AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

58
News Moritz Treutwein Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Ein von AMD veröffentlichtes Dokument zeigt aktualisierte Pläne des US-amerikanischen Chip-Herstellers. Das Dokument legt dar, dass die Steamroller-Prozessoren für Server erst Mitte 2014 erscheinen sollen. Darüber hinaus gibt AMD auch Informationen zu den Richland- und Kaveri-Prozessoren bekannt.

Vor Kurzem hat AMD die Opteron-6300-Serie mit den "Abu-Dhabi"-Prozessoren als Flaggschiff-Serie aktualisiert. Wie nun bekannt wurde, werden die Opteron 6300 knapp zwei Jahre lang nicht aktualisiert. Die Nachfolger - welche auf der Steamroller-Architektur basieren dürften - werden einem Dokument zufolge frühestens Mitte 2014 erscheinen. Diese werden laut der Roadmap im 28-Nanometer-Verfahren gefertigt, welches vor allem mehr Leistung pro Watt ermöglichen soll.

Noch dieses Jahr sollen die Valencia-Prozessoren (Opteron 4200) durch die Seoul-Serie (Sockel C32, Opteron 4300) abgelöst werden, welche dann ebenfalls knapp zwei Jahre auf dem Markt ausharren müssen. Auch im Einsteigerbereich gibt es neue Informationen: Dort werden die jungen Generationen Zurich-Prozessoren (Bulldozer-Architektur) von den Delhi-CPUs auf Basis der aktuellen Piledriver-Architektur (Orochi-Chip mit Revision C0) abgelöst werden. Diese aktualisierten Generationen sollen noch 2012 erscheinen - den Verantwortlichen bei AMD bleiben also nur noch rund vier Wochen, die verschiedenen Prozessoren auf den Markt zu bringen.

Die bisherigen Sockel C32 (Operon 4200/4300) und G43 (Opteron 6200/6300) werden offenbar zusammengelegt - hier wäre dann womöglich eine gemeinsame DDR4-Plattform die Zukunft. Ab Mitte 2014 soll es darüber hinaus nur noch einen High-End-Sockel und einen Mid-Range-/Low-End-Sockel geben, alle Prozessoren sollen zudem im 28-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Im Bereich der Low- beziehungsweise Mid-Range-Prozessoren könnte der FM2-Sockel diese Funktion übernehmen - geplant sind hier Richland- (Trinity-Nachfolger) und Kaveri-APUs.

Kurz gesagt: AMD muss erneut diverse CPU-Generationen verschieben. Die Steamroller-basierten CPUs sollten ursprünglich 2013 erscheinen, wobei die Kaveri-APUs den Anfang machen sollten. Nun werden 2013 lediglich Überarbeitungen von aktuellen Prozessoren erscheinen - unter anderem der geshrinkte Trinity-Nachfolger Richland. Im AM3+-Sockel-Bereich wird Vishera bis 2014 durchhalten müssen - allerdings in der 2.0-Version mit kleinen Verbesserungen.

Das Dokument von Oktober 2012 zeigt, dass AMD weiter an neuen CPU- und APU-Generationen arbeitet. Vor Kurzem berichteten wir von Gerüchten, denen zufolge AMD die Entwicklung der Excavator-, Kaveri- und Steamroller-Prozessoren einstellen wird. Diese Berichte wurden von AMD postwendend dementiert - und von einer Einstellung von diversen Prozessor-Generationen kann nach den aktualisierten Roadmaps keine Rede mehr sein.

Quelle: Worldhostingdays

In der Galerie: 42 Jahre AMD - die wichtigsten Prozessoren des CPU-Entwicklers

Bildergalerie

58
    • Kommentare (58)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        AW: AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

        Ob AMD will oder muss?
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        AW: AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

        Ob AMD will oder muss?
      • Von Jan565 Volt-Modder(in)
        AW: AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

        Ich frage mich nur warum AMD sich viel Zeit lassen will mit der übernächsten Generation?

        Es ergibt doch keinen sinn, denn der Abstand zu Intel wird langsam aber sicher immer größer. Ich glaube jetzt zwar nicht das Intel das Baut was wirklich möglich währe, sondern immer nur in ganz kleinen schritten voran geht, aufgrund des Monopols (Bewusstes zurückhalten von Entwicklung) und dem extremen Vorsprung in einigen dingen.

