RTX 2080 Ti und Freesync: Vermeintlicher Clou offenbart sich als Irrtum
Tech Report staunte nicht schlecht, als in Kombination mit einer Geforce RTX 2080 Ti plötzlich die Freesync-Lampe des Monitors zu leuchten begann. Tests zeigten, dass es tatsächlich kein Tearing mehr gab, obwohl keinerlei Vsync aktiviert war. Doch offenbar hatte man sich zu früh gefreut ...
Als ein Redakteur von Tech Radar Rise of the Tomb Raider an dem Eizo Foris FS2735 für Testzwecke spielte, stellte er überrascht fest, dass die rote Lampe unten rechts an der Bildschirmkante brannte. Das tut sie eigentlich nur, wenn eine Freesync-kompatible Grafikkarte erkannt wird - doch eine solche war definitiv nicht angeschlossen. Er wollte gerade die Geforce GTX 2080 Ti benchen ...
Natürlich könnte die Lampe trügen. Also schaute er in den Einstellungen nach, ob das es da irgendwas gab, das dazu imstande wäre, den Monitor in die Irre zu führen. Tatsächlich stellte er fest, dass die Lampe immer nur dann aktiv wird, wenn er zwischen dem "exclusive fullscreen" und "non-exclusive fullscreen" oder auch "borderless Window mode", wie er bei manchen Spielen heißt, wechselt.
Und nun kommt der eigentliche Clou: Er sah nur dann unschönes Tearing, also Bildabrisse, als er den "exclusiv Fullscreen"-Modus aktiviert hatte. Umgekehrt schien durch den Wechsel in den "borderless Window mode" tatsächlich Freesync aktiv zu sein. Der Trick schien auch mit anderen Titeln zu funktionieren, etwa Deus Ex: Mankind Divided.
Auch andere Hardware funktionierte
Nun könnten natürlich auch die Augen trügen, weshalb der Redakteur zu seinem iPhone griff und sich die Szene mit der Slow-Motion-Funktion seiner Kamera sehr genau anschaute. Der Frameverlauf schien ebenfalls dafür zu sprechen, dass kein Vsync aktiv war. Trotzdem gab es keinerlei Tearing.
Selbst mit anderen Karten funktionierte es. Mit einer Gigabyte RTX 2080 Gaming OC 8G ebenso wie mit einer GTX 1080 Ti Founders Edition. Austauschen ließ sich sogar der Monitor.
Offenbar wurde Vsync irgendwie erzwungen
Am Ende war sich der Redakteur sicher, dass Freesync unter bestimmten Bedingen auch mit Nvidia-Karten funktioniert. Allerdings musste er diesbezüglich wieder zurückrudern. In einem Update führt er aus, dass er sich wohl zu früh gefreut hat.
Nach weiteren Tests sei er zu dem Schluss gekommen, dass der Desktop Window Manager von Windows 10 irgendeine Art von Vsync erzwingen muss, wenn man in den "borderless windowed mode" wechselt. Leser des ursprünglichen Artikels sollten sich also auch keine falschen Hoffnungen machen. Diesen hat er für die Nachwelt zusammen mit dem Update allerdings erhalten.
Weitere Meldungen rund zum Thema Freesync lesen Sie auf der PCGH-Themenseite. Freesync in Zusammenhang mit Nvidia-Grafikkarten ist auch Thema in der kommenden Printausgabe 11/2018.
Quelle: Techreport
Das ist halt ein Vorteil von Gsync.
Freesync hat dafür andere Vorteile.
Da alles andere praktisch Sinnfrei ist, kann man diese Modelle gleich von der Liste der potentiellen Monitore streichen.
Die NVIDIA-Fanboys scheinen dass noch nicht ganz kapiert zu haben.