Bericht: Apple speichert Daten in iCloud unverschlüsselt
Um dem FBI bei der Arbeit zu helfen, hat Apple die Speicherung von iPhone-Backups unverschlüsselt (ohne End-to-End-Verschlüsselung) gestaltet. Laut dem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters betrifft dies die Sicherungen, die auf den Cloud-Speicher namens iCloud hochgeladen werden.
Um seine Daten möglichst vor fremdem Zugriff zu schützen, sollten die Dateien verschlüsselt werden. Gerade bei Cloud-Speicherlösungen sollten die hochgeladenen Daten mit Verschlüsselung abgelegt werden, damit sich beispielsweise Hacker möglichst schwer damit tun, an die Nutzerdaten zu kommen. Apple hat sich laut einem Bericht jedoch dagegen entschlossen und speichert iPhone-Backups ohne End-to-End-Verschlüsselung in der iCloud. Dieses Vorgehen sei Absicht, um so dem FBI zu helfen. Wenn eine Anfrage der US-Behörden an Apple eingeht, habe der Konzern zu 90 Prozent Auskunft dazu erteilt.
FBI bekommt Zugriff auf iCloud-Backups
Im Jahr 2016 hatte sich Apple mit dem FBI einen Streit geliefert, ob man ein iPhone entschlüsseln sollte, das einem Attentäter gehörte. Medienwirksam verteidigte sich Apple und die angewandte Verschlüsselung auf den iPhones. Hinter verschlossenen Türen jedoch gewährte der iPhone-Hersteller dem FBI schließlich doch Zugriff auf das Smartphone. Vor zwei Jahren soll Apple dann dem FBI mitgeteilt haben, dass man plane, iCloud-Backups zu verschlüsseln. Allerdings bat das FBI Apple darum, keine solche Sicherheitsmaßnahme einzuführen, damit die Polizei auch weiterhin auf Beweise auf iPhones zugreifen kann. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf aktuelle und ehemalige Apple-Mitarbeiter und Regierungsangestellte berichtet, habe Apple letztlich klein beigegeben und verzichtet seitdem auf eine End-to-End-Verschlüsselung der iPhone-Backups auf iCloud.
Zudem befürchtet Apple, dass sich zu viele Kunden aussperren könnten, wenn man ein Backup auf iCloud nur verschlüsselt anbiete, wie ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter erzählt. Jüngst forderte der US-Justizminister William Barr den Hersteller auf, zwei iPhones zu entsperren, die ein Offizier der saudischen Luftwaffe verwendet haben soll, der mehrere Menschen in Florida erschossen hatte. Alleine im ersten Halbjahr 2019 haben die US-Behörden die Daten von 6.000 iCloud-Kunden angefragt und in 90 Prozent der Fälle hat Apple der Forderung Folge geleistet und den US-Behörden Zugang zu den Nutzerdaten verschafft. In diesen Zahlen sind noch nicht etwaige Anfragen der Geheimdienste enthalten.
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Fakten zur unverschlüsselten Speicherung bei Apple iCloud:
- Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von Apple berichtet, werden iPhone-Backups auf iCloud ohne End-to-End-Verschlüsselung abgespeichert. Mit diesem Vorgehen will man US-Behörden wie dem FBI bei der Arbeit helfen.
- Wenn eine Anfrage einer Behörde bei Apple eintrifft, wird oftmals das iPhone entschlüsselt und die Polizei erhält Zugriff auf die gespeicherten Daten.
- Apple befürchtet, dass sich Nutzer zu oft selbst aussperren könnten, wenn ihre iCloud-Daten verschlüsselt wären, so ein Ex-Apple-Mitarbeiter gegenüber Reuters.
Tipp: Wie Sie iPhone-Backups sicher anfertigen | heise online
Wobei die Frage ist, das Backup auch vor dem Upload mit einem eigenen Tool verschlüsselt werden kann.
Diese Apple Show das es sicher sei, war schon immer vollkommene Desinformation, gelungen gelenkt.