iPhone Xr/Xs: Deutliche Kursverluste bei der Apple-Aktie nach Umsatzwarnung [Update]
Jetzt aktualisiert: Apple hat in einem Schreiben an die Investoren seine Umsatzerwartungen nach unten korrigiert. Das wichtige vierte Quartal fällt damit weniger positiv aus als bisher erwartet wurde. Vor allem bei den neuen iPhones (Xr, Xs) hat Apple Schwierigkeiten, die Nutzer zum Umsteigen zu bewegen. Die Aktie verliert deutlich an Wert.
Aktualisierung vom 4.1.2019: Nach unserer News startete die Apple-Aktie auch im US-Handel sehr schwach und zog auch andere Technologieaktien ins Minus. In den USA schloss Apple mit einem Minus von fast 10 Prozent, mehrere Analysten korrigierten das Kursziel von Apple teilweise erheblich nach unten. Vom im Sommer erreichten Börsenwert von einer Billion US-Dollar ist Apple mittlerweile sehr weit entfernt, aktuell steht die Marktkapitalisierung "nur" noch bei 678,29 Mrd. US-D.
Apple legt einen holprigen Start ins neue Jahr hin. Nachdem es bereits mehrere Berichte über schleppende Verkäufe bei der neuen iPhone-Generation (iPhone Xr, iPhone Xs, iPhone Xs Max) gab, hat Apple nun eine Umsatzwarnung veröffentlicht. Beim am 29.12. abgelaufenen ersten Fiskalquartal rechnet Apple nun mit 84 Mrd. US-Dollar Umsatz, zuvor hatte man 89 bis 93 Mrd. US-D in Aussicht gestellt. Das bedeutet einen Rückgang von 6-10 Prozent des Umsatzes gegenüber den Erwartungen. Nachbörslich sorgte die Ankündigung von Apple für einen empfindlichen Kursverlust. Aktuell notiert die Apple-Aktie in Frankfurt knapp 8 Prozent im Minus und nähert sich damit dem 52-Wochen-Tief. Mit aktuell rund 128 Euro pro Aktie liegt Apple 36 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 201 Euro pro Aktie.
Apple begründet den zurückgehenden Umsatz vor allem mit Schwächen in aufstrebenden Märkten wie China, wo es besonders im zweiten Halbjahr 2018 zu einer Wirtschaftskrise gekommen sei, die durch den Handelsstreit mit den USA noch befeuert wurde. Die Endkunden führten dadurch weniger iPhone-Upgrades durch als erwartet. Auch in "einigen entwickelten Märkten" (Länder werden keine genannt) fände der Umstieg auf die neue iPhone-Generation (iPhone Xr, iPhone Xs, iPhone Xs Max) langsamer als erwartet statt. Die Stärke des US-Dollars (und die damit verbundenen Preiserhöhungen) und auch die großangelegte iPhone-Batterietausch-Aktion hätten zu den negativen Entwicklungen beigetragen.
Apple selbst veröffentlicht keine Verkaufszahlen seiner iPhones, spricht aber davon, dass die Zahl von aktiven Geräten in den letzten zwölf Monaten um 100 Millionen Einheiten gewachsen sei. Letzte Schätzungen von Analysten gehen davon aus, dass Apple im Weihnachtsquartal ca. 64 Mio. iPhones verkaufen konnte (ca. 20 Prozent weniger als im Vorjahresquartal) und im Folgequartal nur noch rund 43 Mio. iPhones an den Kunden bringt.

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