Praxis: Die beste Filterqualität bei Geforce und Radeon

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Radeon X1950 Pro: A.I. Standard Radeon X1950 Pro: A.I. Standard Texturfilter - bei diesem Wort schüttelt so Mancher den Kopf. Die einen sehen darin ein Buch mit sieben Siegeln, die anderen böhmische Dörfer. Und wieder andere regen sich darüber auf, dass sich die Grafikchip-Hersteller seit einigen Jahren an der Qualität dieses Filters zu schaffen machen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit wenigen Handgriffen aus Ihrer Geforce- oder Radeon-Grafikkarte die beste Texturqualität herausholen können.

Geforce 6/7: "Hohe Qualität" vs. "Qualität"

Anno 2004 wurden Nvidias "Optimierungen", die sich auf die Texturfilterung beziehen, berüchtigt. Empfindliche Zeitgenossen sahen die Einsparungen zugunsten der Geschwindigkeit deutlich. Die Standard-Einstellung der Forceware-Treiber hat bei Geforce 6- und 7-Karten noch immer diese Optimierungen aktiviert, was je nach Spiel mehr oder minder sichtbar sein kann.

Um die Optimierungen zu deaktivieren, begeben Sie sich mit einem Rechtsklick auf den Desktop, gefolgt von "Nvidia Control Panel" in die neue Treibersteuerung. Oben unter "Anzeigen" aktivieren Sie "Erweiterte Optionen". Ein weiterer Klick auf "3D-Einstellungen", gefolgt von "3D-Einstellungen verwalten" offenbart alle Optionen. Steht "Texturfilterungsqualität" auf "Qualität", dann können Sie die Optimierungen ausschalten.

Namentlich sind das die "Anisotrope Mip-Filter-Optimierung", die "Optimierung von anisotropen Mustern" und die "Trilineare Optimierung". Um wirklich maximale Qualität zu bekommen, müssen Sie zuerst alle einzeln auf "Aus" stellen, übernehmen und dann zusätzlich die "Texturfilterungsqualität" auf "Hohe Qualität" stellen. Tun Sie nur letzteres, dann sind noch immer Einsparungen aktiv. Die Bilder unten zeigen jeweils den unoptimierten und den optimierten Stand.

Der Lohn der Klickerei: Ein fast immer sauberer Texturfilter, der nur selten störend flimmert. Je nach Spiel kann das aber fünf bis zehn Prozent Leistung kosten.

Geforce 8: "Hohe Qualität" vs. "Qualität"

Radeon X1950 Pro: A.I. Aus Radeon X1950 Pro: A.I. Aus Bei der Geforce 8 finden sich nur noch zwei Optimierungen. Sind diese beiden aktiviert, stört das zwar immer noch, aber deutlich weniger als noch bei der Geforce 7. Wollen Sie auf Kosten von maximal fünf Prozent Leistung das beste Bild, das man einer Grafikkarte aktuell entlocken kann, dann gehen Sie wie oben beschrieben vor.

Radeon: Catalyst A.I. "Standard" vs. "Aus"

Auch bei Ati wird beim Filter gespart, und zwar seit dem R420 bzw. dem RV360. Die Auswirkungen sind - wieder je nach Spiel - ähnlich ausgeprägt wie bei der Geforce 8. A.I. auf der Standardeinstellung flimmert in ähnlichem Maße wie eine Geforce 8 mit aktivierten Optimierungen.

Wollen Sie dies unterbinden und einen fast perfekten Filter zu sehen bekommen, begeben Sie sich mit einem Rechtsklick auf den Desktop in das Catalyst Control Center. Dort wählen Sie unter "3D" den Punkt "Catalyst A.I." an. Die "Standard"-Stufe sollte aktiviert sein. Ein Haken bei "Deaktiviert" legt die Optimierungen schlafen. "High" stattdessen ist qualitativ meist noch schlechter als "Standard".

Die Folgen

Praxis: Die beste Filterqualität bei Geforce und Radeon Wir haben einige Bilder mit Counter-Strike: Source angefertigt, die zeigen, was die Optimierungen optisch bewirken können. Gemeinsam haben alle verstärktes Texturflimmern und Moiré-Bildung.

Mehr zum Thema Treiber, Bildqualität und den Auswirkungen der Optimierungen gibt es in der kommenden PCGH Print.

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