AMD Mantle: Zukünftig auch plattform- und herstellerübergreifend?
Mantle ist nicht an AMDs GCN-Architektur gebunden, sondern kann mit gewissen Voraussetzungen auch auf anderen Grafikkarten laufen. Im Interview mit Heise spezifizierte DICE-Technikchef Andersson, dass Nvidias Kepler-Chips diese Voraussetzungen vermutlich mitbringen. Allerdings sollen Nvidia und Intel vor Jahren Johan Anderssons Gesuche zur Entwicklung einer Low-Level-API abgelehnt haben, wohingegen AMD mit ins Boot stieg.
Quelle: PCGHX-Forum
AMD Mantle: Zukünftig auch plattform- und herstellerübergreifend?
Obwohl AMD am gestrigen Abend keine sehnsüchtig erwarteten Leistungswerte zu Battlefield 4 in Kombination mit Mantle ablieferte, ließ man doch einen gewissen Einblick in die Vorgehensweise der API im Vergleich zu etablierten Standards zu. Ziemlich unerwartet kam die Aussage, dass Mantle keinesfalls an AMDs Graphics Core Next genannte Architektur, welche mit der Radeon HD-7000-Reihe eingeführt worden ist, gebunden sei. Vielmehr wünsche man sich einen neuen Industriestandard, der sowohl plattform-, als auch herstellerübergreifend fungiert. Neben ARM-Prozessoren-Herstellern wie Qualcomm, Samsung und Apple spielte man den Ball offensichtlich auch Nvidia zu. Zusätzlich soll Mantle künftig auch auf den Betriebssystemen Linux und Mac lauffähig sein, zumindest nach den Wünschen von Johan Andersson, dem Technikchef bei Battlefield-Entwickler DICE.
AMD Mantle: Vorgeschichte
In einem Interview gegenüber den Kollegen von Heise gibt es nun konkretere Angaben von Johan Andersson. So sei die Idee einer Low-Level-API auf dem PC vor etwa fünf Jahren entstanden, nachdem die ersten Erfahrungen mit Konsolen gesammelt wurden. Allerdings sollen Nvidia und Intel Anderssons Gesuche, zusammen eine solche Schnittstelle zu entwickeln, abgelehnt haben, woraufhin AMD eine Partnerschaft mit DICE eingegangen ist. An der nunmehr Mantle genannten API soll seit anderthalb Jahren gearbeitet werden, wobei das Projekt als streng geheim eingestuft worden sei. Damit keine Informationen nach außen gelangen, sei die Liste der informierten Mitarbeiter sehr übersichtlich ausgefallen - der Großteil bei AMD kannte noch nicht einmal den Begriff "Mantle".
AMD Mantle: Zukünftig als "offener" Standard
Bereits Ende September konnten wir AMDs Softwarechef Raja Koduri entlocken, dass andere Hardwarehersteller - wie zum Beispiel Nvidia - theoretisch ihre eigenen Spezialtreiber für Mantle umsetzen könnten. Allerdings wirkte die Aussage eher wie das bekannte Hickhack, welches Nvidia bereits mit seinem GPU-beschleunigten Physx veranstaltete, wo AMD seine Architektur hätte offenbaren müssen. Nun hat Andersson Nvidia gewissermaßen (erneut) eine Einladung ausgesprochen, mit an Bord von Mantle zu steigen. Damit Nvidia AMD seine (Kepler-)Architektur nicht zu sehr offenlegen muss, könnte man mit optionalen Erweiterungen arbeiten, so der DICE-Entwickler.
Allerdings seien nicht alle Grafikchips mit Mantle kompatibel. So müssen "ganz bestimmte Anforderungen" erfüllt werden, sodass man sich jede Architektur individuell anschauen müsse. Ein bestimmtes DirectX-Level reiche nicht. Weiterhin glaube man nicht, "dass plattformexklusive APIs der richtige Weg sind, um mit anderen Plattformen zu konkurrieren". Es bleibt also abzuwarten, wie Nvidia auf diese Entwicklung reagieren wird. Der Ball wurde nun zumindest dem grünen Lager zugespielt.

Oh ja! Die beiden großen einigen sich auf Mantle und dann auf wiedersehen DirectX. Vielleicht dann auch noch Linux mit ins Boot und dann zocken auf einem ordentlichen Betriebssystem.
40% Overhead ist schon heftig, aber auch keine Seltenheit bei Multigpu. Mir ist schon aufgefallen das man mit SGPUs in manchen Games deutlich flotter unterwegs ist als mit MGPU.
Vorallem in Games für die Mehrkernoptimierung ein Fremdwort ist, kann die Reduzierung des Overheads doch starke Auswirkungen haben.
Spätestens da wird eiinem klar, dass sich in dieser Richtung was ändern muss. Bin gespannt wie sich Mantle sauber umsetzen lässt.
Nur durch effizientere Nutzung der GPU durch geringeren API-overhead* verschiebt man das GPU Limit nach oben - dadurch würde ein CPU Limit stärker ins Gewicht fallen, statt weniger. Was du skizzierst wäre effektiv eine Leistungsminderung der GPU, sodass die CPU gar nicht an ihre Grenzen kommt.
*