iPhone XS: Bericht kritisiert den Kauf als "schlecht für den Planeten"
In dieser Woche präsentierte Apple seine neue iPhone-Generation bestehend aus drei Modellen, darunter das iPhone XS. Mit Hinblick auf die Versprechungen des Konzerns zu mehr Nachhaltigkeit kritisiert ein aktueller Bericht nun die kommenden Neuerscheinungen.
In einem Artikel des Vice-Ablegers Motherboard wird die aktuelle Äußerung einer Apple-Managerin zum Anstoss genommen, die Haltung des Konzerns im Bezug auf mehr Nachhaltigkeit anzuprangern. Die für Umweltfragen zuständige Vizepräsident Lisa Jackson hatte während der Präsentation der neuen iPhone-Modelle erklärt, dass Apple "die Entwicklung haltbarer Produkte" sicherstelle, "die so lange wie möglich halten". Dies bedeute "langlebige Hardware gepaart mit unserer großartigen Software. Weil sie länger halten, können Sie sie länger benutzen. Und sie länger zu benutzen ist das Beste für den Planeten".
Hohe Auswirkung allein durch Rohstoffe
Dass mehr Nachhaltigkeit gut für den Planeten ist, sei dabei korrekt, doch die Herstellung eines iPhones ist gemäß dem Artikel trotz Apples "grün gewaschenem Marketing" ein "unglaublich zerstörerisches Unterfangen". So habe bereits ein Experte auf Betreiben der Redaktion geschätzt, dass für die Herstellung des durchschnittlichen iPhones etwa 75 Pfund an Rohmaterial abgebaut werden müssten, ohne dabei andere Umweltnebenprodukte von Apples Lieferkette in Betracht zu ziehen, etwa die Verschiffung der Rohstoffe und des fertigen Produkts über die ganze Welt.
Recycling als Augenwischerei
Apple habe vor anderthalb Jahren die Hoffnung geäußert, eines Tages auf Rohstoffe aus Minen verzichten zu können und stattdessen gänzlich auf recyceltes Material zu setzen, jedoch sei seither nicht erklärt worden, wie dies umgesetzt werden soll. Stattdessen sagte Jackson, dass ein paar kleine Teile im Telefon auf recycelte Materialien setzen und etwa das Lautsprechergehäuse "jetzt mit 35 Prozent Post-Consumer-Recyclingkunststoffen hergestellt" wird, ebenso wie die Verwendung von recyceltem Zinn.
Das seien gute, aber auch inkrementelle Änderungen, da recyceltes Blech auch eine einfache Lösung sei, anders als etwa bei seltenen Erden, für die es teilweise kaum oder keine Möglichkeit zum Recycling gebe. Daher werde es in naher Zukunft trotz Apples Bekenntnis kein vollständig recyceltes iPhone zu sehen geben. Auch die Recycling-Roboter von Apple seien dahingehend kein probates Mittel, da diese angesichts der hohen Stückzahlen der Geräte gar nicht hinterherkommen würden.
Schlechte Reparierbarkeit
Zudem habe Apple unabhängige Elektronik-Recycler hinter den Kulissen gezwungen, Vereinbarungen zu unterzeichnen, das eigentlich noch reparable Geräte zerstört werden müssen. Darüber hinaus wird auch die schlechte Reparierbarkeit durch Verkleben und proprietäre Schrauben kritisiert, ebenso wie Apples "Anti-Reparatur-Lobbying" durch Zurückhalten von Ersatzteilen und das Ausgrenzen von Reparaturdienstleistern. Dementsprechend wird ein Kauf des iPhone XS als "schlecht für den Planeten" betitelt.

Das OnePlus One ist aber auch nicht wasserdicht, die alten Samsung und iPhones ohne IP-Zertifizierung sind so auch nicht verklebt.
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Aber zumindest gut für den Geldbeutel ist es nicht so wie immer wenn man was einkauft