iOS-Leak: iBoot- und SecureROMs im Internet aufgetaucht [Update]

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iOS-Leak: iBoot- und SecureROMs im Internet aufgetaucht (1)
Quelle: PC Games Hardware

Im Internet sind offenbar seit Längerem Teile des Codes von iBoot und SecureROMs öffentlich zugänglich. Das ist ein Problem, denn es ermöglicht Kriminellen einen deutlich leichteren Zugang zu Sicherheitslücken, die sich dann ausnutzen lassen. Wie groß die Gefahr tatsächlich ist, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.

Update vom 09.02.2018

Apple hat sich mittlerweile zum Thema geäußert und bestätigt, dass der auf Github veröffentliche Code echt ist. Man betont aber auch, dass die Sicherheit dadurch alleine nicht nennenswert kompromittiert werde. Apple habe in seinen Produkten viele Schichten von Schutzvorkehrungen in Hard- und Software-Form. Prinzipiell rät man den Anwendern, stets die neueste Version der Software zu installieren.

Soweit war die Stellungnahme von Apple zu erwarten. Das ändert letztlich nichts daran, dass es ein potenzielles Einfallstor für Kriminelle werden kann. Ebenso wie der Quelltext für mehrere iPhone-Basebands. Auf jeden Fall wird Apple die undichte Stelle im Unternehmen finden müssen.


Original-Artikel vom 08.02.2018

Apple hat ein Problem: Auf Github ist nun die Trusted-Boot-Routine iBoot aufgetaucht und das öffnet nun Kriminellen Tür und Tor. Die können sich nämlich auf die Suche nach Sicherheitslücken im System machen und Schadcode einschleusen. Wenn sie das nicht schon haben, denn die Auszüge auf Github sind wohl nur die Spitze des Eisberges. Schon vor Monaten soll der Code an weniger öffentlichen Stellen im Netz kursiert sein.

Und es bleibt offenbar nicht nur bei iBoot-Code, denn auch Code des SecureROMs soll die Runde machen. Die gute Nachricht ist, dass der Code verhältnismäßig alt ist und von iOS 9 stammt. Mittlerweile ist Apple bei iOS 11 angelangt. Das heißt aber nicht, dass nun alles gut ist, denn die aufeinander aufbauenden Updates können Sicherheitslücken mitschleppen. Zudem soll es sich nicht um den kompletten Code handeln, womit man ihn nicht direkt verwenden kann.

Trotzdem hilft es Cyberkriminellen, Sicherheitslücken im Betriebssystem von Apple zu finden - und das viel schneller als unter normalen Umständen. Interessant wäre zudem, wie es zum Leak kam. Apple dürfte nun Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Quelle der Daten ausfindig zu machen. Experten halten den Leak jedenfalls für eine große Sache.

Auf der anderen Seite könnte es bald wieder Tethered-Jailbreaks für iOS geben und ist durchaus etwas, das manche Anwender wünschen. Sobald Sicherheitslücken ausgenutzt werden, wird Apple dieser aber auch wieder schließen. Wer Sicherheitslücken nutzen will, etwa für Jailbreaks, hängt dann in seiner Version fest.

Quelle: Motherboard/Vice

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Abductee
        Deswegen schimpft die NSA ja auch immer gegen der Verschlüsselung auf den iOS-Geräten
        Nicht nur die: Apple vs. FBI: Bill Gates fordert Apple zur Entsperrung von iPhones auf |
        Mac & i


        Microsoft macht bei Windows 10 freiwillig die Beine breit.
      • Von Palmdale BIOS-Overclocker(in)
        Gut, hätte es vielmehr auf iOS beschränken sollen
      • Von Dragonix Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Palmdale
        Allerdings war und ist die Designphilosophie ja absolut gegensätzlich zwischen Linux und iOS. Apple hatte noch nie irgendetwas vom eigenen Code veröffentlicht geschweige plante man, dies zu tun. So gesehen ist der Code zwar älteren Semesters, aber noch nie gab es solch detaillierten Einblick in die Funktionsweise, die sich wohl nicht wirklich grundlegend geändert haben dürfte bis heute.
        Ich bin ja kein allzugroßer Apple Freund, aber das stimmt so nicht ganz: Einige Teile ihres Darwin/Mach/XNU Kernels sind öffentlich, CUPS ist öffentlich und auch ansonsten arbeitete Apple an recht vielen Opensource Projekten mit, das waren/sind zum Beispiel LLVM, WebKit, ...
        Dass das nicht aus reiner Menschenliebe geschieht ist klar, aber Apple veröffentlich durchaus hier und da mal etwas Quellcode .

        Siehe zum Beispiel Open Source - Releases
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DKK007
        Man hat da wohl Angst, das jemand die NSA Hintertüren findet.
        Bei Linux ist das gesamte System OpenSource und es schadet der Sicherheit nicht im geringsten.
        Deswegen schimpft die NSA ja auch immer gegen der Verschlüsselung auf den iOS-Geräten
      • Von Palmdale BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DKK007
        Man hat da wohl Angst, das jemand die NSA Hintertüren findet.
        Bei Linux ist das gesamte System OpenSource und es schadet der Sicherheit nicht im geringsten.
        Allerdings war und ist die Designphilosophie ja absolut gegensätzlich zwischen Linux und iOS. Apple hatte noch nie irgendetwas vom eigenen Code veröffentlicht geschweige plante man, dies zu tun. So gesehen ist der Code zwar älteren Semesters, aber noch nie gab es solch detaillierten Einblick in die Funktionsweise, die sich wohl nicht wirklich grundlegend geändert haben dürfte bis heute.
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