AMD und Globalfoundries: 6. Wafer Supply Agreement sieht 100 Mio. USD Einmalzahlungen vor
AMD und Globalfoundries haben ein neues Wafer Supply Agreement ausgehandelt, das rückwirkend zum zweiten Quartal 2016 in Kraft tritt und die neuen Wafer-Preise definiert. Darüber hinaus sind nun Klauseln für das Fertigen bei Drittanbietern, wie Samsung und TSMC, enthalten. AMD muss zudem Einmalzahlungen in Höhe von 100 Mio. US-Dollar leisten.
Die beiden beteiligten Unternehmen AMD und Globalfoundries haben das originale Wafer-Abkommen aus dem Jahre 2009 zum fünften Mal neu aufgelegt. Das nunmehr sechste Wafer Supply Agreement enthält tiefgreifende Neuerungen und hat bis zum 31. Dezember 2020 Bestand. Zunächst hat man sich darauf geeinigt, dass AMD Globalfoundries bis Ende 2016 Wafer im Wert von 650 Millionen US-Dollar abnimmt. 155 Mio. fallen dabei auf das erste Quartal auf Basis des 5. WSA zurück, 495 Mio. auf die drei folgenden Quartale auf Basis des 6. WSA. Die Abnahmemengen und Preise für die folgenden Jahre sollen auf Basis eines nicht veröffentlichten "Frameworks" in den jeweiligen Jahren vereinbart werden.
Statt einer Abnahme- oder Zahlungsverpflichtung ("take-or-pay obligation"), bei der AMD hohe Strafzahlungen leisten musste, wenn man die vereinbarte Menge an Wafern nicht abgenommen hat, wird man in einem solchen Fall künftig nur noch einen Anteil der vereinbarten Wafer-Preise zahlen müssen. Dafür bekommt Globalfoundries ab 2017 Zusatzzahlungen von AMD, wenn man bei dritten Auftragsfertigern Chips bestellt. Sollte AMD also bei TSMC oder Samsung CPUs, GPUs oder APUs fertigen lassen, bekommt auch Globalfoundries etwas vom Kuchen ab. Diese Zahlungen sollen wiederum mit den Wafer-Käufen direkt bei Globalfoundries verrechnet werden. Genaue Zahlen bleiben wie üblich unter Verschluss, in der Theorie sollte AMD davon aber profitieren, wenn nicht alle vereinbarten Wafer bei Globalfoundries tatsächlich abgenommen werden und dann die Zahlungen durch die Produktion bei Dritten hinzugerechnet werden. Globalfoundries hingegen bekommt zusätzliche Zahlungen obendrauf, wenn AMD die vereinbarten Mengen an Wafern bestellt - je nachdem, wie sich die Situation in Zukunft entwickelt, können also beide Unternehmen profitieren. AMD wird es vermutlich einfacher haben, Chips bei TSMC und Samsung zu bestellen.
Mit der neuen Vereinbarung geht einher, dass AMD einmalige Zahlungen an Globalfoundries beziehungsweise dessen Mutterkonzern Mubadala Development Company leistet. 100 Millionen US-Dollar sollen verteilt über die nächsten vier Quartale überwiesen werden. Darüber hinaus erhalten die Araber bis zum 29. Februar 2020 die Garantie, bis zu 75 Millionen AMD-Aktien für jeweils 5,98 US-Dollar (aktueller Börsenwert 7,40 USD, seit der Bekanntgabe des WSA leicht sinkend) kaufen zu können. Mubadala darf dabei nicht mehr als 19,99 Prozent Anteile an AMD besitzen; aktuell sind es rund 18 Prozent. AMD verrechnet diese Garantie mit einem Wert von 235 Mio. USD in den Büchern. Der Deal wird folglich zusammen mit den Zahlungen in Höhe von 100 Mio. USD mit einem Wert von 335 Mio. USD verbucht.

Und für den Abschlussbericht 2015 heißt es laut dem Dokument: "For The Fiscal Year Ended December 26, 2015... We use a 52 or 53 week fiscal year ending on the last Saturday in December. The years ended December 26,
2015, December 27, 2014 and December 28, 2013 each included 52 weeks. References in this report to 2015,
2014 and 2013 refer to the fiscal year unless explicitly stated otherwise."
Edit: Okay dann habe ich mich da verlesen
Die Potenziell große Käuferschicht der 350$++ liegt bei vllt 15% des Marktes..Daran wird auch VR nichts ändern, der Markt ist Rückläufig, die iGPUs werden nach und nach alles unterhalb einer 1050/460 überflüssig machen.