Offizielles von Intel: Tick-Tock-Zyklus nur noch alle 2,5 Jahre, Cannonlake erst H2/2017, Skylake-Refresh

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Offizielles von Intel: Tick-Tock-Zyklus alle 2,5 Jahre, Cannonlake erst H2/2017, Skylake-Refresh
Quelle: PC Games Hardware

Auf seiner Telefonkonferenz zu den letzten Geschäftszahlen hat Intels CEO Brian M. Krzanich einige interessante Informationen zu kommenden Prozessorgenerationen preisgegeben. Dabei bestätigt man Kaby Lake als Skylake-Refresh im kommenden Jahr, im zweiten Halbjahr 2017 soll dann Cannonlake folgen. Das Tick-Tock-Prinzip wird entsprechend angepasst.

Die Gerüchteküche hat es bereits vermutet, jetzt hat es Intel offiziell gemacht: Cannonlake als erste CPU-Generation in 10 nm wird entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr im kommenden Jahr erscheinen. Erst 2017 soll es mit der Massenproduktion losgehen – dann aber auch in hohen Stückzahlen. Intel spricht von großen Volumen und Millionen von verfügbaren Einheiten sowie einem "Launch" im zweiten Halbjahr.

Um die Wartezeit zwischen Cannonlake und Skylake zu überbrücken, wird Letzterer einen Refresh erhalten. Der heißt Kaby Lake, soll auf Skylake basieren, aber mit "Key Performance Enhancements" erscheinen. Das Ganze erinnert stark an Haswell und Broadwell, denn Letzterer hat sich wegen der neuen 14-nm-Fertigung auch stark verspätet. Haswell hat daraufhin einen Refresh erfahren, der mit Devil's Canyon einen höheren Takt ermöglichte.

Intel muss anerkennen, dass neue Fertigungsprozesse erst später verfügbar sind, als es noch früher der Fall war. Daher wird das Tick-Tock-Prinzip erweitert. Laut dem sollte es bisher jedes zweite Jahr ein CPUs im neuen, kleineren Fertigungsverfahren geben (Tick), die in den Jahren dazwischen durch Architekturverbesserungen schneller werden (Tock). Statt wie bisher zwei Jahre für einen Tick-Tock-Zyklus sind es laut Intel künftig 2,5 Jahre. Damit sollte man sich künftig auf regelmäßige Refreshes einstellen, dann aber hoffentlich besser koordiniert – Broadwell hat wegen der anstehenden Skylake-Generation zum Beispiel sehr wenig Beachtung von Intel geschenkt bekommen.

Quelle: Intel Earnings-Call (Transkript auf seekingalpha.com)

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    • Kommentare (79)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rotavapor Freizeitschrauber(in)
        Zitat von GT200b
        Bei manchen Spielen macht die CPU sehr viel aus. Ich habe mal zum Test meine GTX 980 in mein Zweitrechner eingebaut wo ein AMD Athlon 860k schlummert und Battlefield 3 Multiplayer 64 Spieler gespielt.
        Die FPS sind meistens bei 60-70. Bei meinem Hauptrechner mit einem i5 IvyBridge habe ich durchschnittlich über 100fps bei den exakt gleichen Grafiksettings.
        Dein 60€ AMD Prozessor macht weniger FPS als der 200€ i5. Super Vergleich.
        Ich hab seit 2012 einen FX6300 und hatte nie irgendwelche Probleme. Für den Mainstream Casual Gamer merkt man kaum einen Unterschied da man mit einer 200€ Graka eh bei FHD im Limit hängt.
      • Von Rotavapor Freizeitschrauber(in)
        Zitat von GT200b
        Bei manchen Spielen macht die CPU sehr viel aus. Ich habe mal zum Test meine GTX 980 in mein Zweitrechner eingebaut wo ein AMD Athlon 860k schlummert und Battlefield 3 Multiplayer 64 Spieler gespielt.
        Die FPS sind meistens bei 60-70. Bei meinem Hauptrechner mit einem i5 IvyBridge habe ich durchschnittlich über 100fps bei den exakt gleichen Grafiksettings.
        Dein 60€ AMD Prozessor macht weniger FPS als der 200€ i5. Super Vergleich.
        Ich hab seit 2012 einen FX6300 und hatte nie irgendwelche Probleme. Für den Mainstream Casual Gamer merkt man kaum einen Unterschied da man mit einer 200€ Graka eh bei FHD im Limit hängt.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Gysi1901
        Ich hab mal Benchmarks rausgekramt. In den meisten Spielen erreicht der FX 8350 (mit immerhin 4 GHz Takt) keinen Ivy-Bridge-i5, es kommt auch vor, dass der FX langsamer ist als ein sportlicher Pentium G2120.
        Du hast nicht zufällig einfach überlesen, dass ich von FX mit angepasstem CPU/NB Takt geschrieben habe, oder? Ich habe damals meinen FX-8120 direkt mit dem 2500K eines ex-Redakteurs hier verglichen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass sie quasi gleich schnell waren. Es gab Abweichungen nur im einstelligen fps-Bereich. Übertaktet hat der 2500K zwar mehr zugelegt, aber da waren dann beide wieder im GPU-Limit.

