Asus Ares II Test: Wie schnell ist die Matrix HD 7970 GHz Edition Platinum im Doppelpack?
Asus Ares II Test: Wie schnell ist die Matrix HD 7970 GHz Edition Platinum im Doppelpack?
Asus Ares II im Test: Radeon HD 7970 GHz Edition Crossfire in einem Paket (14) [Quelle: Siehe Bildergalerie]Schon Ende des Jahres 2011 gewährte AMD einen Ausblick auf die Radeon HD 7990, Codename "New Zealand". Angelehnt an die zweigeteilte Inselgruppe sollte auch die HD 7990 mit zwei Tahiti-Grafikchips die Messlatte weit über die hauseigene HD 7970 setzen. Einst mit "coming soon" beworben, wurde es still um die offizielle Radeon Radeon HD 7990 - die AMD-Partner sind nun am Zug. Nachdem bereits Powercolor, Club 3D und HIS eine Radeon HD 7990 veröffentlichten, ist nun Asus mit der Ares II an der Reihe.
Der taiwanische Hersteller pflegt eine lange Tradition extremer Eigendesigns, welche nun mit der Ares II ihren vorläufigen Höhepunkt feiert. Schon der Name ist eine Kampfansage an die gesamte Konkurrenz, ist er doch dem Kriegsgott der griechischen Mythologie entliehen. Asus begnügt sich nicht damit, die Schlagkraft zweier Radeon HD 7970 GHz Edition (PCGH-Test) auf einer Platine zu vereinen, sondern verdoppelt das hauseigene Single-GPU-Flaggschiff, die Matrix Radeon HD 7970 Platinum (PCGH-Test). Vorige Multi-GPU-Designs und deren hohe Lautheit im Hinterkopf, rundet Asus das Kraftpaket mit einem Hybridkühler ab. Ob all das genügt, um Nvidias Geforce GTX 690 (PCGH-Test) auf Abstand zu halten? PC Games Hardware vergleicht die Ares II nicht nur mit Nvidias Topmodell, sondern auch mit mehreren Crossfire-Lösungen. Dabei nutzen wir selbstverständlich aktuelle Grafiktreiber von AMD (Catalyst 13.2 Beta) und Nvidia (Geforce 313.96 Beta).
Bewegte Bilder sagen mehr als 1.000 Worte: Getreu diesem Motto beginnen wir den Test mit dem Unboxing der Ares II und einem Ausflug in Quad-Crossfire-Gefilde. Was leisten vier Tahiti-XT2-GPUs mit jeweils 1,2 GHz? Das und mehr erfahren Sie in den folgenden Videos:
Asus Ares II Test: Spezifikation
Wie bei Powercolors Radeon HD 7990 Devil 13 (PCGH-Test) handelt es sich bei Asus' Ares II um kein offizielles AMD-Produkt, sondern um ein vollständiges Eigendesign. Die riesige Custom-Platine der Ares II verfügt über drei 8-Pol-Strombuchsen, welche inklusive PCI-Express-Slot eine Leistungsaufnahme von 525 Watt erlauben - ein erstes Indiz dafür, dass die Ares II kompromisslos auf hohe Leistung getrimmt wurde. An Bord der rund 30 Zentimeter langen Platine befinden sich zwei Tahiti-XT2-Grafikchips, welche mit der Radeon HD 7970 GHz Edition debütierten. Auf der Ares II arbeitet das Duett mit einem Basistakt von 1.050 MHz und einer Boost-Frequenz auf 1.100 MHz (AMD-Vorgabe: 1.000/1.050 MHz). Der Boost-Status wird solange gehalten, wie es Auslastung und Temperaturen erlauben. Jedem Grafikchip stehen 3 GiByte Speicher zur Verfügung, womit die Ares II insgesamt 6 GiByte VRAM trägt. Letzterer arbeitet mit 3.300 MHz, was gegenüber der Referenz einem Plus von zehn Prozent entspricht und die enorme Transferrate von 316,8 GByte/s (pro GPU) ergibt. Die Spezifikation aktueller High-End-Grafikkarten im Direktvergleich:
| Modell | Asus Ares II | Powercolor HD 7990 Devil 13 | Geforce GTX 690 | Geforce GTX 680 | Radeon HD 7970 GHz Edition |
|---|---|---|---|---|---|
