7. Wafer Supply Agreement: AMD kann Zen 2, Vega 20 & Navi beliebig bei TSMC produzieren
AMD und Globalfoundries haben das Wafer Supply Agreement (WSA) in einer siebten Iteration neu aufgelegt, nachdem der Auftragsfertiger die Entwicklung zeitnaher moderner Prozess-Nodes einstellte. AMD kann nun ohne Strafzahlungen oder Gebühren beliebig bei TSMC (oder Samsung) in 7 nm fertigen lassen, muss aber weiterhin 12- und 14-nm-Wafer von GF abnehmen.
Im Spätsommer 2016 haben AMD und Globalfoundries ihr sechstes Wafer Supply Agreement final ausgehandelt, das die Mindestabnahmemengen seitens des Chipherstellers bei dem Auftragsfertiger regelte. Gegenüber früheren Versionen war AMD nicht mehr so stark an Globalfoundries gebunden, sondern konnte gegen (verglichen mit früher) kleinere Gebühren größere Stückzahlen bei TSMC beziehungsweise Samsung fertigen lassen. Die Vereinbarung sah allerdings vor, dass Globalfoundries seinen angekündigten 7-nm-Prozess (7LP, Leading Performance) zeitnah zur Serienreife bringt und AMD somit modernste Fertigungstechnologien zur Verfügung stehen. Zwei Jahre später kündigte Globalfoundries einen Strategiewechsel mangels Investitionsgelder an, bei welcher der Auftragsfertiger im Rennen um neue Prozesse ausscheidet. 7LP wurde eingestellt, feinere Strukturbreiten wird es ebenso wenig in naher Zukunft geben.
AMD muss für TSMCs 7-nm-Prozess keine Gebühren an GF mehr zahlen
Klar war, dass die beiden Unternehmen das Wafer Supply Agreement neu auflegen müssen, um den neuen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Das Resultat verkündete AMD mit der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2019: Der Chiphersteller kann jetzt jeglichen 7-nm-Prozess und alle feineren Technologien, die in Zukunft folgen (5 nm, 3 nm, etc.), von anderen Auftragsfertigern nach Belieben nutzen, ohne dafür Einmalzahlungen oder Gebühren an Globalfoundries leisten zu müssen. Neue 7-nm-CPUs (Zen 2), -GPUs (Vega 20, Navi) und -APUs (Renoir) stammen erst einmal von TSMC, aber auch Samsung stellt künftig eine Option dar.
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AMD und Globalfoundries haben sich indes auf neue Mindestabnahmemengen für Wafer in 12LP, 14LPP und gegebenenfalls älteren Prozessen geeinigt, die in den Jahren 2019, 2020 und 2021 bestellt werden sollen - Details werden wie üblich nicht genannt. Aktuell lässt AMD die Picasso-APUs, Pinnacle-Ridge-CPUs, Ryzen Threadripper 2000 und die Polaris-30-GPU in 12LP fertigen. Raven Ridge, Summit Ridge, Ryzen Threadripper 1000, Vega und einige weitere Polaris-GPUs laufen in 14LPP vom Fließband. Auch nach der Umstellung auf 7 nm dürften Teile der älteren Produkte weiterlaufen, zum Beispiel für die Low-End-Klasse. Zudem trennt AMD seine neuen Epyc- und Ryzen-3000-Prozessoren in 7-nm-Chiplets mit Zen-2-Kernen und 14-nm-I/O-Dies auf, sodass auch die neuen CPUs eine Nachfrage bei Globalfoundries erschaffen. Das WSA wird in künftig zu regelnden Versionen noch mindestens bis zum 01. Mai 2024 laufen. Wie die Abmachung ab 2022 aussehen wird, wenn Globalfoundries keine neueren Prozesse anbietet, bleibt abzuwarten.

Man ist direkt auf Skalierung ausgelegt und benötigt keinen Ballast für Desktop, das gesamte Ökosystem basiert auf hohe Rechenleistung mit internen 7TB/s Switches für Cache/Peripherie. POWER ist schon beeindruckend aber kostet auch so viel wie Luxusautos bzw. einige kann man nur mieten.
Power CPUs? Sind die wirklich so stark. Was können diese CPUs denn so alles was die xeons denn nicht können sollten. Eigenen sich die Power CPUs auch zum video umwandeln in H264? Und wieviel Kerne haben die denn so? Ich weiß das pro Kern, gleich 3 virtuelle kommen. Das treibt die Leistung bei mehrere Sachen in die Höhe. Dummerweise sind Menschen halt nicht so richtig multitasking fähig. Somit sind mehr als 2 Videos gleichzeitig wohl kaum zu packen. Dann müssen sie wohl einen anderen besseren einsatzzweck haben.
Für AMD hat das ganze auch noch den Vorteil der Flexibilität, die einzige Risikoproduktion sind vergleichsweise kleine (70mm²) CPU-DIEs, was die Yield schon mal pusht. Den IO-Die kann man auch bei "Kraut und Rüben"-Fabs in Auftrag geben und noch kräftig dabei sparen. Man minimiert das Risiko und senkt gleichzeitig die Kosten. Hat schon seine Gründe wieso Intel da jetzt auch hin will und die Schublade nicht nur klemmt, sondern fest geschweißt scheint xD
IBM ist ja noch immer GF Partner und braucht die wohl über Jahre hinweg, von daher mache ich mir da keine so großen Sorgen und Big Blue zeigt mit den Power CPUs, was man aus so einer Fertigung raus holen kann. Dagegen wirken die Xeons wie Spielzeug