        Nimmt man es aber anders, ist AMD mit der derzeitigen Architektur, Bulldozer 2.0, weit voraus, denn bei den Programmen die es voll Supporten, liegt jede CPU des Sockels 1155 hinter AMD und das mit nur 30% mehr DIE Fläche, die die CPU ohne CMT hätte.

        Naja, wird man sehen wie es weiter geht. Aber eines steht fest, jeder der eine AMD CPU kauft, retten die ein Stück weit. Denn So Rosig sieht es nun einmal nicht um die aus.
      • Von XE85 Lötkolbengott/-göttin
        AW: AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

        intels sockel haben rein gar nichts mit dem Thema zu tun! --> Beiträge entfernt

        BTT pls.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

        Zitat von ruyven_macaran
        *ich fühle mich überwacht*
        zu recht
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: AMD Steamroller: Abu-Dhabi-Nachfolger frühestens 2014 und weitere Details

        Zitat von Rollora
        *ich fühle mich überwacht*

        Zitat
        Insofern war der P4 nicht nur gleichauf, sondern auf Lange Sicht gesehen eine Spur zukunftssicherer- trotz AMDs 64 Bit Vorteil
        Jein. Die High-End P4 Modelle waren relativ langlebig. Mein P4ee 3,4 war selbst mit der Crysis-Demo nicht überfordert und wäre mir das Board abgeraucht, hätte ich es beinahe geschafft, den So775 komplett zu überspringen (so war 1366 zu teuer und stromhungrig und 1156 nicht verfügbar. Rückblickend ist letzteres nicht so schade, wie ich damals dachte). Für die kleineren Modelle, die sich gerade in der Anfangsphase prästentierten, war es aber wirklich eine Einzelfallentscheidung. Vielen (insbesondere Spielern) dürften sie insgesamt zu langsam gewesen sein, ehe die Optimierungen dafür sorgten, dass sie sich vor die alte AMD-Konkurrenz setzten. Nicht zu vergessen wäre dabei auch noch der Preisaspekt der Plattform.

        Zitat
        Tjo und ich als damaliger AMD User und Käufer habe mich über S. 754 940, 939 der von AMD offiziell "lange supportet werden würde" und AM2 innerhalb von 3 Jahren "gefreut".
        Das war letzten Endes der Punkt wo ich aufgegeben habe, mich aufs "Aufrüsten" zu freuen, sondern immer gleich ein gutes Mobo mit gutem/performanten Prozessor zu besorgen, damit ich ein paar Jahre ruhe hab und dann gleich wieder Mobo+CPU zu holen, denn das mit dem Sockeln ging mir einfach aufn A****


        Jup, da kam recht schnell ausreichende Gerechtigkeit. Fand ich damals auch sinnlos (insbesondere 940/939/AM2+. Intel hat die gleichen Schritte jeweils mit flexiblen Speichercontroller im gleichen Chip gelöst. 754 hätte man imho auch von Anfang durch einen 939/940 mit ungenutzen Leitungen ersetzen können), aber immerhin hat AMD noch ein paar Dinge geändert und wenn man ehrlich ist: Die AMD-Boards haben seinerzeit so viele Fortschritte gemacht, dass man auch Gründe zum aufrüsten hatte.
        Intel dagegen hat erst mit dem i875 den imho besten Chipsatz seit dem i440BX rausgebracht, der zudem ziemlich zukunftstauglich war (PCI-unabhängiges Gbit-LAN, integriertes SATA mit NCQ - der kleine Bruder i865 wurde von Asrock iirc noch auf core2quad-tauglichen Boards verbaut) und dann haben sie ein Jahr später einen anderen Sockel mit identischer Funktionalität verwendet und -das war der eigentliche Ärger- die elektrisch 100% kompatiblen, neueren CPU-Modelle ausschließlich für diesen veröffentlicht.
        Ich übrigens die nächste (Zwangs-)Aufrüstung dann solange hinausgezögert, dass bereits eine Einsteiger-CPU einen Fortschritt darstellte, so dass ich später auf CPUs aufrüsten konnte, die zum Zeitpunkt des Boardkaufes bereits am Markt (aber viel zu teuer) waren.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk