iPhone 6 bis iPhone 7: Apple begründet Takt-Drosselung mit schwachen Akkus
Nachdem zunächst viele Nutzer und dann auch noch Geekbench im Firmenblog gezeigt hatten, dass ältere iPhones von Apple mit neueren iOS-Versionen durch geringere Taktraten langsamer werden, hat sich Apple nach längerem Schweigen nun doch geäußert. Es handle sich um ein Feature, mit dem Abschaltungen bei hoher Last und schwachem Akku verhindert werden sollen - auch bei neuen iPhones.
Wie wir vorgestern berichtet hatten, hatte Geekbench im Firmenblog einen klaren Hinweis darauf gefunden, dass Apple ältere iPhones wie das iPhone 6s und inzwischen auch das iPhone 7 über neuere iOS -Versionen verlangsamt. Die gedrosselten Taktraten konnten laut Nutzern aber wieder gesteigert werden, wenn der Akku der betroffenen iPhones ausgetauscht wurde.
Da Apple die Taktraten nur heimlich und ohne Erklärung gesenkt hatte, lautete der Vorwurf, das Unternehmen wolle so auch erreichen, dass Besitzer älterer iPhones neue Modelle kaufen, da sie sich die geringe Leistung nicht erklären können. Auch der Unterschied zwischen neuem und alten iPhone fällt so natürlich wesentlich deutlicher aus.
Inzwischen hat sich Apple laut Techcrunch aber doch noch zu diesem Thema geäußert und bestätigt, dass die Taktraten des iPhone 6, iPhone 6s, iPhone SE und inzwischen auch des iPhone 7 durch neuere iOS-Versionen unter Umständen gesenkt werden. Der Grund dafür sei, dass ältere Lithium-Ionen-Akkus in kalten Umgebungen oder bei hoher Last dafür sorgen könnten, dass sich das iPhone zum Schutz von Komponenten abschaltet. Um das zu verhindern, habe man schon letztes Jahr ein Feature für die älteren iPhones veröffentlicht, das die Leistungsspitzen abmildert.
Mit iOS 11.2 habe man das nun auch auf das iPhone 7 ausgeweitet. Apple kündigt sogar an, dieses Feature künftig auch auf andere Modelle anzuwenden. Zu den Vorwürfen der Heimlichtuerei und der Täuschung von Kunden hat sich Apple allerdings nicht geäußert. Da der Akku von iPhones durch die Kunden nicht austauschbar ist, bleibt den Besitzern also nur, mit ihrem langsameren Smartphone zu leben, den Akku kostenpflichtig bei Apple zu tauschen oder ein neues iPhone zu kaufen.

Die Analogie, die Du da beschreibst ist teilweise korrekt aber nicht das Problem. Das Problem ist, dass unterschiedliche Hersteller für die Update-Politik verantwortlich sind. Google ist nicht dafür verantwortlich, dass Android auf einem Sony Gerät ordnungsgemäß funktioniert. Das muss Sony sicher stellen. Bei Windows ist nur Microsoft für die Update-Politik verantwortlich, auch wenn es auf unterschiedlicher Hardware läuft. Demnach sind die Grundvoraussetzungen auch nicht gleich und decken sich nur teilweise, ganz abgesehen davon, dass die Stärken aller genannter Betriebssysteme unterschiedlich sind und auch dem entsprechend unterschiedlich zu einer Kaufentscheidung beitragen. Ich würde niemals aus den selben Gründen ein Gerät mit OSX kaufen, mit denen ich ein Gerät mit iOS kaufe auch wenn beide Systeme nur "offiziell" auf Apple eigenen Geräten vorzufinden sind. Der Markt ist auch vollkommen unterschiedlich. Du kannst Dir beispielsweise eine Rechner kaufen und nachträglich entscheiden, ob Du nun Windows oder Linux installierst oder vielleicht auch einen Hackintosh. Beim mobilen Markt ist das quasi schon beim Kauf wie eine Heirat. Du verpflichtest Dich zu dem System bis der Gerätetod Euch scheide. Du kannst Dich natürlich auch vorher scheiden lassen, aber das wird dann im nachhinein meist recht teuer.
Ein Windows oder OSX ist vom Prinzip her vollkommen anders gestrickt und folgt ganz anderen Richtlinien. Denn wenn es so einfach wäre, wie die Wahl zwischen OSX und Windows gäbe es diese ganze Diskussion gar nicht.
MfG
Was mich vorhin etwas gewundert hat. Das iPhone 6 von meinem Bruder geht aus, sobald, man bei 40% oder weniger versucht zu telefonieren...die neusten Updates sind drauf. Da können doch nicht alle gedrosselt sein...da würde das Ding doch nicht aus gehen!?
MfG