Radeon RX: So spricht sich AMD gegen Nvidias Geforce-Partner-Programm aus
Mit Asus' Ankündigung der neuen Radeon-RX-Marke Arez hat AMD sich erstmalig offiziell zu Nvidias Geforce-Partner-Programm geäußert. AMD spricht sich für offene Strategien aus. Die "Freiheit der Wahl" sei ein "Recht". Nimmt ein Hersteller am GPP teil, soll er seine Geforce-Produkte nicht mehr unter der gleichen Spielermarke wie Radeons vermarkten dürfen.
In den vergangenen Wochen hat Nvidia das Geforce-Partner-Programm ins Leben gerufen, unter dem Marketing-Vereinbarungen mit den teilnehmenden Grafikkartenherstellern und Anbietern von Komplett-PCs beziehungsweise Notebooks entstehen sollen. Eine Bedingung des GPP soll eine separate Vermarktung von Geforce- und Radeon-Produkten im Spielebereich darstellen. Asus dürfe Radeons nicht mehr innerhalb der Republic of Gamers (ROG) anbieten, Gigabyte nicht mehr als Aorus und MSI nicht mehr als Gaming X. Im Falle von Gigabyte und MSI sah man bereits erste Auswirkungen, Asus hat gestern offiziell die neue Marke Arez eingeführt - bietet innerhalb dieser aber noch die gleichen Custom-Designs an, darunter die großen Strix-Modelle mit 2,5-Slot-Kühlern.
Bislang hatte AMD zum Thema GPP die Füße still gehalten und sich nicht offiziell geäußert. Das änderte sich gestern Abend mit einem Blog und dazugehörigem Video (unter dem Absatz eingebunden). Der Text selbst nennt das Nvidia-Programm nicht explizit, es wird jedoch schnell klar, dass AMD genau dieses und andere Entwicklungen wie G-Sync und Gameworks meint. Der Chiphersteller arbeite "unermüdlich daran, PC-Gaming durch enge Kooperationen mit Hardware-Normungsorganisationen sowie API- und Spieleentwicklern voranzutreiben". In Sachen Transparenz entwickle AMD Industriestandards wie Adaptive-/Freesync mit, um die "Erfahrungen von Spielern signifikant zu erweitern". Partner könnten die Entwicklungen adaptieren, ohne Spieler durch die Kosten und Limitierungen "proprietärer Technologien" einzuschränken.
Im Video "Freiheit der Wahl" wird die GPP-Thematik offensiver dargestellt. Ohne Freiheit könne es keine Schöpfung geben. Ein Spieleregal voller "Restriction - 2.0 The Game" sei langweilig - Spekulationen um "1.0" lassen wir an dieser Stelle. Eine farbenfrohere Kehrtwende zeigt das Video nach dem Einblender, dass Dell und HP (und Lenovo) nicht am Geforce-Partner-Programm teilnehmen. "Spieler leben in einer lebhaften, offenen und einzigartigen Community", heißt es. "Radeon Graphics existieren, um sie zu erhalten".
Im Blog schreibt AMD, dass Boardpartner in den kommenden Wochen weitere neue Marken ins Leben rufen werden, unter denen Radeon-Produkte vereint werden sollen. Dementsprechend könnten Ankündigungen von Gigabyte und MSI folgen. Abschließend heißt es: "Wir werden die Industrie weiterhin offen, transparent und ohne Restriktionen vorantreiben, damit Spieler Zugang zu den besten immersiven Technologien, APIs und Erfahrungen erhalten. Wir glauben, dass die Freiheit der Wahl beim PC-Gaming kein Privileg darstellt. Es ist ein Recht."

Mir geht es darum das es ein leichtes gewesen wäre das in den GPP oder anderen Lizenzvertrag zu verankern wennn es möglich gewesen wäre.
Solche Verträge sind lang und komplex. Das unterschreibt niemand einfach so nebenbei! Die Dritthersteller haben ebenfalls Rechte. Je nachdem wer welches Feature mit welcher Marke hat eintragen lassen, ändern sich die Verhältnisse.
GPP kann das nicht ändern. Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre dass Nvidia sich die Mitnutzungsrechte zukünftiger gemeinsam entwickelter Techniken und Technologien irgendwie sichern würde und die Drittherstelelr verpflichtet diese nicht an andere (u.a. AMD) weitergibt.
(Das ist Spekulation meinerseits, rechtlich legal und inhaltlich in Ordnung)
Deshalb bin ich ja auch so vehement gegen die Vorwürfe die ein rechtlicher Laie wie Kyle Bennett herausposaunt.
In Wirklichkeit ist das Ding trotzdem nur ein Referenzdesign und ist von den Ansprüchen was viele an ein Premium-Produkt haben weit weg.
Du wirst selbst in diesem Thread sehen, wie weit manche den Begriff "Premium" dehnen. Da ist auf einmal die Mittelklasse Premium. Ich stimme dem zwar nicht zu, lasse den Leuten gerne ihre Meinung.
Interessant ist wie gesagt, ob GPP hieran überhaupt etwas ändern würde. Bisher ist da nur haufenweise Spekulation ohne feste Tagsachen im Umlauf. AMD haut natürlich auf die Pauke, weil das momentan alles ist was sie können. PR-Motto: "Make Some Noise"
Ein solcher Lizentvertrag kann dutzende Seiten annehmen. kommen dann noch Markenrechte hinzu, wird das Ganze so dick wie ein Roman. Die Kosten sind außerdem nicht zu verachten.
