Piledriver: Der Bulldozer-Nachfolger soll Desktop-orientierter ausfallen
Die aktuellen FX-CPUs auf Basis der Bulldozer-Architektur sind nicht unbedingt das, was sich so mancher Spieler erhofft hat. Bei der Entwicklung des Nachfolgers names Piledriver hat AMD bei bestimmten Entscheidungen häufiger pro Desktop statt pro Server entschieden - somit könnten im Frühling 2012 für Zocker attraktivere Chips bereit stehen.
Seit AMD am Mittwoch die ersten FX-CPUs auf Basis der Bulldozer-Architektur vorgestellt hat (PCGH-Test Bulldozer FX-8150), ist der Tenor in der Zocker-Gemeinde recht eindeutig: Die Chips sind zwar alles andere als langsam und technisch so innovativ wie fortschrittlich, die Spieleleistung reicht aber bei Weitem nicht an Intels Sandy Bridges heran.
Vor allem die geringe Leistung pro Takt und Thread, welche unseren Messungen nach etwa auf dem Niveau eines Phenom I (Agena) liegt, verhindert Höhenflüge in Spielen, die nicht alle Kerne nutzen. Ein Bad Company 2 oder Battlefield 3 aber sieht den FX-8150 klar vor einem Core i5-2500K und in Multimedia- oder Server-Anwendungen steht der Bulldozer ziemlich gut da für seinen Preis. AMD ruht sich aber auf diesem Teilerfolg nicht aus, sondern werkelt fleißig an den Nachfolgern. Für 2012, und zwar eher früh statt spät im Jahr, steht die Piledriver-Architektur auf der Agenda. Der FX Next soll wie gehabt auf den Sockel AM3+ passen und bis zu vier Module bieten. Hier sieht AMD rund 10 bis Prozent mehr Leistung pro Takt und Verbesserungen bei der Leistungsaufnahme vor, was durch eine Folie aus dem Tech-Preview-Deck gestützt wird, welches an die Tester verteilt wurde.
Wie einst der erste Phenom ist auch der erste FX eigentlich ein Server-Design, wenngleich er im Desktop-Markt verkauft wird. Dies ist unter anderem an den Cache-Größen sowie den vier HT-3.0-Links zu erkennen, auch die Integration von XOP sowie FMA4 spricht für die professionelle Ausrichtung der Architektur. Im Falle des Bulldozer-Nachfolgers Piledriver hat sich AMD, wenn es darum geht, Design-Entscheidungen abzuwägen, im Zweifel pro Desktop entschieden. Das klingt plausibel, so setzt die Trinity-APU auf Piledriver-Kerne und ist ein reinrassiges Consumer-Produkt. Somit könnte mit dem FX Next wie schon beim Schritt von Phenom I auf Phenom II ein Chip erscheinen, der sich im Server-Bereich gut schlägt und zugleich Spieler zufrieden stellt.


So lange muss mein X6 1090T @6x3,6Ghz noch durchhalten
Hätten sie erst mal nur das Server-Segment bedient, wäre das Image wohl einiges anders, denn da hat BD offenbar ja eine gute P/L. Und das hätte dann nach nem Erfolg ausgesehen schon mal. Die wussten ja schon vorher, dass sich ein FX 8150 kaum von nem 1100T abhebt leistungsmäßig und sie hätten wissen müssen, dass das die Tests auch bloßstellen werden. Erst mal gute Nachrichten aus dem Server-Bereich mit Bulldozer und später dann ein akzeptabler Piledriver für Desktop wäre imho sinniger gewesen.
Aber AMD hat ja von anfang an gesagt, das 1 Modul nur die Leistung von 80% eines DualCores hätte....heißt also, das der Bulli mind. 3,88Ghz bräuchte, um die gleiche Leistung eines X4 mit 3,2Ghz zu haben.....die ProMegaherzleistung der Module ist einfach zu schlecht.....
Aber bei den alten Einzelkernern war das nicht soooo dramatisch, auch nicht mit den Prescotts und Co.