iPhone 12 - Gefährden Probleme mit Kameraobjektiven den Launch im Herbst?
Bislang schien der gewohnte Launch der neuen iPhone-Generation im Herbst als gesichert. Doch geht es nach einem mit der Branche vertrauten Analysten, soll ein wichtiger Zulieferer große Probleme mit den Kameraobjektiven haben, sodass die Einführung der neuen Apple-Geräte dadurch in Verzug geraten könnte.
In der neuen iPhone-Generation sollen alle vier geplanten Modelle sogenannte 7P-Objektive in ihren Weitwinkelkameras einsetzen. Die Bezeichnung 7P steht hierbei für sieben Elemente in der Baugruppe des Objektivs. Während es bei den beiden Pro-Modellen keine Probleme geben soll, sieht die Sache bei den günstigeren iPhone 12-Modellen, also den 5,4- und 6,1-Zoll-Varianten, laut dem Analysten Ming-Chi Kuo anders aus.
Risse in den Kameraobjektiven
Der Zulieferer der 7P-Objektive, Genius Electronic Optical, habe laut Kuo Probleme mit der Beschichtung der Weitwinkellinsen. Im Rahmen der Qualitätstests sei es unter hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit zu Rissen in der Beschichtung gekommen. Bis diese Probleme gelöst sind, dürfte es daher zu Verzögerungen in der Produktion kommen. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Liefersituation aus, weshalb Kuo davon ausgeht, dass Genius die Preise für seine Baugruppen um bis zu 30 Prozent senken müsse, um Apple zu besänftigen.
Der kalifornische Konzernriese soll bereits auf die Probleme reagiert und einen Teil des Auftragsvolumens an den Hersteller Largan Precision vergeben haben. Ob dieser Schritt ausreicht, um die Launchtermine der neuen iPhones einhalten zu können, bleibt abzuwarten. Im Rahmen eines Investorengesprächs hatte Apples CFO Luca Maestri bereits letzte Woche bekanntgegeben, dass man die Einführung der Smartphones um einige Wochen nach hinten verschoben hat. Diese Information ist für die Investoren äußerst wichtig, da die Verlegung von September in den Oktober bedeutet, dass sich die Verkaufszahlen erst im Q4/2020 auswirken werden.
Quelle: MacRumors
