Abkehr von China - Apple lässt iPhone (12) nun auch in Indien fertigen
Apple hat einen weiteren Schritt unternommen, um sich bei der Fertigung seiner Produkte unabhängiger von China zu machen. Erste iPhone-Modelle laufen nun in einer indischen Fabrik des Auftragsfertigers Foxconn vom Band. Derzeit sei die Ausbeute zwar noch gering, in Zukunft wolle man den indischen Standort aber weiter ausbauen.
Es folgt ein Musterbeispiel für die Globalisierung der Wirtschaft: Der US-amerikanische Konzern Apple lässt einige seiner iPhones in einem indischen Werk seines taiwanesischen Auftragsfertigers Foxconn fertigen, um sich dadurch auf lange Sicht unabhängiger von China zu machen. Diese Entwicklung war bereits seit langer Zeit von Apple geplant und wird nun Stück für Stück umgesetzt.
Stückzahlen noch gering
Natürlich sollte niemand erwarten, dass das Foxconn-Werk in Indien ab sofort bereits die komplette iPhone-Produktion übernehmen wird. Bislang sind die Stückzahlen, die aus der Fabrik in der Nähe der Stadt Chennai in die weite Welt entlassen werden, noch gering. In Zukunft soll jedoch zumindest die komplette iPhone 11-Produktfamilie hier produziert werden, also das normale Modell sowie die Pro- und Pro Max-Variante.
Apples Anstrengungen, seine Fertigung von China nach Indien zu verlegen, sind dabei alles andere als neu. Bereits 2017 hatte man mit dem Partner Wistron damit begonnen, erste Smartphones im zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt zusammenbauen zu lassen. Das waren in der Regel jedoch nur die günstigen Varianten wie das iPhone SE und das XR.
Politische Situation als Katalysator
Die Pläne des kalifornischen Konzerns und deren fokussierte Durchführung dürften angesichts des immer weiter eskalierenden Handelstreits zwischen den USA und China nicht überraschen. Auch Foxconn verspricht sich wohl ein lukratives Geschäft, immerhin hat man bereits angekündigt, etwa eine Milliarde US-Dollar in den Standort Indien zu investieren. Ob sich auch andere Firmen derart strikt von China abwenden, oder auf eine Besserung der politischen Situation hoffen, bleibt abzuwarten.

Und was die heute alles können:
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Was uns alles als Industrie 4.0 angeboten wird... selbst die alten DCOM OPC Schnittstellen aus Anfang der 90er Jahre in hier brandaktuell produzierten Maschinengenerationen. Wenn man die Ethernet Schnittstelle nicht dediziert bestellt oder irgend einen Output für Virtualisierung als techn. Standard annimmt wird man bei den meisten Herstellern immer noch schräg angeschaut...
Aber träumen darf man ja
Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt wäre dass man mit dem Standort in der größten Demokratie der Welt vermutlich auch werbetechnisch vermarkten kann.
Indien hat zwar auch verdammt viele Probleme, aber Arbeitslager, Social Credit, der Umgang mit den Uiguren, all das würde dann wegfallen. Dazu muss man sich nicht mehr mit einer Diktatur gutstellen.
Das bewerte ich etwas anders. In Indien bemerkt man immer noch den englischen Einfluss, es gibt eine Demokratie und Minderheiten werden mitnichten so unterdrückt wie in China. Der Pakistankonflikt ist nicht schön, es bleibt die Frage, wer ihn forciert und da sehe ich nicht die Inder., auch wenn es denen, nach vielen Anschlägen, langsam reicht. So zumindest die Aussage eine gut befreundeten indischen Studenten, den ich durchs Studium begleitete.
