Meltdown: Erste Spiele-Benchmarks mit neuem Linux-Kernel auf Geforce-Grafikkarten
Für den aktuellen Linux-Kernel 4.15 und rückwirkend für den 4.14.11 stehen Updates zur Verfügung, welche die sogenannte Kernel Page-Table Isolation, kurz KPTI, einführen und damit die jüngst publik gewordene Meltdown-Sicherheitslücke schließen. Erste Vergleichs-Benchmarks zeigen, dass sich PC-Spieler wenig Sorgen um den Fix machen müssen. Ein Fragezeichen bleibt bei Spectre.
Für AMD, ARM und Intel geht es zurzeit rund, was die beiden publik gewordenen Sicherheitslücken Meltdown und Spectre betrifft. Während Letztere die grundlegende Out of Order Execution moderner Prozessoren ausnutzt und sich vermutlich nur durch Änderungen an der Hardware schließen lässt, gibt es für Meltdown bereits Linux-Kernel-Patches, um die Sicherheitslücke Software-seitig zu schließen. Version 5.15 und rückwirkend 4.14.11 führen die sogenannte Kernel Page-Table Isolation, kurz KPTI, ein, um den Benutzer- und Kernelspeicher voneinander zu trennen (Wikipedia-Beitrag). Anwendungs-Benchmarks haben bereits bewiesen, dass bestimmte Software stark von der Änderung eingeschränkt werden kann und ein Drittel langsamer arbeitet.
Die Webseite phoronix.com hat inzwischen erste Spiele-Benchmarks erstellt, um den Einfluss der KPTI auf die 3D-Darstellung zu ermitteln. Dazu wurden je eine Geforce GTX 1080 Ti und GTX 1060/6G zusammen mit einem Intel Core i7-8700K (4,7 GHz) getestet. Zum Vergleich wurde der Linux-Kernel 4.14 ohne KPTI und 4.14.11 mit KPTI herangezogen, wobei der proprietäre Nvidia-Treiber zum Einsatz kam. Die Ergebnisse in Ultra HD sind weitgehend uninteressant, da der Patch die CPU betrifft und eine Beeinflussung der GPU-Leistung somit nicht zu erwarten ist. Während 720p-Benchmarks für die reine CPU-Leistung optimal wären, geben jene in 1080p schon ein gutes Bild ab.
Counter-Strike: Global Offensive, Dota 2 und Civilization 6 sind generell CPU-lastig, sehen durch die Nutzung der KPTI jedoch keine Fps-Änderungen, die nicht auch durch die Messungenauigkeit zu erklären wären. Auch scheint es keinen Unterschied zu machen, ob OpenGL oder Vulkan als API genutzt werden. Auch die beiden synthetischen CPU-Benchmarks Xonotic und Open Arena zeigen keine Auffälligkeiten.
Alle Infos zu Meltdown und Spectre:
• Meltdown und Spectre: Intels Sicherheitslücke weitet sich branchenweit aus
• Meltdown und Spectre: Updates zu Apple, Microsoft, Mozilla und Intel
• Meltdown und Spectre: Google und Mozilla mit Schnellschüssen für Chrome und Firefox
• Meltdown und Spectre: Intel könnten Klagen wegen Coffee Lake und Krzanich drohen

Ich dachte das gilt nur für das Microcode update und nicht für das Windows/Linux update.
Bisher ist die Ganze Affäre vor allem eines verwirrend.
Ich dachte das gilt nur für das Microcode update und nicht für das Windows/Linux update.
Bisher ist die Ganze Affäre vor allem eines verwirrend.
Da kam es auch je nach Spiel zu 4-5% Performance Verlust.
Interessanter wird der künftige "Skylake-Patch" sein, ob der nicht wirklich Leistung kostet.
Da kam es auch je nach Spiel zu 4-5% Performance Verlust.