iPhone 5S: Liquidmetal-Chassis beim nächsten Apple-Smartphone?
Wird das kommende "S"-Update des iPhone 5S das umfangreichste Zwischenupdate der iPhone-Geschichte? Neben vielen Hardware-Änderungen gibt es mittlerweile auch Gerüchte, nach denen Apple beim iPhone 5S auch bereits auf die Liquidmetal-Technologie setzen wird, die im Gegensatz zur normalen Chassis-Herstellung ganz neue Formen erlaubt.
Haben Sie sich beim Anblick alter Autos schon mal gefragt, warum die Formen so kantig sind und sich grundlegend von heutigen Automobilen unterscheiden? Sicherlich auch eine Geschmacksfrage, aber in den frühen Tagen der Automobilherstellung konnten die Zulieferer nur mit extrem viel Aufwand geschwungene Metallteile herstellen. Das gleiche Problem, allerdings auf einem ganz anderen Niveau, haben derzeit auch Smartphone-Hersteller. Mit dem iPhone 5S will Apple aber angeblich neuen Schwung in die Chassis-Entwicklung bringen, denn zum ersten Mal soll hier ein größeres Bauteil aus Liquidmetal hergestellt werden. Erste Testläufe hat Apple bereits mit dem SIM-Tray-Werkzeug absolviert, doch größere Werkstücke wie ein iPhone-Chassis waren bislang nicht möglich. Das Problem: Anders als bei Aluminium, wo Formen gefräst werden, kann Liquidmetal zum Teil wie eine Flüssigkeit in Form gebracht werden. Bislang war die größte Hürde aber das Ziehen des Metalls, denn bei einer Dehnung über einen gewissen Grad hinaus, kamen ungewollt unterschiedliche Materialstärken heraus - für einen Premium-Hersteller wie Apple keine Option.
Aktuelle Berichte sollen nun allerdings belegen, dass Apple die Kinderkrankheiten der Liquidmetal-Fertigung beseitigt hat und zumindest in iPhone-Dimensionen für eine gleichbleibende Qualität sorgen kann. Ob wir zwangsweise neue Chassis-Formen sehen werden, ist nicht unbedingt gesagt. Allerdings können die Apple-Zulieferer mit der Liquidmetal-Technik die Herstellungszeiten für Chassis drastisch reduzieren. Welchen Einfluss dieser Umstand auf die Entwicklung hat, zeigt ein Blick zu HTC, denn das HTC One wird mit einer geschwungenen Rückseite aufwendig aus einem Block Aluminium gefräst - einer der Gründe für den verzögerten Verkaufsstart des HTC One. Mit der Meisterung dieser Technik könnte Apple also die Gewinne maximieren, die Entwicklungszeiten minimieren und gleichzeitig den Designern noch mehr Freiraum verschaffen. Angesichts des heiß umkämpften Marktes können da nur noch Kunststoff-Smartphones wie das Galaxy S4 mithalten - zumindest zu einem konkurrenzfähigen Preis. Da Apple aber kaum auf Grund einer neuen Technologie die Preise reduzieren wird, können sich die Aktionäre also vermutlich auf höhere Gewinne freuen.
Das iPhone 5S wird voraussichtlich einige Bauteile aus Liquidmetal erhalten, ein komplexes Chassis aus diesem Material können wir allerdings vermutlich erst mit dem iPhone 6 in 2014 erwarten. Das iPhone 5S soll angeblich im September vorgestellt werden und neben einer besseren Kamera auch den neuen A7-SoC besitzen.
Quelle: vr-zone

Das Gerücht hält sich seit Jahren hartnäckig , dass die jeweils nächste iPhone Gen mit Liquidmetal Chassis kommt. Ich glaube nach wie vor nicht dran!