Patente erhebt man auch nicht ohne Grund. Manche raffgierige Firmen wie biespielsweise Apple nutzen diese um alles und jeden zu verklagen. Sowohl AMD als auch Nvidia tun das nicht. Die eigenen Partner verklagt man nur, wenn es absolut nicht anders geht oder wirklich grob gegen Abmachungen verstoßen wurde.
Mir geht es darum das es ein leichtes gewesen wäre das in den GPP oder anderen Lizenzvertrag zu verankern wennn es möglich gewesen wäre.
Ich kann mir nicht mal vorstellen wie umfangreich der Vertrag jetzt schon ist, da wär so was ein lächerlicher Passus.
Das nennt sich Kapitalismus. Findest du in jedem produzierenden Gewerbe.
Ich kann mich noch erinnern wie Nvidia auf der Bühne groß angekündigt hat wie toll die FE ist.
Da passt auch das Premium ganz gut was die FE laut Nvidia ja auch sein soll.
Geforce GTX 1080: Was die Founders Edition von fruheren Referenzdesigns unterscheidet - Interview
In Wirklichkeit ist das Ding trotzdem nur ein Referenzdesign und ist von den Ansprüchen was viele an ein Premium-Produkt haben weit weg.
Das wär im Lizenzvertrag von Nvidia nur eine Zeile mehr gewesen.
Ein solcher Lizentvertrag kann dutzende Seiten annehmen. kommen dann noch Markenrechte hinzu, wird das Ganze so dick wie ein Roman. Die Kosten sind außerdem nicht zu verachten.
Patente erhebt man auch nicht ohne Grund. Manche raffgierige Firmen wie biespielsweise Apple nutzen diese um alles und jeden zu verklagen. Sowohl AMD als auch Nvidia tun das nicht. Die eigenen Partner verklagt man nur, wenn es absolut nicht anders geht oder wirklich grob gegen Abmachungen verstoßen wurde.
Definitiv Features die ich von einem Premium-Produkt erwarten würde, bzw. bei meiner Wunschkarte vermissen würde.
Die FEs sind nicht direkt Premium-Produkte, weil sie früher und günstiger als die Customs angeboten werden. Die Dritthersteller übernehmen das Referenzdesign nur, sofern es gut genug ist oder von AMD/Nvidia so verlangt wird.
Manchmal passiert es auch wie bei Vega, das unzureichend bzw. zu spät zwischen den Chip- und Drittherstellern kommuniziert wird. In diesem Fall kann nur Referenzdesign genommen werden, bis die AIBs die eignen Designs angepasst und getestet haben.
Ist aber ein guter Punkt. Was passiert mit Referenzdesigns und "Chip-Vorzugslieferung" unter GPP? Darüber hat Kyle Bennett nicht ein Wort verloren. War wohl nicht in seinem Autrag!
Genau, spätestens hier müsste man aufhören, da nicht eine einzige Zeile der GPP-Verträge offiziell bekannt ist. Kyle Bennett tönt zwar er hätte etwas (gesehen?!), zeigt jedoch seit Wochen nicht einen einzigen Beweis.
Das Problem bei den Features ist weiterhin das Markenrecht. Wenn Nvidia anfangen würde, sämtliche neuen Features wie "Zero-Fan-Modus" usw. zu pattentieren, müssten die Dritthersteller das bei Benutzung auch immer lizensieren. Das macht für beide Seiten aufgrund der Flut an Funktionsvielfalt kaum Sinn.
Deshalb geht man oft in Kooperationen für neue Designs und Grafikkartenmodelle. Nvidia möchte das jetzt intensivieren und verlangt dafür eben Exklusivität für exakt diese Marken und Modelle.
Wenn es möglich gewesen wäre so eine Funktion schützen zu lassen dann hätten sie es auch getan.
Das wär im Lizenzvertrag von Nvidia nur eine Zeile mehr gewesen.
Wo hat die Founders Edition das umschaltbare Bios, den Zero Fan, einen leisen und kühlen Kühler, vermindertes Spulenfiepen, etc..
Definitiv Features die ich von einem Premium-Produkt erwarten würde, bzw. bei meiner Wunschkarte vermissen würde.
Referenzdesign ist Minimaldesign. Wie kommst du übrigens darauf?
Das Problem bei den Features ist weiterhin das Markenrecht. Wenn Nvidia anfangen würde, sämtliche neuen Features wie "Zero-Fan-Modus" usw. zu pattentieren, müssten die Dritthersteller das bei Benutzung auch immer lizensieren. Das macht für beide Seiten aufgrund der Flut an Funktionsvielfalt kaum Sinn.
Deshalb geht man oft in Kooperationen für neue Designs und Grafikkartenmodelle. Nvidia möchte das jetzt intensivieren und verlangt dafür eben Exklusivität für exakt diese Marken und Modelle.
Es ist lediglich das funktionierende Erstdesigns, die Firmen wie AMD/Nvidia vor- und freigeben. Ohne Erlaubnis dürfen die Dritthersteller dieses nicht verändern. Hatten wir übrigens auf beiden Seiten - auch ohne angebliches GPP.