Kinderarbeit sehe ich auch anders und dieses pauschale Geschrei geht mir ziemlich auf den Senkel. Gerade durch unsere panische "Ohhh, da arbeitet jemand unter 18" Ansichten, gibt es erst weltwelt geschlossene Fabriken mit ausgebeuteten Kindern. Frühen haben die Kinder wie bei uns stundenweise mitgeholfen. Kein deutscher Bauer würde ohne seine Kinder auskommen, unsere ganze Industrie wurde mit Kinderarbeit aufgebaut. Es gehört zur Entwicklung dazu und es muss nur gewährleistet sein, dass der Schulbesuch möglich ist. Ich habe ab 14 mit 2h am Tag angefangen, mit 16 dann 4h nach der Schule, um mir meine Crossrennen finanzieren zu können. Das geht auch neben Abi und Studium,
Ich habe in den letzten bald vierzig Jahren in der Arbeitswelt viele Praktikanten und Studenten betreut. Auch viele Inder ebenso wie Chinesen, Koraner, etc. Und niemand war so dreist und uneinsichtig, wie chinesische Studenten, deren USB Stick überall reingeschoben wird, die jeden nicht gesperrten Rechner sofort nutzen etc. Wir haben denen zum Schluss in einer Firma nur noch Eintrittsrechte in einen Büroraum mit massiv beschränkten Rechner gegeben. Das habe ich bei Indern nie erlebt. Natürlich sind es Einzelfälle und mir ist klar, dass ich das nicht auf Milliarden Menschen übertragen kann. Aber es ist für mich eine Tendenz, vorsichtiger zu sein.
Ob es gut ist, in Indien zu investieren und die eh schon völlig desolate Umweltsituation weiter zu verschlimmern, ist eine andere Sache. Wir sollten in Indien nur noch Fabriken finanzieren, die einen Mindeststandard an Umweltauflagen erfüllt. Da ist China etwas weiter, weil sie die Auswirkungen der Umweltverschmutzung schon deutlicher spüren.
Ich hatte Kontakt zu einem Reporterteam und konnte schon vorab etwas aus der Reportage einsehen.
In Indien begegnen sich die meisten Menschen schon mit Respekt, aber, das haben die Reporter sehr hervorgehoben, meistens nur innerhalb der selben Kaste, aber zumindest grundsätzlich denen einer übergeordneten gegenüber.
Da reden wir mal nicht von dem allgemein üblichen Begrüßungsritual.
Demokratische Züge findet man wohl schon in Indien, aber alles was nicht mehr in den Bereich schnöder Politik fällt, geht viel zu weit mit Korruption und Machterhalt einher.
Wahlversprechen sind nur dazu da, die Wahl zu gewinnen, aber das aller wenigste sieht man als Ergebnis in den folgenden Jahren. (Kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder?)
Das ist zumindest auch ein Thema in der Reportage.
Kinderarbeit habe ich nicht mit einbezogen, denn hier in Deutschland machen das auch sehr viele die unter 14, bzw. 16 Jahren sind.
Die zu jungen gehen z.B. mit ihren Eltern Zeitung austragen, sehr oft auch komplett alleine.
Diese Art der legalen familiären Geldbeschaffung wird sich in Zukunft noch weiter verstärken.
Komplett verurteilen kann ich es auch nicht, denn es wird in den armen Gesellschaftsschichten den Familien bald nichts anderes übrig bleiben.
Zumindest ist das noch viel besser, als das die Kinder mit Drogendealen, Prostitution, oder auch mit Diebstahl monetäre Einkünfte erzielen.
Es soll aber nicht den Weg ebenen, das man Kinderarbeit legalisiert, um qualifiziertes Arbeitspersonal dadurch zu ersetzen.
Ungelernte Arbeiter werden ja schon heute durch Fachkräfte angelernt und vollführen Facharbeiten, die nur noch durch eine einzige Fachkraft beaufsichtigt werden.
Das alles zum Lohn eines Helfers., bzw. eines unqualifizierten, die dann mehrere Arbeitgeber an einem Arbeitstag bedienen müßen, um das notwendigste zum Leben zusammen zu bekommen.
Sollte sich das weiterhin hier durchsetzen, werden wir Zustände wie in der frühzeitlich kapitalistischen Epoche erleben, wo Tagelöhner das Groh der arbeitenden Bevölkerung darstellten.
Letztlich, dann indische Zustände in Deutschland erleben, aber ohne Kastensystem, dafür mit extremeren Unterschieden der etablierten Gesellschaftsschichten untereinander.
Es kann keiner mehr sagen, das gibt es bei uns hier nicht, denn diese Entwicklung hat schon mindestens seit Anfang der 1990iger Jahre begonnen und wird immer weiter schleichend, unspektakulär fortgesetzt.
Ich denke mal, ob ich es so noch erlebe, weiß ich noch nicht, das der Standort Europa in den nächsten Jahrzehnten wieder sehr interessant werden wird, sofern sich der Trend so fortsetzt.
Die Weichen sind jedenfalls schon gestellt.
Egal, von der Einsparung die Apple sich daraus erhofft, werden die Produkte dann für den Endkunden grundsätzlich mindestens 50 € teurer werden, so zumindest erwarte ich es.