| Preis | Mindestens 1.000 Euro | Ca. 960 Euro | Ca. 850 EUR | Ca. 400 EUR | Ca. 320 EUR |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 2x 4.313 | 2x 4.313 | 2x 3.540 | 3.540 | 4.313 |
| SP/DP-Rechenleistung (GFLOPS) | 2x 4.301/1.075 | 2x 3.788/947 | 2x 2.810/2x 117 | 3.090/129 | 4.096/1.024 |
| Pixel-/Texeldurchsatz (Mrd./s) | 2x 33,6/134,4 | 2x 29,6/118,4 | 2x 29,3/2x 117,1 | 32,2/128,8 | 32,0/128,0 |
| Takt Grafikchip-/Speicher (MHz) | 1.050 (Boost: 1.100)/3.300 | 925 (OC: 1.000)/2.750 | 915 (Boost: 1.020)/3.004 | 1.006 (Boost: 1.058)/3.004 | 1.000 (Boost: 1.050)/3.000 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 2x 2.048/32/128 | 2x 2.048/32/128 | 2x 1.536/2x 8/2x 128 | 1.536/8/128 | 2.048/32/128 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 2x 32 | 2x 32 | 2x 32 | 32 | 32 |
| Speicheranbindung (Bit) | 2x 384 | 2x 384 | 2x 256 | 256 | 384 |
| Speichertransferrate (GByte/s) | 2x 316,8 | 2x 264 | 2x 192 | 192 | 288 |
| Übliche Speichermenge | 2x 3.072 MiB | 2x 3.072 MiB | 2x 2.048 MiB | 2.048 MiB | 3.072 |
| PCI-E-Stromanschlüsse | 3x 8-polig | 3x 8-polig | 2x 8-polig | 2x 6-polig | 1x6- & 1x8-polig |
| TDP laut Hersteller | K. Angabe (max. 525 Watt) | K. Angabe (max. 525 Watt) | 300 Watt | 195 Watt | 210 Watt |
Asus Ares II Test: Kühlung und Konnektivität
Das Kühldesign macht sich die Kraft zweier Elemente zu Nutze: Während das reichlich vorhandene Metall auf der Grafikkartenplatine von einem mittig platzierten 80-Millimeter-Axiallüfter gekühlt wird, sitzt auf jedem einzelnen Grafikchip ein kompakter Wasserkühler. Zwei Schläuche führen an der Oberseite der Karte das erwärmte Wasser an einen Single-Radiator, welcher mit maximal zwei 120-Millimeter-Lüftern bestückt werden kann. Zwischen den GPUs sitzt wie von anderen Dual-Radeons bekannt ein PLX-Brückenchip, welcher die Grafikprozessoren koppelt. Jener PEX8747 ist PCI-Express-3.0-tauglich und stellt den Grafikchips damit zur internen Kommunikation die höchstmögliche Transferrate zur Verfügung. Der Brückenchip wird, wie auch der Speicher und die Spannungswandler, von einer massiven Basisplatte bedeckt.
Wer das nötige Großgeld übrig hat, darf zwei Ares II im Quad-Crossfire betreiben, der dafür nötige Konnektor ist an der Oberseite der Ares II vorhanden. Die gewonnene Rechenleistung lässt sich auf bis zu sechs Displays im Eyefinity-Betrieb nutzen: Vier ausgewachsene Displayports und zwei DVI-Ausgänge warten an der Slotblende der Ares II auf ihren Einsatz. Von den DVI-Ports ist standardmäßig nur einer Dual-Link-fähig: Ein kleiner Schalter neben dem Crossfire-Konnektor wechselt bei seinem Kollegen von Single- auf Dual-Link.
Asus Ares II im Test: Radeon HD 7970 GHz Edition Crossfire in einem Paket (7) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Asus Ares II Test: Lautheit & Leistungsaufnahme
Lautstärke-Messstand der PC Games Hardware [Quelle: Siehe Bildergalerie]Wir testen die Ares II wie gehabt im Freiluft-Aufbau. Beachten Sie, dass dies gegenüber einem schlecht belüfteten Gehäuse den Temperaturen klar zuträglich ist. Bedingt durch die geringe Radiatorfläche raten wir Interessenten und Käufern der Ares II dazu, beide Lüfter anzubringen (1x einblasend, 1x absaugend). Anschließend verrichtet das Ares-II-Kühlsystem gute Dienste: Während sich die GPUs beim Spielen knapp über 60 Grad Celsius erwärmen und somit einen Puffer für Overclocking-Versuche haben, erzeugen die drei Lüfter zusammen eine Lautheit von lediglich 2,5 Sone.
