Klagen gegen Apple: Verlust an Leistung und Privatsphäre durch Spectre
Bisher steht vor allem Intel im Mittelpunkt von Klagen aufgrund der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre, doch da auch ARM-basierte Prozessoren betroffen sind, sieht sich nun auch Apple einigen Klagen gegenüber (ARM-basierte Technik steckt unter anderem im aktuellen iPhone X). In Israel wird Apple in einem Fall sogar dafür verantwortlich gemacht, dass durch die Sicherheitslücken Privatsphäre verloren gehen soll.
Gegen Apple wurden aktuell ohnehin schon eine ganze Reihe an Sammelklagen wegen der Taktdrosselung bei älteren iPhones eingereicht - weltweit laut einem Bericht von MacRumors sogar schon 45 Klagen, davon 39 alleine in den USA. Doch nun rollt anscheinend eine zweite Welle an Klagen auf das Unternehmen zu, die sich um ein ganz anderes Thema drehen: die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre.
ARM, auf deren Technik auch die aktuellen Apple-SoCs in Geräten wie dem iPhone (aktuell: iPhone 8 und iPhone X), iPod Touch, iPad oder Apple TV basieren, war schon im Juni 2017 von Google über die Probleme informiert worden und hatte seinerseits umgehend seine Lizenznehmer in Kenntnis gesetzt. Dazu müsste dann laut der in San Jose eingereichten Klage auch Apple gehört haben.
Die Klage geht weiter davon aus, dass Apple nicht in der Lage sein wird, die Sicherheitslücken in den eigenen Prozessoren zu schließen, ohne dass dabei Leistung im Bereich zwischen fünf und dreißig Prozent verloren geht. Hinweise auf solch hohe Leistungsverluste gibt es aber bis auf einen Bericht über ein iPhone 6 bislang nicht. Trotzdem will die Klage mindestens 100 weitere Apple-Kunden als Unterstützer gewinnen und bei einem Prozess Strafzahlungen und Schadensersatz von über fünf Millionen US-Dollar erreichen.
Eine andere Klage in Israel zum gleichen Problembereich geht anscheinend gar nicht auf eine eventuell sinkende Leistung durch Updates ein, sondern behauptet, dass durch die Sicherheitslücken jegliche Privatsphäre verloren gehe. Hier wurde allerdings nicht nur Apple verklagt, sondern auch Intel und ARM. Die Entscheidung, ob das Gericht die Sammelklage in Israel zulässt, soll in einigen Wochen fallen.

wo sind die Klagen gegen den Rest der Industrie immerhin ist das ja kein exklusives "Feature" von Apple....
Ich bezweifle Stark das die Treiber der Klage sich ein anderes Smartphone gekauft hätten. Auch wenn Apple Mit im Sumpf ist, ist es ja ein allgemeines Problem,
Allerdings sollte man hier Google positiv erwähnen, wenn die deren Lizenznehmer darüber informiert haben. Intel hat ja versucht das zu vertuschen bzw. so lang es geht zu verheimlichen.
Apple holt sich von ARM die Lizenz, ähnlich wie AMD von Intel die x86 Lizenz hat. Und entwickelt seit einigen Jahren völlig unabhängig. Natürlich stecken prinzipielle Designentscheidungen von ARM noch drin, nicht aber, ob es eine In oder Out of Order Architektur sein MUSS.
Somit ist es ganz alleine Apples Schuld, wenn sich ein Bug in Apples CPUs befindet
Tim Cook: Apple macht die iPhone-Drosselung abschaltbar - Golem.de
Grüsse
Updates sind ja oft Bugfixes, was ich als Mängelbeseitigung ansehe. Natürlich gibt es Fehlerfreiheit kaum und vor allem nicht bei Software. Da kommt es sicher auf die Erheblichkeit an, welche bei Meltdown und Spectre außer Frage zu stehen scheint.
Da ist es nicht unlogisch, dass man nicht unbedingt auf eine hohe Strafe erpicht ist.
MfG