iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

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Die Bewegungsdaten zweier iPhones haben bei der Aufklärung eines Tötungsdelikts in Großbritannien beigetragen, indem die Ermittler die Bewegungen von Täter und Opfer in unmittelbaren Zusammenhang bringen konnten.
Quelle: 9to5mac.com

Die standardmäßig installierte Health-App von Apples iPhone zeichnet zahlreiche Bewegungsdaten auf. Genau diese Aktivitätsdaten haben nun einen Täter in Großbritannien überführt, der seine Frau getötet hatte, den Vorfall dann als Einbruch tarnen wollte und fluchtartig das Haus verließ. Ob und wie die iPhone-Sperre geknackt werden musste, ist nicht bekannt.

Dass Smartphone-Daten bei der Aufklärung von Verbrechen eine wichtige Rolle spielen, dürfte nicht mehr überraschend sein. Wer dabei allerdings vor allem an Telefonverbindungen und Chat-Verläufe denkt, greift zu kurz, wie ein Tötungsdelikt in Großbritannien nun gezeigt hat.

iPhone: Health-App zeichnete Tötung und Vertuschung genau auf

Weil die Ehe eines Apothekers mit seiner Frau ihn nicht mehr zufriedenstellte und er bereits sein neues Leben inklusive neuem Lebensgefährten plante, hatte der 37-Jährige beschlossen, seine Frau zu töten. Dazu verabreichte er ihr eine Überdosis Insulin und erwürgte sie dann mit einer Plastiktüte, wie der Telegraph berichtet. Anschließend versuchte er, die Tat als Einbruch zu vertuschen und ging dafür in das Obergeschoss des Hauses, um entsprechende Verwüstungsspuren zu produzieren.

Im Anschluss floh er fluchtartig, nahm noch das iPhone seiner Frau einige Schritte mit und platzierte dies im Vorgarten, als hätte der Einbrecher Beute fallengelassen. Wie die Ermittler aber mit Freuden festgestellt haben dürften, hatten das iPhone des Opfers und sein eigenen Smartphone die Bewegungsdaten während des ganzen Vorfalls genau aufgezeichnet - inklusive Schrittzahl und zurückgelegten Stockwerken.

Das iPhone des Opfers verzeichnete dabei 14 Schritte genau zu der Zeit, zu der ihr Ehemann fluchtartig das Haus verließ, um zum Zwecke eines Alibis einige Einkäufe zu erledigen. Offenbar hatten die Ermittler hierbei noch unterstützende Indizien, um den Standort des Täters festzumachen, da dieser von Apples Health-App selbst nicht aufgezeichnet wird. Die Aussage des Täters, seine Frau sei noch am Leben gewesen, als er das Haus verlassen habe, wurde dadurch entkräftet, dass sich das iPhone des Opfers zu dieser Zeit bereits bewegungslos im Vorgarten befand.

Eine Geschworenen-Jury hat den Täter schließlich des Tötungsdelikts für schuldig befunden, weshalb diesen nun eine lebenslange Haftstrafe erwartet.

Quelle: Telegraph

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

        Wow, was für eine Leistung, ganz alleine so sch**ße und so doof zu sein. Respekt!
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

        Wow, was für eine Leistung, ganz alleine so sch**ße und so doof zu sein. Respekt!
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

        Deshalb sollte man vor die Biometrie immer noch ein alphanumerisches Passwort vorschalten. Denn mit Biometrie lässt sich nichts abstreiten.
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        AW: iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

        Zitat von DarkWing13
        Habe den ganzen Artikel jetzt nicht gelesen, da ich zum gleichen Thema woanders dies bereits durch habe, aber dort stand, dass eine Dritt-Firma das Handy "gehackt" habe, um an die Daten zu gelangen...und das finde ich schon interessanter an der Sache, da Apple ja nicht oft genug betont, wie "sicher" ihre iPhones sind...

        Aber wer glaubt, dass die Dinger keine "Hintertür" hätten, und hacken eigentlich nicht nötig ist, der glaubt ja auch an den Weihnachtsmann, und der kommt ja auch bald wieder durch den Kamin...

        Wie hat die NSA vor ein paar Jahren iPhone Nutzer betitelt?
        Ich glaube sie nannten sie, "Zahlende Zombies..."

        mfg
        Keine Ahnung wo du das gefunden hast, Google hat dazu nichts ausgespuckt. In ein iPhone ist schon seit langer Zeit niemand mehr reingekommen, wenn überhaupt kam man an z.B Kontakte oder gelöschte Bilder (die noch nicht ganz gelöscht waren, sie werden 30 Tage noch auf dem Smartphone gehalten sollte man sie nicht selbst vollständig löschen). Ansonsten ist der einzige bekannte Fall der letzten Jahre wo man vollständigen Zugriff hatte, der Fall wo das FBI ein iPhone durch eine israelische "Firma" hat hacken lassen. Ansonsten, kommst du nur Maleware drauf, wenn der User so dumm ist und unbekannte Profile installiert nach dem ihn eine Website dazu auffordert, oder der User seine eigenes Handy gejailbreaked hat.
        Jedes iPhone seitdem 5s kann sowieso über den Finger entsperrt werden oder seit dem X über das Gesicht und ich habe noch nie von jemandem gehört der diese Funktion nicht nutzt, dementsprechend geht es kinderleicht, nur weil jemand tot ist heißt es nicht, dass sein Fingerabruck oder Face ID auf einmal nicht mehr funktionieren, da braucht man nicht irgendeine Firma Unsummen dafür zahlen, sollten sie tatsächlich eine Möglichkeit haben, was aber recht unwahrscheinlich ist und welche nur für kurze Zeit funktionieren wird.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

        Wer schlau ist, lässt sein Handy zu Hause liegen und nimmt es nicht noch mit an den Tatort.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        AW: iPhone: Health-App hilft bei Aufklärung von Mordfall in Großbritannien

        Habe den ganzen Artikel jetzt nicht gelesen, da ich zum gleichen Thema woanders dies bereits durch habe, aber dort stand, dass eine Dritt-Firma das Handy "gehackt" habe, um an die Daten zu gelangen...und das finde ich schon interessanter an der Sache, da Apple ja nicht oft genug betont, wie "sicher" ihre iPhones sind...

        Aber wer glaubt, dass die Dinger keine "Hintertür" hätten, und hacken eigentlich nicht nötig ist, der glaubt ja auch an den Weihnachtsmann, und der kommt ja auch bald wieder durch den Kamin...

        Wie hat die NSA vor ein paar Jahren iPhone Nutzer betitelt?
        Ich glaube sie nannten sie, "Zahlende Zombies..."

        mfg
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