Vor iPhone-11-Event: Apple bestreitet Vorwürfe über illegale Arbeitsbedingungen
Noch vor der iPhone-11-Vorstellung muss sich Apple mit negative Meldungen auseinandersetzen. Laut einem Bericht von China Labor Watch (CLW) sollen Apple und Foxconn gegen chinesische Gesetze beim Einsatz von Aushilfsarbeitern verstoßen haben. Apple bestreitet das.
Aushilfs-Zeitarbeiter werden von chinesischen Herstellern gerne eingesetzt, da für sie weitaus weniger Einschränkungen gelten als bei herkömmlichen Mitarbeitern. Sie sind weder sozialversichert, noch erhalten sie Urlaubs- oder Krankengeld und können zudem weitaus mehr Überstunden arbeiten als sonst gesetzlich erlaubt. Daher gilt in China auch ein Gesetz, laut dem nur 10 Prozent der jeweiligen Mitarbeiter nur auf Aushilfs-Zeitarbeiter entfallen dürfen, um Produktionsspitzen auszugleichen.
Doch wie die Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW) berichtet, verstoßen Apple und Foxconn im Werk in Zhengzhou, in dem das iPhone 11 produziert wird, gegen dieses Gesetz und das deutlich. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter seien Aushilfs-Zeitarbeiter, wie auch schon die Jahre zuvor. Das haben Apple und Foxconn inzwischen auch eingeräumt.
Laut eigener Aussage hat Apple inzwischen Schritte eingeleitet, um das Problem zu korrigieren. Doch gegen andere Vorwürfe wehrt sich Apple. Laut CLW müssen die Mitarbeiter in dem betroffenen Werk bis zu 100 Überstunden im Monat leisten, werden nur nach Mindestlohn bezahlt und sogar Schülerpraktikanten müssten Überstunden ableisten. Nicht immer würden die Überstunden aber bezahlt und Beschimpfungen seien üblich.
Apple bestreitet Kosteneinsparungen zu Lasten der Arbeiter
Apple wälze die höheren Kosten durch den US-Handelskrieg mit China auf die Zulieferer ab, die im Gegenzug dann auf Kosten der Mitarbeiter Geld sparen. Auf diese Weise profitiere Apple von der Ausbeutung der Zeitarbeiter, statt die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern zu verbessern. Diese Punkte bestreitet Apple gegenüber Bloomberg, verweist auf eine angemessene Entlohnung, freiwillige Überstunden und sieht keine Hinweise auf Zwangsarbeit.
Heute Abend ab 19 Uhr wird Apple sein neues iPhone vorstellen - dieses Mal gibt es zum iPhone 11 sogar einen Youtube-Livestream. Man darf gespannt sein, ob es nach den vielen Leaks noch Überraschungen geben wird.

apple zahlt noch nicht mal steuern. die interessieren sich doch auch einen dreck für arbeitsbedingungen.
hauptsache billig.
Warst du schon in China und hast die Arbeitsbedingungen kennengelernt? Ich konnte dort eigentlich ne chillige Atmosphäre wahrnehmen...
Man muss schon extrem naiv sein, wenn man an faire Arbeitsbedingungen im asiatischen Techniksektor glaubt.