Ebay-Handel mit Engineering Samples von Intel mit Haftstrafen belegt

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Immer wieder tauchen schon lange vor dem offiziellen Release auf Ebay Engineering Samples (abgekürzt: ES) von Intel-Prozessoren auf. Dagegen ist der Chiphersteller nun vorgegangen und erreichte eine fünfjährige Haftstrafe für die Verkäufer.

Der Handel mit Engineering Samples von Intel blüht: Auf Ebay finden sich immer wieder frühe Versionen von Prozessoren, die das Unternehmen erst lange Zeit später offiziell verfügbar macht. Dagegen wurde nun vorgegangen: In Taiwan sitzen vier Verkäufer für fünf Jahre im Gefängnis. Wie das Criminal Investigation Bureau von Taiwan gegenüber der China Post bestätigte, wurde den Verkäufern der Prozess gemacht, weil sie Engineering Samples aus Spaß und aus Profitgier verkauft haben. Das Geschäft mit Samples läuft in der Regel gut, weil die Prozessoren häufig keinen festen Multiplikator haben und oft so gut wie finale CPUs funktionieren.

Alle vier arbeiteten für Intels OEM-Partner in Taiwan. Während einer Razzia wurden 178 Prozessoren im Wert von rund 80.000 US-Dollar sichergestellt. Während des Prozesses bestätigten die vier Händler, dass man seit 2009 bereits 500 Engineering Samples veräußert habe. Alle Prozessoren waren Beta-Modelle, die eigentlich für Kompatibilitätstests verwendet werden. Der springende Punkt: Intel verleiht diese Samples lediglich an OEM-Hersteller - sie gehören im eigentlichen Sinne weiter dem Chiphersteller. Zudem unterstreicht Intel im Leihvertrag, dass es ein NDA zu befolgen gibt und dass die Prozessoren nicht weiterverkauft werden dürfen.

Quelle: China Post

In der Bildergalerie: Wie eine CPU entsteht - Vom Sand zum Silizium-Chip

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Ja - Gulftowns gab's so viele, da hätte man sich das Bad mit kacheln können
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Ja - Gulftowns gab's so viele, da hätte man sich das Bad mit kacheln können
      • Von SoF PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Marc
        Vergiss das mal schnell. Nur weil die nicht verkauft werden, heißt das nicht, dass die üblichen Leute keine ES kriegen und Zeug leaken (coolaler etc).
        Richtig. Ich hatte auch diverse ES, aber keiner davon kam von Ebay.
        Wobei ich mich normalerweise ans NDA halte, da ich als Mitarbeiter eines Intel-Distris meist ans Vertriebs-NDA gebunden bin *grmpf*

        Ich erinner mich gern an die Gulftown-Zeiten, als fast die gesamte TOP-OC Szene schon mit Q3FE und Q3QP benchte und der Launch noch gut 3 Monate weg war
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Da stelle ich mir gerade die Frage, wo der Thilo Bayer sein ES her hat???

        bye
        Spinal
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Hier verkauft einer scheinbar haufenweise ES-CPUs, komischerweise auch alle mit polierten HS:

        sunny 1263 | eBay

        Und bei der Menge (atm 64 CPUs/Angebote) handelt er angeblich auch noch privat.

        Edit: Angebote/Verkäufer bei ebay und Intel gemeldet, kann ja nix schaden wenn die sich das mal anschauen. *petz*
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von ruyven_macaran
        Gilt das ganze dann eigentlich bei Trickbetrügern? Wenn jemand dem Klischee-Rentner den Fernseher aus der Bude abholt, um ihn zu "reparieren" und ihn stattdessen verkauft, ist dass dann genausowenig Diebstahl und keine Hehlerei, wie jemand, der Intel eine CPU "nur zum testen" aus dem Kreuz leiert?
        Das wäre ein Fall eines Betrugs (nicht Diebstahl) und in der Folge auch Hehlerei, wenn beim Verkauf die einschlägigen Tatbestände vorliegen. Der Vertrag wäre hier fehlerbehaftet, da die Willenserklärung des Trickbetrügers auf einer Täuschung beruht.

        Die Grenze ist fließend. Die "nur zum Testen"-Leier wird ähnlich betrügerisch ablaufen. Grenzwertig wird's dann, wenn sich der Tester nach seinem (erfolgreichen) Test überlegt die CPU weiter zu verkaufen oder sich beim Verkauf nichts denkt und selbst im irrigen Glauben ist die CPU verkaufen zu dürfen.
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