AMD Ryzen Threadripper & Epyc: Multi-Die-Strategie spart viel Geld
Auf der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) 2018 hat AMD über die Multi-Die-Strategie seiner Prozessorsparte gesprochen. Im Gegensatz zu früheren Vorträgen nennt der Chiphersteller zusätzliche relative Zahlen, wie viele Kosten sich durch den Aufbau gegenüber einem "monolithischen" Chip einsparen lassen. Bei einem vollwertigen Epyc-32-Kerner lässt sich fast die Hälfte der Produktionskosten einsparen.
Schon im Rahmen der Hot Chip 2017 war AMD näher auf den Aufbau der hauseigenen Epyc-Prozessoren eingegangen, die aus vier einzelnen, je 213 mm² großen Zeppelin-Siliziumchips bestehen - ein einzelner davon sitzt auch in den Ryzen-1000-CPUs mit Codenamen Summit Ridge, zwei aktive in den Ryzen-Threadripper-Modellen. In einer Folie verglich AMD die Multi-Chip-Lösung mit einem hypothetischen "monolithischen" Design: Während ein Epyc mit 4 × 213 mm² auf 852 mm² kommt, müsste eine gleichwertige Einzelchiplösung etwa 777 mm² groß sein, da sich Teile der Logik und die Infinity-Fabric-Controller für den Interconnect einsparen ließen. Schon vor einem halben Jahr ging AMD davon aus, dass Epyc in dieser Form 41 Prozent günstiger herzustellen sei als ein einzelner 32-Kern-Die. Letzterer wäre umgedreht also 70 Prozent teurer in der Produktion.
Auf der ISSCC 2018 führte der Chiphersteller die Zahlen weiter aus. Die Herstellungs- und Testkosten vor der Serienfertigung seien im Falle eines monolithischen Chips 40 Prozent höher, vor allem müssten neue Belichtungsmasken finanziert werden. Die Ausbeute eines vollfunktionstüchtigen Epyc-32-Kerners wäre rund 17 Prozent geringer. Anders ausgedrückt: AMD könnte fast ein Fünftel seiner Epyc-Topmodelle nicht als solche verkaufen, sondern müsste sie teildeaktiviert vergünstigt anbieten. Beim Kostenersparnis in der Serienproduktion geht AMD weiterhin von 70 Prozent höheren Kosten im Falle eines einzelnes Dies aus.
Wohlgemerkt ermöglicht die Multi-Die-Strategie erhebliche Synergieeffekte zwischen den Produktreihen. Innerhalb von wenigen Monaten konnte AMD Ryzen, Ryzen Threadripper und Epyc mit vier bis 32 Kernen auf den Markt bringen. Mit verschiedenen Siliziumchips hätte sich der ganze Prozess viel weiter hinausgezögert.

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Dank Ryzen, Vega und Epyc geht es bei AMD aufwarts |
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Wenn die iGPU in den APUs immer stärker wird, dann wird der bedarf an dGPUs für Notebooks kleiner.
@Lamaan das Segment für Grafikkarten wird kleiner? Sicherlich nicht.
Raven Ridge ist in keinsterweise eine Konkurrenz zu Nvidia.
Im CPU Segment ist AMD näher rangekommen, vielleicht werden sie mit Zen 2 mit Intel gleichziehen und in der darauffolgenden Generation auch überholen und mindestens solange vorne bleiben bis der Nachfolger der Core i Generation erschienen ist.
Im GPU Segment sieht die Sache hingegen ganz anders aus, AMD hängt weiter zurück als je zuvor.