        Lies einfach die PCGH 06/15. Da sieht man, dass mit nur einer Grafikkarte (die übertaktete 980 aus dem Testsystem) selbst zwischen einem 5960X und dem stock 8350 so gut wie kaum Unterschiede sind. Da aber selbst in einem so Technik-affinem Forum wie hier die meisten nur mit einer Karte unterwegs sind, sollte das für sich sprechen.
      • Von FrozenPie Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von cPT_cAPSLOCK
        Mein Prof hat heute außerdem noch gemeint, dass Graphen selbst zwar unglaubliche Beweglichkeiten ausweist, diese bei fertigen Transistoren aber auf das Niveau eines Si-Transistors zurückfallen.
        Letzten Endes hat IBM lange Zeit dran geforscht, aber sie haben meines Wissens nach größtenteils aufgehört, denn sie konnten nicht wie geplant technologisch an Intel vorbeiziehen.
        Bei fertigen Transistoren muss Graphen eben auch mit anderen Materialien dotiert werden um die nötige Bandlücke zu erhalten, weshalb der Widerstand natürlich ansteigt. Das Helmholtzzentrum in Frankfurt Oder hat ein Patent auf einen Mikroprozessor auf Graphenbasis, allerdings dient Graphen dort nur als Gate und die Drain und Source bilden andere Materialien. Wirklich Schneller oder Effizienter ist es aufgrund der anderen zusätzlich eingesetzten Materialien aber nicht.
        Hätte IBM mal vorbeiziehen sollen und weiter die Forschung vorangetrieben, dann hätten wir langsam mal wieder Bewegung im Halbleitermarkt
      • Von Gysi1901 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Der Verbrauch ist eine Sache, aber wie kann es sein dass ein 2500K noch ausreichend empfunden wird und ein FX auf 3570K Niveau als zu schwach?
        Das verstehe ich echt nicht.
        Ich hab mal Benchmarks rausgekramt. In den meisten Spielen erreicht der FX 8350 (mit immerhin 4 GHz Takt) keinen Ivy-Bridge-i5, es kommt auch vor, dass der FX langsamer ist als ein sportlicher Pentium G2120.
      • Von cPT_cAPSLOCK BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von FrozenPie
        Wenn man die ganzen Leiterbahnen innerhalb einer CPU auf Graphenbasis herstellen würde, wäre das schon allein ein guter Schritt nach vorne was die Effizienz und Geschwindigkeit angeht, da die Spannung für Übertragungen minimiert werden kann
        Also die ganze Verdrahtung der CPU auf Graphen-Basis? Gut, darüber weiß ich jetzt nichts, es wird aber wohl zumindest eines sein - schweineteuer. Bei eines Industrie, die so konservativ ist, wie die Halbleiterindustrie, wird das wohl einige Zeit brauchen - selbst wenn es große Fortschritte bringen würde. Die Technologie ist noch nicht weit genug erforscht und eine Halbleiter-Fab hinzustellen, braucht mehrere Milliarden USD (nur das Hinstellen, ohne auch nur einen Wafer produziert und einen Arbeiter bezahlt zu haben). Bei neuen Si-Prozessen können bestehende Fabs an der richtigen Stelle erneuert werden, was deutlich günstiger ist. Letzten Endes ist es eben immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit, nicht der Machbarkeit. Wir könnten theoretisch auch schon lange nicht-flüchtige magnetische RAMs verwenden - aber die DRAM-Technologie kann man in den selben Fabs mit der selben Technologie fertigen, wie die Chips selber, was die Sache deutlich einfacher macht.
        Mein Prof hat heute außerdem noch gemeint, dass Graphen selbst zwar unglaubliche Beweglichkeiten ausweist, diese bei fertigen Transistoren aber auf das Niveau eines Si-Transistors zurückfallen.
        Letzten Endes hat IBM lange Zeit dran geforscht, aber sie haben meines Wissens nach größtenteils aufgehört, denn sie konnten nicht wie geplant technologisch an Intel vorbeiziehen.

        gRU?; cAPS
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