Der Axiallüfter auf der Grafikkarte ist maßgeblich für die Geräuschkulisse, er allein ist für 1,4 Sone verantwortlich und lässt sich in OC-Tools sowie dem Catalyst Control Center über die PWM-Stärke regeln. Der Ares-II-Kühler hat nur ein Problem: Im Leerlauf fällt die Lautheit nur unwesentlich geringer aus. Wir messen direkt nach dem Systemstart (inklusive installiertem Treiber) eine Lautheit von 1,6 Sone. Abhängig vom Montageplatz des Radiators und der Gehäusedämmung ist dies klar hörbar und angesichts der GPU-Temperatur um 30 Grad Celsius unnötig laut. Vorsicht beim Übertakten: Der Axiallüfter wird jenseits von 40 Prozent Drehkraft sehr laut und erzeugt ein hochfrequentes Surren.
| Lautstärke | Asus Ares II | HD 7990 Devil 13 | GTX 690 | GTX 590 | HD 6990 | GTX 680 | HD 7970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf | 1,6 Sone | 1,9 Sone | 0,8 Sone | 2,0 Sone | 1,9 Sone | 0,9 Sone | 0,7 Sone |
| BF: Bad Company 2 | 2,5 Sone | 7,7 Sone | 4,3 Sone | 3,7 Sone | 10,2 Sone | 3,5 Sone | 5,7 - 6,1 Sone* |
| Leistungsaufnahme | |||||||
| Leerlauf | 45 Watt | 48 Watt | 25 Watt | 54 Watt | 42 Watt | 15 Watt | 22 Watt |
| Blu-ray-Wiedergabe | 97 Watt | 107 Watt | 32 Watt | 62 Watt | 80 Watt | 20 Watt | 50 Watt |
| Dual-Monitoring | 89 Watt | 86 Watt | 31 Watt | 103 Watt | 79 Watt | 18 Watt | 43 Watt |
| BF: Bad Company 2 | 472 Watt | 362 Watt | 274 Watt | 343 Watt | 328 Watt | 174 Watt | 195 Watt |
An dieser Stelle wird klar, warum die Ares II über drei 8-Pol-Stromstecker verfügt: Die Leistungsaufnahme unter Volllast bewegt sich nahe der 500-Watt-Marke. Im PCGH VGA-Tool, das auf dem Furmark basiert, messen wir sogar eine Leistungsaufnahme von gigantischen 562 Watt - obwohl die Ares II ihren Basistakt (1.050 MHz) nicht halten kann. Angesichts dieses Verbrauchs muss man Asus ein Lob dafür aussprechen, es nicht erneut mit einem Luftkühler zu versuchen, sondern eine wartungsfreie Wasserkühlung zu installieren. Die Fps/Watt-Bilanz liegt auf dem Niveau der Powercolor Devil 13; beide haben aus Sicht der Effizienz keine Chance gegen Nvidias Geforce GTX 690.
Asus Ares II Test: Multi-GPU-Nebenwirkungen
Treue Leser der PC Games Hardware wissen längst um die Probleme, welche jeder modernen Multi-GPU-Lösung innewohnen. Damit sind weder die hohe Leistungsaufnahme durch die multiplen Grafikchips noch die dadurch entstehende Lautstärke gemeint, sondern Probleme auf Software-Ebene: Damit eine Dual-GPU-Grafikkarte wie Asus' Ares II und Nvidias Geforce GTX 690 ordnungsgemäß funktionieren, muss im Grafiktreiber ein Profil hinterlegt sein. Ein solches stellt sicher, dass die Zusammenarbeit beider Grafikchips stattfindet und beide möglichst gleichmäßig mit Arbeit versorgt werden. Das passiert zum Start eines neuen Spiels oftmals mit einer Verzögerung, verkörpert durch einen neuen Treiber oder ein Profil-Update seitens AMD und Nvidia.
