Intel Spring Crest: Nachfolger von AI-Beschleuniger Lake Crest angekündigt
Nach der Übernahme von Nervana hat Intel erste Produkte unter den Codenamen Lake Crest entwickelt und an Kunden für Tests ausgeliefert. Dabei handelt es sich um spezielle Prozessoren für den Einsatz bei Machine- und Deep-Learning-Anwendungen. Zur AI DevCon, einer Intel-Konferenz, die am 23. und 24. Mai stattgefunden hat, hat Intel den Nachfolger von Lake Crest, Spring Crest, angekündigt.
Der Prozessorhersteller Intel hat auf der Intel AI DevCon, einer Konferenz, die sich mit möglicher KI-Technologie beschäftigt, einen Nachfolger für Lake Crest angekündigt. Hinter diesem Codenamen verbirgt sich die erste Generation von AI-Beschleunigern der Firma, die auf den Entwicklungen der von Intel gekauften Firma Nervana basieren. AI-Beschleuniger benutzen spezifische Hardware für Maschinenlernen und Deep Learning. Neben Intel wird der Markt für solche Chips auch von Google - mit den verschiedenen Generationen von Tensor Processing Units - und von Nvidia, mit den aktuellen Produkten der Tesla-Marke, bedient.
Der Nachfolger von Lake Crest trägt den Codenamen Spring Crest; der offizielle Name des bisher einzigen Spring-Crest-Produkts lautet Intel Nervana NNP-L1000, wobei NNP für "Neural Network Processor" steht. Laut Angaben des Herstellers soll Spring Crest zwischen drei und vier Mal soviel Leistung bieten wie der Vorgänger. Dieser verfügt über zwölf Tensor-Kernen, welche auf einen Speicher bestehend aus vier 8-Gibibyte-HBM2- Stacks zurückgreifen können. Der Chip hat eine TDP von weniger als 210 Watt und wird bei TSMC in 28-nm-Fertigung produziert. Intel ist eine besonders gute Skalierung in Datenzentren wichtig, weswegen viel Augenmerk auf eine hohe Bandbreite für Inter-Chip-Kommunikation und niedrige Latenzen gelegt wurde. Der Prozessorhersteller spricht von einer Skalierung von einem zu zwei Chips von etwa 96,4 Prozent während einer Matritzenmultiplikation. Die Tesla-Beschleuniger mit Volta-GPU von Konkurrenz Nvidia erreichen zwar ebenfalls eine hohe Bandbreite, können diese in der Praxis aber nicht für eine vergleichbar gute Skalierung ausnutzen.
Der Intel Nervana NNP-L1000 soll in einem besseren Fertigungsverfahren entstehen und weitere, noch unbekannte Verbesserungen enthalten. Er unterstützt den Datentyp bfloat16, welcher sich in der Industrie für den Einsatz bei neuronalen Netzwerken als Standard durchgesetzt hat. Bisher setzen die meisten Firmen Intel Xeon-Prozessoren ein, wenn sie mit AI-Anwendungen experimentieren, weshalb das neue Datenformat auch von den kommenden Xeon-SP-Prozessoren unterstützt werden soll. Die Xeons bieten aber weniger effiziente Hardware und erfordern ein Umschreiben der Software, weswegen Kunden auf den neuen Beschleuniger Nervana NNP-L1000 setzen sollen.
Quelle: Computerbase.de, TomsHardware.com, Intel

Tja, und die Verfügbarkeit der neuen 'Spring Crest' Intel Nervana NNP-L1000 ist dann erst Ende 2019 ^^ .... und 'Lake Crest' kommt erst gar nicht 'offiziell' auf den Markt - ohne Intel 'NNP' SDK, denn die ist ja erst am entstehen, als “Software Development Vehicle”. Da ist Nvidia mit CUDA 9.2 aber schon deutlich weiter, zum Glück! >>> http://on-demand.gputechc...
=> Das erinnert irgendwie an Intel 'Larrabee' PR Stunt's - zwei Jahre vor Release .... na ja :o)
BTW: Intel hat ihre Benchmarks bewusst auch nicht gegen die Nvidia's DGX-2 mit NVSwitch & 2,4 TB/s Interconnect getestet - um mit ihrem 'Ende2019' Produkt gut dazustehen.
Was hat dann wohl Nvidia Ende 2019 an neuen GPU's auf dem Markt .... CUDA 10.4 SDK und 'Turing' GPU's .... hmmm?
NVIDIA Corporation (NVDA) Is Ready for the World to Take Notice /// NVIDIA's AI-Driven Data Center Business Could Grow by 18 Times in 5 Years -- The Motley Fool