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  • 3DMark im Test: Futuremarks neuestes Werk mit 22 Grafikkarten geprüft - Wie schnell ist Ihr Beschleuniger? [Test der Woche]

    3DMark im Test: Der neue 3DMark für Windows steht seit dem 4. Februar 2013 zum Download bereit - das Warten auf die Cross-Platform-Version für Windows RT, Android und iOS geht aber weiter. Während Futuremark emsig an der Fertigstellung feilt, testet PC Games Hardware 22 Grafikkarten unter Windows 7 x64 mit dem neuen 3DMark-Benchmark.

    Anmerkung: In der abgelaufenen Woche war dieser Artikel der mit den größten Interesse von Seiten der Leser. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute erneut.

    3DMark im PCGH-Test 3DMark im PCGH-Test Quelle: PC Games Hardware Keine Jahreszahl, kein weiteres Suffix, der neueste Benchmark der Futuremark-Mannen hört schlicht auf den Namen 3DMark. Damit möchten die Entwickler die Lebenszeit des Benchmarks unterstreichen, welche über mehrere Jahre geplant ist. Die just erschienene Windows-Version des neuesten 3DMark bietet neben dem Namen weitere Neuerungen: Erstmals werden drei für Spieler relevante Technologie-Level abgedeckt, von Direct3D9 bis Direct3D11 warten drei Gametests darauf, Computer verschiedenster Couleur zum Schwitzen zu bringen. Daneben warten unterschiedliche Physik-Tests mithilfe von Direct Compute und Bullet Physics – die aus älteren 3DMarks bekannten Feature-Tests sind passé. DirectX-11.1-Funktionen, welche derzeit nur von AMDs Radeon-HD-7000-Reihe bereitgestellt werden, suchen Neugierige ebenfalls vergeblich: Futuremark beschränkt sich auf das Feature-Level 11.0 und schert damit alle DX11-Grafikkarten über einen Kamm. PC Games Hardware prüft, wie sich moderne und ergraute Grafikkarten im neuen 3DMark schlagen.

    08:11
    3DMark trifft auf Dual-GPU-Bolide Asus Ares II

    3DMark Cross-Platform: "When it's done"

    Erstmals in der Geschichte des 3DMark steht ein Cross-Platform-Vergleich auf der Agenda: Futuremark möchte nicht nur Windows-PCs gegeneinander antreten lassen, sondern auch Mobilgeräte wie Tablets und Smartphones. Mitte Januar gab das Futuremark-Oberhaupt Baltuch bekannt: "Die Kooperation mit Verantwortlichen in der Technik-Branche stellt sicher, dass die Benchmarks auch noch Hardware, welche erst in ein paar Jahren erscheint, fordern werden. Wenn diese Zusammenarbeitet einen Nachteil hat, ist es der, dass wir sehr lange benötigen, um das Feedback von sämtlichen Partnern auszuwerten. Aktuell kann ich deshalb auch noch keinen Release-Termin bekannt geben." Ein Erscheinungstermin für den Cross-Platform-3DMark steht aus, es könnte sogar noch einige Monate dauern.

    3DMark Gametests: Ice Storm, Cloud Gate & Fire Strike

    Der 3DMark des Jahres 2013 bietet drei Gametests: "Ice Storm" mit DX9-Feature-Level für Mobil- und Einsteiger-PCs, "Cloud Gate" auf 3DMark: Ice Storm (4) 3DMark: Ice Storm (4) Quelle: Futuremark DX10-Level (Mittelklasse- und Gaming-PCs) und "Fire Strike" mit DX11-Funktionen (High-End/Enthusiasten-PCs). Der letztgenannte Test ist als einziger auch als "Extreme"-Version hinterlegt, bei der eine höhere Auflösung und bessere Effekte als beim Standard-Preset eingeschaltet werden. "Fire Strike Extreme" ist somit der spannendste und zugleich sehenswerteste Test des 3DMark, da er zukünftige Workloads abbildet und alle Funktionen von Direct X 11.0 verwendet. Kurz: Obwohl Futuremark eine fortschrittliche DirectX-11-Engine verwendet, kann sie mithilfe unterschiedlicher Feature-Levels auch mit DX10- und DX9-Hardware verwendet werden. Wir haben uns davon überzeugt, dass selbst eine Geforce 7900 GTX den "Ice Storm"-Test absolvieren kann – sogar flüssig.

