seitens des UEFI zu, taktet der Prozessor gegenüber den anderen Boost-Modi nochmals um 100 MHz höher, abhängig von der Auslastung.
- IGP: Intel verwendet seit 1982 integrierte Grafikeinheiten in seinen CPUs und so gut wie alle aktuellen Intel-CPUs besitzen eine IGP, die weniger anspruchsvolle Titel wie WoW oder LoL spielbar auf das Display zaubert.
- Adaptive Boost: Nur Core i9-11900K und -KF unterstützen A-OC, damit beschleunigt die CPU im Allcore-Boost um weitere 300 MHz, sofern keine Limits anliegen.
Wir sind offen für konstruktive Kritik und freuen uns auf Ihr Feedback. Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Bei den dicken Xeons mit >100 MiB Cache macht das mehr Sinn und da gibt es dann auch die entsprechenden SKUs. 676X und 658X haben zum Beispiel beide 144 MiB aktiv, aber einmal mit 32 Kernen und einmal mit 24, 72 MiB gibt es von 16 bis 20 Kernen. Bei den Servern kannst du dir 32 Kerne umgekehrt auch als 6745P kaufen, verteilt über mehr Tiles mit zusammen 336 MiB. (Vergl. AMD, z.B. Epyc 9175F: 16 CCDs mit zusammen 512 MiB L3 – und mit zusammen 16 Kernen, weil je Chip nur ein einziger aktiv ist, aber weiterhin der volle Cache.)
Die Spezifikationen sehen nach +100 MHz Boost-Takt für die P-Kerne und +4 MiB L3-Cache gegenüber dem Core Ultra 225 aus.
Die Spezifikationen sehen nach +100 MHz Boost-Takt für die P-Kerne und +4 MiB L3-Cache gegenüber dem Core Ultra 225 aus.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ein empfehlenswertes Modell für preisbewusste Gamer von Intel dürfte derzeit der Core Ultra 245KF als fähiger Allrounder bleiben, welcher teils ab 155€ zu haben ist.
Für 220€ gibt es dann den 250K Plus.