Forderung nach iPhone-Verbot: Nokia macht Ernst im Patentstreit mit Apple

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Forderung nach iPhone-Verbot: Nokia macht Ernst im Patentstreit mit Apple (1)
Quelle: Apple

Nokia hat Apple mit einer Phalanx zusätzlicher Klagen in verschiedenen Ländern konfrontiert. Außerdem verlangt Nokia von der US-Handelsbehörde, ein Einfuhrstopp zu erwirken. Betroffen wären populäre Produkte wie das iPhone sowie das iPad. Hintergrund sind geplatzte Verhandlungen über Patentlizenzierungen.

Nachdem Nokia bereits erste Patentklagen gegen Apple in die Wege geleitet hat, sind zahlreiche Klagen in neun weiteren Ländern dazu gekommen. Anscheinend müssen sich Gerichte in Deutschland, Großbritannien, Finnland, Italien, Schweden, Spanien, den Niederlanden, Hong Kong, Frankreich und Japan dem Patenstreit annehmen. Die Finnen beschuldigen Apple, insgesamt 40 Patente verletzt zu haben. Sie umfassen die Bereiche "Bildschirm, Bedienoberfläche, Software, Antennen, Chipsätze und Videocodierung", wie Nokia mitteilt.

Außerdem hat der einstige Handyweltmarktführer eine Beschwerde an die US-Handelskommission gerichtet, in der acht zusätzliche Patente aufgeführt werden. Darin fordert Nokia ein Verkaufsverbot für bestimmte elektronische Geräte wie das iPhone und das iPad.

Die Klagewelle ist das Ergebnis gescheiterter Verhandlungen, während der eigentlich Patentlizenzierungen ausgehandelt werden sollten. Apple wirft den Finnen vor, "die Taktiken eines Patentrolls" an den Tag zu legen. Nokia sei nicht bereit, auf fairer Basis Lizenzierungen zu vereinbaren. Als Firma, die selbst keine Geräte produziert, versuche Nokia, von Unternehmen wie Apple große Teile des Umsatzes abzugreifen.

Apple hat seinerseits mit einer Klage gegen die Patenverwertungsgesellschaften Acai und Core Wireless reagiert. Diese Firmen arbeiten nach Apples Aussage eng mit Nokia zusammen und würden verhindern, dass Apple standardessentielle Patente zu fairen Bedingungen verwenden darf. Mehr Details zu Apple und dem iPhone 7 lesen Sie auf der PCGH-Themenseite.

Quelle: Nokia

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    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von alkaAdeluxx PC-Selbstbauer(in)
        So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder zurück.
      • Von alkaAdeluxx PC-Selbstbauer(in)
        So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder zurück.
      • Von ISancoI Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das wäre ja mal ein Hammer.
      • Von mrpendulum Software-Overclocker(in)
        Zitat von scully1234
        Ich denke das waere fuer Banken die nach einem relativ risikofreien Deal suchen ,das kleinste Problem einen solchen Premiumkunden, kurzfristig Liquidität einzuraeumen, fuer z.B den Aufkauf der Aktienmehrheit

        ''Hollywood schlucken'' war auch eher nur als Methaper gedacht, aber wie es im Artikel schon steht, durch die Hintertuer rein,und einen der kleineren sich gekrallt, das kann den Stein auch ins Rollen bringen, es muss nicht gleich Warner oder Disney sein, um sein Anliegen auf das richtige Gleis zu bringen.

        Denn Apple moechte ja eigentlich nur ein sogenanntes Kino Itunes 2.0, um Netflix und Amazon abzukoppeln, vom grossen Geschaeft
        Apple leiht sich wenn, dass Geld bei Investoren mit Anleihprogrammen. So wie das dieses Jahr erst gestartete Anleihauktionen mit sieben Laufzeiten von 2018 bis 2046. Dabei geht man sehr strikt und direkt vor. So versteigerte sie sowohl Papiere mit variabler als auch mit Festverzinsung. Die zehnjährigen Schuldverschreibungen beispielsweise habe Apple zu einer Rendite von etwa 3,3 Prozent angeboten. So würden sie rund 1,5 Prozentpunkte mehr abwerfen als US-Staatsanleihen. So geht Apple vor. Bei einer Bank klopft man gar nicht an. Einen Kredit von 50-100 Milliarden USD würde man nicht so einfach kriegen.

        Desweiteren ist Apple in Hollywood alles andere als hoch angesehen. Das hat man bereits mehrfach gehört. Man kann nicht so einfach was aus dem Boden stampfen in der heutigen Zeit. Apple muss auf ein bereits bestehendes Dienste und Produkt zurückgreifen. Selbst den eigene Musikstreamingdienst musste man trotz iTunes im Rücken mit viel Geld mit "Beats Music" fusionieren. Es ist nicht so einfach wie sich das manche hier vorstellen. Auch nicht für Apple.
      • Von scully1234 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von mrpendulum
        Denn man muss bedenken, dass Apples Liquidität unversteuert überall auf der Welt verteilt liegt. .
        Ich denke das waere fuer Banken die nach einem relativ risikofreien Deal suchen ,das kleinste Problem einen solchen Premiumkunden, kurzfristig Liquidität einzuraeumen, fuer z.B den Aufkauf der Aktienmehrheit

        ''Hollywood schlucken'' war auch eher nur als Methaper gedacht, aber wie es im Artikel schon steht, durch die Hintertuer rein,und einen der kleineren sich gekrallt(Paramount z.B), das kann den Stein auch ins Rollen bringen, es muss nicht gleich Warner oder Disney sein, um sein Anliegen auf das richtige Gleis zu bringen.

        Denn Apple moechte ja eigentlich nur ein sogenanntes Kino Itunes 2.0, um Netflix und Amazon abzukoppeln, vom grossen Geschaeft
      • Von pizzazz Software-Overclocker(in)
        ein patent ist ein verbotsrecht, dass selbstverständlich als marktwirtschaftliche waffe eizusetzen ist
        der gesetzgeber hat einen entzug dieses rechts nur vorgesehen, wenn damit dem staat (bzw der bevölkerung) ein nachteil entsteht bzw ein nennenswerter vorteil entgeht.
        das verbot des verkaufs von i-phones stellt für den deutschen staat sicher kein nachteil dar, also hat apple gegen ein verbot im falle, dass eine patentsverletzung vor gericht annerkannt wird schlechte karten

        Zitat von Alreech
        ...
        Wenn Apple mehr zahlen soll als andere Firmen dann haben sie vor Gericht gute Chancen...
        ich wüsste nicht wieso - der grundsatz der gleichbehandlung, der einem produzenten verbietet, sich kunden auszusuchen bzw einige firmen gar nicht zu beliefern kann bei einem verbotsrecht doch wohl nicht angewandt werden.
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