    Neben unterschiedlichen Technologie-Levels und Szenarien unterscheiden sich die drei Gametests auch durch die verwendete Auflösung. So laufen "Ice Storm" und "Cloud Gate" ab Werk in der niedrigen Auflösung 1.280 x 720 (720p), um möglichst viele Geräte und deren Displays abzudecken. Einzig "Fire Strike" widmet sich – der Zielgruppe des Tests entsprechend – dem aktuellen Spielerstandard 1.920 x 1.080; das "Extreme"-Preset läuft sogar in 2.560 x 1.440 Pixeln. Käufer der 3DMark-Advanced- und Professional-Versionen dürfen bei jedem der Gametests die Auflösung, AA, AF sowie variierende Parameter einstellen, darunter die Auflösung der Shadow Maps.

    3DMark: Die Technik im Detail

    Der "Ice Storm"-Test nutzt am PC wie erwähnt DX11, aber nur das DX9-Techlevel. Bei den Betriebssystemen Android und iOS kommt 3DMark: Cloud Gate (5) 3DMark: Cloud Gate (5) Quelle: Futuremark OpenGL for Embedded Systems 2.0 zum Einsatz. Die Auflösung beläuft sich wie erwähnt auf 720p, die Speicherbelegung fällt mit 128 MiByte sehr zahm aus. Die Engine nutzt "klassisches" Forward Rendering (bis auf die Draw Calls), für Licht und Schatten sorgen Point Lights sowie Shadow Maps. "Ice Storm", der erste Grafiktest, berechnet rund 4,7 Millionen Pixel und 180.0000 Polygone pro Frame, der zweite Test dreht auf 12,6 Millionen Pixel und 75.000 Vertices pro Frame auf (bei weniger Polygonen). Bei den zusätzlichen Pixelberechnungen handelt es sich unter anderem um Bloom, Partikel sowie Bewegungsunschärfe. Der Physiktest nutzt die Bullet-Bibliothek und berechnet je zwei weiche sowie zwei Feststoffkörper via Multithreading. Gametest 2, "Cloud Gate", setzt auf DX10-Techlevel, läuft somit auch unter Windows RT und steigert das Speicher-Budget auf 256 MiByte. Hier werden Shadow-Maps mit 1.024 Pixeln Kantenlänge vierfach gesampelt, hinzu kommen Tiefenunschärfe (Depth of Field), eine volumetrische Beleuchtung, Bloom und Partikel. Mit 1,1 Millionen Polygonen pro Frame ist hier deutlich mehr Prozessorleistung gefordert, zumal der Bullet-Physiktest gleich 28 Körper miteinander interagieren lässt.

    Das 3DMark-Highlight ist der "Fire Strike"-Test (1080p bei 1 GiB Speicherhunger), welcher auch als 3DMark: Fire Strike 3DMark: Fire Strike Quelle: Futuremark "Extreme"-Variante zur Verfügung steht (1440p und 1,5 GiByte). Die Größe der Shadow-Maps beläuft sich auf 1.024 respektive 2.048 Pixel, welche acht- oder sechzehnfach gesampelt werden. Neben einer volumetrischen wird auch eine Partikel- sowie eine Oberflächen-Beleuchtung inklusive Rauch und Schatten berechnet, hinzu kommen Techniken wie Ambient Occlusion, Bloom und Tiefenunschärfe. Der erste von beiden Grafiktests kommt auf 100 schattenwerfende Point Lights und noch einmal 140, welche nur die Szene ausleuchten. Für satte 5,1 Millionen Polygone pro Frame sorgt der Test via Tessellation (PN, Phong sowie Displacement Mapping), der zweite Test kommt auf 700.000 Dreiecke mehr. Der Fokus aber liegt auf dem massiven Einsatz von Compute Shadern, so erreicht "Fire Strike" durchschnittlich 170 Millionen Pixelberechnungen pro Frame. Abgerundet wird das Geschehen durch MSAA oder FXAA. Der Physik- wie auch der Combined-Test setzen auf Bullet, die DX11-Engine arbeitet mit Treiber-Multithreading.