Arbeiten die beiden Pixelschubser erst einmal zusammen, kommt ein größeres Problem zum Vorschein. Was landläufig "Mikroruckeln" genannt wird, beschreibt eine unregelmäßige Ausgabe der einzelnen Bilder (Frames). Die Grafikchips berechnen beim für Multi-GPU-Systeme genutzten Alternate Frame Rendering abwechselnd (alternierend) die anfallenden Bilder. Da der Aufwand pro Frame gerade in hektischen Situationen schwankt, ist es eher Regel denn Ausnahme, dass ein Grafikchip früher fertig ist als sein Kollege. Ohne weitere Maßnahmen geben die GPUs ihre Bilder (annähernd) gleichzeitig aus. Die Folge: Es werden zwei Fps ausgegeben, welche sich aufgrund des engen Zeitfensters anfühlen wie eines. Nun folgt eine Pause bis zum nächsten Bild(pärchen) und das menschliche Auge sieht trotz der auch von Tools bestätigten hohen Bildrate ein Ruckeln. Das Mikroruckeln wurde von PC Games Hardware regelmäßig thematisiert und gemessen, zuletzt in der PCGH 01/2013. Der folgende Vergleich visualiert das Problem (blau = lange Zeit zwischen zwei Einzelbildern):
Nvidia betont seit einiger Zeit, dass man sowohl in der Hard- als auch in der Software Maßnahmen integriert habe, welche der unregelmäßigen Bildausgabe entgegenwirken. Tatsächlich haben wir beim Test der Geforce GTX 690 eine fühl- und messbare Symptomlinderung festgestellt. Das Mikroruckeln ist bei üblichen Bildraten jenseits der 40-Fps-Marke in vielen Spielen relativ dezent. Fällt die Framerate jedoch in den 30er-Bereich, etwa wegen hochwertiger Bildglättung, leidet auch eine Geforce GTX 690 konsequent und störend unter Mikroruckeln.
Asus' Ares II unterstreicht die Vorstellung der alten Radeon HD 6990: AMD hat offensichtlich keine Maßnahmen ergriffen, um das Mikroruckeln zu mindern. Beim Test der Ares II fiel uns in fast jedem Spiel Mikroruckeln auch jenseits von 40 Fps auf, in den meisten Fällen übersteigt das die Ausmaße der GTX 690. Beachten Sie daher unsere Anmerkungen hinsichtlich des Stutterings (Stottern): "slight" bedeutet geringes Mikroruckeln, "moderate" gemäßigtes, aber eindeutig fühlbares Mikroruckeln und "heavy" lässt ernsthafte Zweifel an der ausgegebenen Bildrate aufkommen. Gegen das Problem gehen Sie am besten durch Nutzung einer Solo-GPU vor, alternativ begrenzen Sie die Bildrate mithilfe eines Frame Rate Limiters.
Asus Ares II Test: Spieleleistung
Da Asus' Ares II ein limitiertes Produkt für Grafik-Enthusiasten darstellt, behandeln wir diese Grafikkarte dementsprechend: Die Benchmarks finden allesamt in der Pixel-Königsklasse mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten statt. Wie gehabt testen wir durchweg mit hoher Filterqualität im Grafiktreiber (HQ-AF), mindestens 4x Multisample-AA und in Einzelfällen sogar mit Supersampling (TES V: Skyrim, The Witcher 2). Alle Details zu den PCGH-Benchmarks entnehmen Sie dem Artikel Grafikkarten-Benchmarks 2012/2013: Battlefield 3, Skyrim, Crysis 2, Max Payne 3 und sieben weitere Top-Titel geprüft. Das PCGH-VGA-Testsystem in der Kürze:
• Intel Core i7-3770K @ 4,5 GHz (vier Kerne plus SMT; ohne Turbo)
• MSI Z77A-GD80 (Intel Z77-Chipsatz, SLI- und Crossfire-tauglich)
• 2 x 4 GiByte DDR3-1866; 9-9-9-21-1T
• Corsair HX850 (850 Watt, 80-Plus Silber)
• Geforce 313.96 Beta - HQ
• Catalyst 13.2 Beta 3 - HQ
• Windows 7 Ultimate x64 SP1 inklusive Patches
Die Zahlen vermitteln eindeutig, dass Asus mit der Ares II die derzeit schnellste Grafikkarte erschaffen hat. Skaliert Crossfire am Optimum, liefert die Ares II bis zu zweimal so viele Fps wie eine einzelne Radeon HD 7970 GHz Edition. Die enorme Rohleistung und der große Grafikspeicher machen sich vor allem in extremen Einstellungen bezahlt. Einzig das omnipräsente Mikroruckeln, welches in den meisten Fällen stärker ausgeprägt ist als bei Nvidias SLI-Lösungen (wie der Geforce GTX 690) dämpft den Spaß.
Die starke Kühlung lädt zum Übertakten ein. Unser Testmuster der Ares II stemmt 1.200/3.600 MHz nebst Powertune Limit auf +20 Prozent ohne Murren, womit die Leistung bestenfalls um zehn Prozent ansteigt. 1.250 MHz Kerntakt verweigert das Sample selbst mit 1,3 Volt, lediglich kurze Spielszenen sind stabil möglich.
