PCGHX-Umfrage: Was halten Sie von verlöteten CPUs und wie oft wechseln Sie Ihren Prozessor aus?
Das PCGHX-Foren-Mitglied True Monkey nahm die aktuelle Diskussion rund um die Gerüchte, dass Intel zukünftig auch im Desktop-Markt auf fest verlötete CPUs setzen werde, zum Anlass, einige Umfragen zu starten. Was halten Sie grundsätzlich von dem Verlöten der CPUs mit dem Mainboard? Wie oft wechseln Sie Ihre CPU bis zum kompletten Umrüsten auf ein neues System?
Es kam wie es kommen musste. Ein Gerücht, dass Bastel- und Experimentierfreudige PC-Nutzer in Schrecken versetzt hat. Intel plane mit der übernächsten CPU-Generation ein festes Verlöten mit dem Mainboard. Wer eine CPU haben will, muss demnach zwangsläufig auch das passende Mainboard mit dazu erwerben. Die Konkurrenz in Form von AMD nutzte die Verunsicherung umgehend aus und präsentierte sich wie eine Fels in der Brandung mit der Aussage, dass AMD auch weiterhin keine Desktop-CPUs fest verlöten werde. Auch im Forum von PC Games Hardware wurde fleißig diskutiert und nachgefragt, was die Nutzer tatsächlich von einem solchen Plan halten.
Der PCGHX-Nutzer True Monkey erstellte zwei Threads, in denen er die Kernthematik ansprach und mit Hilfe einer Umfrage erfahren will, wie genau der Meinungsstand ist. Im Thread "Verlötete CPUs? Was haltet ihr davon?" können Sie mit anderen Nutzern Ihre Meinung austauschen und scheinbar ist der gleichzeitige Wechsel von CPU und Mainboard gar nicht so selten, wie zunächst gedacht. PCGHX-Mitglied Threshold schreibt dazu: "Ich kenne eigentlich niemanden der innerhalb des gleichen Boards die CPUs wechselt -- sofern sie eben nicht kaputt geht. Meist wird ein Unterbau für ein paar Jahre gekauft und irgendwann wird eben beides erneuert. Interessant finde ich vielmehr, dass DDR3 schon so viele verschiedene Sockel gesehen hat. Das war vorher nicht so. Ich persönlich möchte auf die Möglichkeit die CPU wechseln zu können nicht verzichten."
Im Thread "Wie viel verschiedene CPUs kommen bei euch idR auf ein Board?" können Sie im Rahmen einer Umfrage abstimmen, wie oft Sie CPUs wechseln, während das Mainboard gleich bleibt. Überraschend ist, dass bisher 41,25 Prozent der Teilnehmer CPU und Mainboard gleichzeitig wechseln. Eine ebenfalls große Zahl der Nutzer wechselt aber so oft wie es geht, bis es technisch keinen Sinn mehr ergibt (30 Prozent). Sie können im Thread oder direkt unter dem Artikel an der Umfrage teilnehmen. Mehr zu den Hintergründen der Gerüchte erfahren Sie im Artikel von PC Games Hardware.
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BGA never!
LGA for ever
Damit sprech ich wahrscheinlichen für die ganze Community...
Also was Desktop PCs angeht, so habe ich erst meine 2. Plattform und die alte machte 5 Jahre ihren Dienst. Original Lüfter, nie reinigen, nie Wärmeleitpaste tauschen, kein Overclocking, häufige Idle Zeiten. Sprich die CPU hat nicht immer viel zu tun und ist sich selbst überlassen. Doch habe ich jetzt ein Einsteiger-Mainboard im kleinen µATX-Format und ich hoffe, dass mein i7-2600 das Mainboard nicht zu Hackfleisch verarbeitet, hat er mal zu 80% auf 4+4 Threads was zu tun. Die alte Plattform...da kostete das Mainboard über 200€.
2011 spielte ich mit dem Athlon 64 x2 4600+ das Game Two Worlds 2 und die Auslastung war stets bei 70-100%. Wer sich um andere Dinge kümmert als um den PC und nicht an Profiten interessiert ist, wählt halt einmal in zig Jahren mit Bedacht die CPU. Beim Aurüsten auf Ivy Bridge (meinetwegen auch ein 2-Kerner) gibt´s eine Hemmschwelle wegen evtl. Probleme mit BIOS Updates und das tue ich mir nicht an. Außerdem ist es nur ein Spaß Rechner und der i7 ist für die meisten Aufgaben "zu kräftig". Heute gibt´s einen i5-3570 für unter 200€ zu kaufen, der für den normalen Anwender und den Power-Gamer völlig überlegen ist im Vergleich zu einem damals 1000€ günstigen i7-990X.
Zum Verlöten: An sich sind Sockel die Variante, die dem eifrigen Bastler oder dem unerfahrenen Käufer mehr Freiraum lässt. Aber: Steigt das Verhältnis Performance/Watt durch Verlöten stark genug an, wird sich das Verlöten durchsetzen, denn bei derart guter Leistung für´s Geld ist diese Variante dem Tauschen von CPUs überlegen. Ich gehe wie bei meinem alten AMD nicht davon aus, dass dieser i7 nach 3 Jahren schon den Geist aufgibt und wenn die Zuverlässigkeit weiter gesteigert werden kann bei CPUs, so vertraue ich auf Intel, dass sie mal wieder wissen was sie tun.
EDIT: Und wenn´s nur ein Gerücht ist, was Intel sogar noch dementierte, dann liegen wohl auch keine Pläne dafür in der Schublade, genau wie es nie einen i9 geben wird, weil i7 schon das Non plus Ultra ist. Atom, Celeron, Pentium, i3, i5, i7, Xeon...das sind ja Aufteilungen genug.
In diesem Fall ist dann kaum eine Performance-Steigerung in riesigem Ausmaß zu erwarten durch Verlöten und Intel denkt, sie werden mehr Geld machen und zufriedenere Kunden haben, wenn sie Mainboard und Chipsatz nicht mit der CPU koppeln. Die Idee an sich finde ich aber trotzdem interessant und gut, dass wir darüber mal gesprochen haben.
Da ich mir eh immer eines der oberen Modelle als CPU besorge, lohnt es sich kaum, das System öfters upzugraden, oder es ist mit Schwierigkeiten verbunden... hätte ich jetzt z.b. noch einen i7-920, würde ich überhaupt keinen Grund zum aufrüsten sehen. Was soll man da in den Sockel noch großartig schnelleres reinstecken, ohne so viel geld loszuwerden, wie n Board und ne CPU in aktuell zusammen kosten...
trotzdem sehe ich bei den gesockelten Modellen die Nutzerfreundlichere Variante...
Komm halt drauf an, ob jede Generation einen neuen Sockiel bekommt. Falls ja ist ja egal.