    3DMark: Grafikkarten-Benchmarks

    Was leisten ältere und aktuelle Grafikkarten im 3DMark? Diese Frage beantworten wir mithilfe von 22 Grafikkarten der Jahrgänge 2006 bis 2012. Die Haupttests bilden "Cloud Gate" und "Fire Strike Extreme". Ersterer läuft selbst auf angestaubten Beschleunigern wie der Geforce 8800 GT rund, während Letzterer selbst eine Radeon HD 7970 und Geforce GTX 680 niederstreckt. "Ice Storm" läuft auf modernen High-End-Systemen mit Bildraten zwischen 1.500 und 2.000 Fps – die Langeweile der Grafikkarten äußert sich in niedrigen Temperaturen und gemächlicher Belüftung. Daher erhöhen wir für unseren Spezialtest den Schwierigkeitsgrad: Die Grafikkarten müssen "Ice Storm" in 2.560 x 1.600 Pixeln mit 8x Supersample-AA (SGSSAA), 16:1 HQ-AF sowie einer Shadow-Map-Größe von 2.048 Texeln absolvieren. Durch den Einsatz von Supersampling sind einige Grafikkarten aus dem Rennen, denn weder Radeon-GPUs vor der HD-7000-Serie noch Geforce-Karten der Prä-Fermi-Ära beherrschen SSAA in DX10-/11-Umgebungen – das Feature Level ist nicht ausschlaggebend. Die Treiber für den Test sind selbstverständlich aktuell, wir nutzen den Geforce 313.96 Beta (Download) für Nvidia- und den Catalyst 13.2 Beta 4 (Test & Download) für AMD-Grafikkarten.


    Sowohl bei "Cloud Gate" als auch bei "Fire Strike Extreme" wirkt die Platzierung der Grafikkarten vertraut. Einzig unser Spezialtest mit nahezu perfekter Glättung zeichnet ein anderes Bild: Die Radeon-Grafikkarten schwächeln bei 8x Supersample-AA. Das ist angesichts ihrer höheren Peak-Rechenleistung verwunderlich, aber nicht zum ersten Mal zu sehen.

    Crossfire und SLI skalieren übrigens schon jetzt fast optimal, allerdingts tritt starkes Mikroruckeln auf. Außerdem leiden Multi-GPU-Lösungen (nur) im Demo-Modus unter einem Flackern, das die Raucheffekte im Fire-Strike-Test betrifft. Wer Windows 8 in Kombination mit Crossfire betreibt, sollte den Catalyst 13.2 Beta 5 abwarten, welcher laut Aussagen AMDs ein Skalierungsproblem beseitigt.

    Alles Weitere zu 3DMark finden Sie auf unserer Themenseite. Der Download sollte bei Futuremark auftauchen. Und wie lauten Ihre Scores?

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Grafikkarten-Rangliste 2016: 23 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
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    Es gibt 139 Kommentare zum Artikel
    Von a.stauffer.ch@besonet.ch
    Seltsam ist das die 7970 in 8x Supersampling nur auf der 3 Platz ist
    Von hodenbussard
    Hmmm......Gott sei dank nicht sooo abgeschlagen

    Ice Storm :106910
    Cloudgate : 14413
    Firestrike : 2835

    Aber ein wenig enttäuscht bin ich schon,sonst haben die Basic Versionen den Rechner wenigstens ein bisserl gefordert,aber nu im ersten Test ca. 900FPS ???
    Hat aber einen schicken Nebeneffekt wenn man den Framerate Limiter auf 40 FPS feststellt,frisst der Rechner nur 75 W im ersten Test ^^
    Von Ralf345



    Sogar noch ein bisschen mehr: ocaholic - New 3DMark Tested - 25 GPU, CPU und Memory Scaling - Grafikkarten - Reviews

    39k schafft eine 660 Ti mit Standardtakt und einem 4 Ghz IVB. Aber wen juckt es, eine Fehlerkorrektur passt der PCGH offenbar nicht ins Konzept. Der stolze Redakteur gibt ungerne Fehler zu, besonders wenn es Nvidia trifft.
    Von Klinge Xtream
    @Himmelskrieger: Du weißt schon, dass du mit nur einem Speicherriegel dein System ausbremst? Oder hast du 2x4GB?
    Von pommgreif
    die beta 5 für ati ist doch schon draußen , habe den selber drauf .
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3DMark im Test: Der neue 3DMark für Windows steht seit dem 4. Februar 2013 zum Download bereit - das Warten auf die Cross-Platform-Version für Windows RT, Android und iOS geht aber weiter. Während Futuremark emsig an der Fertigstellung feilt, testet PC Games Hardware 22 Grafikkarten unter Windows 7 x64 mit dem neuen 3DMark-Benchmark.
http://www.pcgameshardware.de/3DMark-Software-122260/Tests/3DMark-im-Test-Benchmarks-Download-1047157/
10.02.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/02/3dmark-ice-storm-screenshot-3.jpg
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