Asus Ares II Test: Fazit
Die Ares II gehört zu den stromdurstigsten Grafikkarten überhaupt, bietet zum Ausgleich jedoch die mit Abstand höchste Spiele- und Rechenleistung - weder andere Radeon-HD-7990-Grafikkarten noch Nvidias Geforce GTX 690 haben eine Chance gegen Asus' Prestige-Grafikkarte. Davon abgesehen: Das bestechende Merkmal der Ares II ist ihr Kühlsystem, das dank Wasserkraft nicht nur niedrige Temperaturen erreicht, sondern - für eine Grafikkarte am Rande des Machbaren - relativ leise arbeitet. Interessenten sollten vor dem Kauf jedoch sicherstellen, dass der Ares-II-Radiator im Gehäuse Platz zum Atmen hat.
Das Mikroruckeln, ein Phänomen das die gefühlte Bildrate senkt, betrifft zwar alle Multi-GPU-Setups, ist bei AMDs Crossfire jedoch (derzeit) ausgeprägter als bei Nvidias SLI. Somit leidet auch die Ares II unter suboptimaler Bildverteilung, sprich: Die Bildrate fühlt sich in nahezu jedem Fall niedriger an, als es die angezeigten Fps-Zahlen suggerieren. Nvidias Geforce GTX 690 leidet zwar ebenfalls an Mikroruckeln, allerdings sind Nvidias Bemühungen dagegen eindeutig mess- und vor allem fühlbar. Solange Sie mit einer Geforce GTX 690 oberhalb von 40 Fps unterwegs sind, ist das AFR-Ruckeln in vielen Spielen gemäßigt - aber nicht abwesend. Fällt die Bildrate in den 30er-Bereich, kapituliert auch Nvidias Frame-Sortierung. Sowohl bei Crossfire als auch bei SLI helfen VSync oder ein szenenabhängiges Framelimit gegen das Mikroruckeln.
Unterm Strich hat Asus mit der Ares II das Beste aus der aktuellen Technologie herausgeholt: Die derzeit schnellste Single-GPU sorgt im Duett für Höchstleistung, die Kühlung ist angemessen stark und relativ leise. Hinzu gesellen sich psychologisch wertvolle Boni wie die Tatsache, dass es bei der Ares II um eine auf 999 Exemplare limitierte Grafikkarte handelt. Somit gilt für die Ares II das gleiche Fazit wie für die Mars II (PCGH-Test): Bei dieser auf 999 Exemplare limitierten Grafikkarte handelt es sich um eine marktreife Machbarkeitsstudie, die nutzbare Technologiespitze, ein Sammlerobjekt mit Praxisnutzen. Die Ares II Grafikkarte ist nicht an "normale" Enthusiasten gerichtet, sondern an all jene, die etwas Extraordinäres besitzen möchten.
Die schlechte Nachricht zum Schluss: Weder ein Preis noch ein Liefertermin für die Ares II sind derzeit bekannt, Asus schweigt sich aus. Interessenten müssen sich folglich noch eine Weile gedulden und behalten am besten den PCGH-Preisvergleich im Auge, denn dort ist Asus' Ares II bereits aufgeführt - und verfehlt nur knapp die "elitäre" Summe von 1.337 Euro.
ASUS ARES2-6GD5, 2x Radeon HD 7970, 2x 3GB GDDR5, 2x DVI, 4x DisplayPort (90YV03H0-M0NA00)
- Schlagwörter:
- , radeon
- , radeon hd 7000
- , act




Multi-GPU kann man doch gar nicht mit normalen Benchmarks bewerten!
Da müssen Yes/No-Benchmarks her!
Also FPS auf 45/60/90/100/120 limitieren und einfach gucken, welche Games (mit SGSSAA/ Triple-Mon/ 4K-Rendering/ gemoddete Settings) ohne Framedrops geschafft werden können!
Alles andere geht doch total an der Realität vorbei! (die Microruckler würden die Performance zunichte machen)
- Quad-Crossfire ist immer möglich, egal ob mit zwei Dual-GPU-Karten oder mit 4 Single-GPU-Karten.
- Quad-SLI geht nur mit zwei Dual-GPU-Karten. Wenn man Single-GPU-Karten aus dem grünen Lager verwendet, dann ist bei Triple-SLI Sense.