Preisdiktat bei iPhone 5s & Co.: Apple muss in Taiwan Strafe zahlen
Aufgrund der Einflussnahme auf die Preisgestaltung neuer iPhone-Modelle bei drei Mobilfunkanbietern in Taiwan, hat Apple von der dort ansässigen Kartellbehörde eine Strafzahlung von umgerechnet rund 486.000 Euro auferlegt bekommen.
Wie die Taiwan Fair Trade Commission (FTC) kürzlich bekannt gegeben hat, wurde gegen Apple
Quelle: Apple
Preisdiktat bei iPhone 5s & Co.: Strafe in Taiwan
aufgrund einer gesetzeswidrigen Geschäftspraktik eine Geldstrafe in Höhe von 20 Millionen Taiwan-Dollar (rund 486.000 Euro) verhängt. Dem Vorwurf nach habe der Konzern den Netzbetreibern Chunghwa Telecom, Taiwan Mobile und Far EasTone vorgeschrieben, wie viel Geld sie für ein iPhone verlangen sollen, was einen Verstoß gegen das taiwanesische Wettbewerbsrecht darstellt.
Apple dürfe nach der Vergabe der Vertriebsrechte den Mobilfunkanbietern keine Preise diktieren. In der Begründung heißt es außerdem weiter, dass den Providern so die Freiheit genommen wurde, auf Grundlage der Wettbewerbslage und Marktstrukturen, den Verkaufspreis selbst zu bestimmen. Nachgewiesen wurde das unerlaubte Preisdiktat anhand von E-Mail-Korrespondenz zwischen Apple und den Netzbetreibern. Apple kann gegen die Strafzahlung Berufung einlegen. Bei einem weiteren Verstoß kann künftig eine zusätzliche Geldstrafe von 50 Millionen Taiwan-Dollar folgen.
Quelle: via heise.de, golem.de
Hintergrund: iPhone 5s und iPhone 5c
Das iPhone 5s setzt auf Apples neuen, 64-Bit-fähigen A7-SoC und wird in den Farben Silber (mit Weiß), "Space Grey" (mit Schwarz) und Gold (mit Weiß) angeboten. Neben einer neuen Kamera nebst Dual-LED-Blitz verfügt das iPhone 5s zudem über einen Fingerabdruck-Scanner. Das iPhone 5c wiederum ist zum Vorgängermodell iPhone 5 aus technischer Sicht fast identisch und wird daher auch etwas günstiger als das Flaggschiff angeboten. Das Kunststoffgehäuse des "Plastik-iPhone" gibt es in verschiedenen, bunten Farben.

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