Face ID bei iPhone X: Apple geht auf Sicherheitsbedenken ein und nennt Details zu den Schutzmechanismen

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Face ID: Apple geht auf Sicherheitsbedenken ein und nennt Details zu den Schutzmechanismen (1)
Quelle: Apple

Wie sicher ist Face ID? Seit der Präsentation des iPhone X äußern Kritiker teils große Bedenken. Mit Face ID hätten Diebe künftig wesentlich leichteres Spiel. Ein Blick des Bestohlenen genügt und schon haben Täter Zugriff auf sämtliche Daten. Apple hält dagegen und geht auf die diversen Sicherheitsmechanismen ein, die man implementiert habe, um solche Szenarien zu vermeiden.

In den vergangenen Jahren setzte Apple in Sachen Sicherheit auf den Fingerabdruck. An dessen Stelle rückt nun, zumindest bei dem iPhone X, das Gesicht des Nutzers. Face ID soll mehr Komfort und Sicherheit bieten, hieß es im Zuge der Keynote im Steve Jobs Theater auf dem neuen Apple-Firmengelände in Cupertino, Kalifornien. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fremder mit seinem Gesicht das eigene iPhone entsperren könne, liege bei Eins zu einer Million und eine Entsperrung via Foto sei nicht möglich. Kritiker setzen dem jedoch entgegen, dass beispielsweise Diebe das Gerät dennoch leicht entsperren können, indem sie es vor das Gesicht des Nutzers halten.

Diesbezügliche Bedenken möchte Apple im Vorfeld ausräumen. Bereits während der Entwicklung habe man sich mit den möglichen Szenarien auseinandergesetzt und verschiedene Sicherheitsmechanismen implementiert, die ein solches Vorgehen verhindern sollen. So ist etwa ein direkter Blick auf das iPhone X zum Entsperren notwendig. Diebe müssten Bestohlene dementsprechend zum Entsperren zwingen. Eine seitliche Aufnahme reicht nicht aus. Zusätzlich können iPhone X-Besitzer Face ID auch kurzzeitig via Druck auf zwei seitliche Tasten deaktivieren, sodass selbst bei einem direkten Blick auf das Gerät dieses gesperrt bleibt. Die letztliche Reaktivierung dürfte dann via Pin-Code erfolgen. Ein solcher ist ebenfalls erforderlich, insofern das Gesicht des Nutzers zweimal nicht erkannt wurde. Apples Software-Chef Craig Federighi hat dies während der Präsentation des iPhone X bereits ungewollt demonstriert, als er das Demo-Gerät erstmals via Face ID entsperren wollte. Da das gezeigte iPhone X vor der Präsentation hinter den Kulissen durch die Hände mehrerer Mitarbeiter ging, wurde der Sicherheitsmechanismus ungewollt aktiviert. Mehrere Gesichter können nicht gespeichert werden - im Gegensatz zur Anzahl der hinterlegten Fingerabdrücke bei Touch ID. Pro Gerät erkennt Face ID nur das Gesicht eines einzelnen Nutzers. Gespeichert werden die via Infrarot-Kamera erstellten Gesichtsprofile letztlich lediglich lokal auf dem jeweiligen Gerät und nicht in der Cloud.

Trotz der zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen versichert Apple, dass Face ID zuverlässig funktioniert. Äußere Veränderungen - beispielsweise ein Hut, eine geänderte Frisur oder ein Bart - sollen keinerlei Probleme mit sich bringen. Auch das Tragen von Sonnenbrillen sei unproblematisch, wenn auch nicht uneingeschränkt.

Quellen: Techcrunch, Twitter

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von bewdde
        Zitat von Abductee
        Davon abgesehen entsperre ich mein 6s schneller als ich den Home Button durchgedrückt hab. Dagegen ist das Galaxy A5 von meinem Kumpel deutlich langsamer.
        Ich hoffe du meinst nicht das A5 2017, denn dieses entsperrt mindestens gleich schnell, wenn nicht sogar etwas schneller als das 6s.

        Kann man aber auch erwarten.
      • Von bewdde
        Zitat von Abductee
        Davon abgesehen entsperre ich mein 6s schneller als ich den Home Button durchgedrückt hab. Dagegen ist das Galaxy A5 von meinem Kumpel deutlich langsamer.
        Ich hoffe du meinst nicht das A5 2017, denn dieses entsperrt mindestens gleich schnell, wenn nicht sogar etwas schneller als das 6s.

        Kann man aber auch erwarten.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Soweit ich das sehe wird der Gesichtsscan schon gestartet wenn man das Gerät anhebt oder umdreht.
        Ich persönlich würd aber auch lieber mit dem Fingerprint arbeiten.
      • Von Maqama Software-Overclocker(in)
        Zitat von Abductee
        Woher weißt du das es sich schneller entsperren lässt?
        Das Face ID in der Live-Demo hat einen äußerst schnellen Eindruck gemacht.
        Davon abgesehen entsperre ich mein 6s schneller als ich den Home Button durchgedrückt hab.
        Dagegen ist das Galaxy A5 von meinem Kumpel deutlich langsamer.
        Das ganze wird sich zeigen, wenn es verfügbar ist.

        Meins ist schon schneller entsperrt bevor ich es überhaupt vor mein Gesicht halten kann.

        Dazu kommt eben die Frage, ob FaceID auch funktioniert, wenn das Gerät aus ist. (Bildschirm aus)
        Wenn nein, dann müsste man das Gerät noch extra aktivieren, dann kann FaceID so schnell sein wie es will.
        Wenn ja, dann würde mich der Stromverbrauch der ganzen Kameras und Sensoren interessieren. Daher kann ich mir das kaum vorstellen.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Woher weißt du das es sich schneller entsperren lässt?
        Das Face ID in der Live-Demo hat einen äußerst schnellen Eindruck gemacht.
        Davon abgesehen entsperre ich mein 6s schneller als ich den Home Button durchgedrückt hab.
        Dagegen ist das Galaxy A5 von meinem Kumpel deutlich langsamer.
      • Von Maqama Software-Overclocker(in)
        Zitat von Abductee
        Und deswegen vergleichst du das aktuelle Flagschiff mit einem 300€ Androiden?
        Nicht gerade objektiv.
        Wo genau liegt das Problem?

        Das man bei einem 300€ Gerät nichts ankreiden kann, was nur das 1300€ Gerät bietet, ist klar.

        Aber anders herum geht das natürlich.
        Wenn das 300€ Gerät schneller entsperrt als das 1300€ Gerät, warum soll man das nicht vergleichen können?
      Direkt zum Diskussionsende
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